34 Tage bis ET- Panik

Also ich hab ja in letzter Zeit schon öfter drüber nachdenken müssen, ob das alles eine SO gute Idee war- mit der zweiten Schwangerschaft und so. Ja klar, jetzt ist zu spät 😛 Und auch wenn die Sehnsucht nach Baby Nr. 2 riesig war/ist, so richtig vorher drüber nachgedacht haben wir wohl eher nicht…

Und gestern war der Moment, seitdem ich alles anzweifel und wirklich sowas wie Panik entwickelt hab 😦
Der Namenslose war seit halb 4 arbeiten (diese Woche wird generell arbeitstechnisch von ihm der Horror, Dienstag und Mittwoch kommt er nicht vor 22 Uhr und steht dabei spätestens 4.30 Uhr auf) und ich musste Erna das erste Mal seit einer ganzen langen Weile wieder allein ins Bett bringen. Nachdem ich so furchtbar stolz auf mich war, dass das Bettfertigmachen so super geklappt hat, selbst Zähne putzen war lange nicht so dramatisch wie sonst, und Erna dann direkt innerhalb von 5 Sekunden eingeschlafen ist, habe ich leider zu spät auf die Uhr gesehen. Und tatsächlich, es war noch nicht einmal dreiviertel sieben. Also VIEL zu früh um auf einen Feierabend hoffen zu dürfen.
Und so kam es. Bereits (auch viel zu früh!) kurz nach halb 8 weinte Erna aus dem Babyphone…. na toll. Also rase ich (haha!) die 2 Stockwerke hoch und werfe mich (aua aua aua) ins Bett um sie wieder einzukuscheln. Aber sie wollte und wollte einfach nicht mehr in den Schlaf finden. Rollerte sich hin und her, zog an meinen Haaren, wollte runter, weinte, dies und jenes. Mein Agressivitätslevel (gerade wegen dem Haareziehen) stieg und stieg. Aber ich fuhr mich runter, atmete tief ein und aus und hielt mich an dem Gedanken aufrecht, das ich ja im Wohnzimmer eh nix verpasse.
Während ich also die Gedanken schweifen ließ, meldete sich das Wutz wieder sehr sehr kräftig. Und zwangsläufig kam ich auf das nächstliegende Problem. Ähm, was bitte mache ich denn, wenn der Namenslose abends fort ist und ich Erna UND Baby habe??? Jetzt mal ernsthaft. Was hätte ich gemacht, wenn unten im Wohnzimmer das Baby zeitgleich im Stubenwagen geschlafen hätte und Erna weint. Baby aus dem Schlaf reißen und mit Baby hochrennen? Ähm nee. Baby unten schlafen lassen und alleine hochrennen? Auf keinen Fall! Selbst wenn das Baby wach gewesen wäre, Baby mitnehmen und dann im dunklen Zimmer eine Stunde neben uns liegen lassen? Das Baby fühlt sich doch verarscht!? Jetzt mal ehrlich, für Lösungsvorschläge bin ich da echt sehr offen! Mir fällt nämlich wirklich nix ein.
Und es ist ja nicht nur das. Sondern schon alleine das Erna-zum-schlafen-bringen. Das geht ja nicht immer innerhalb von 5 Sekunden. Sie braucht schon meistens ne Weile um runterzukommen. Und währenddessen muss man eben daneben liegen.
Wie machen das andere? Haben die alle so tolle große Kinder, die von alleine im Bett einschlafen? Und dann etwa auch noch die Nacht durchschlafen??? Hätte ich nicht lieber warten sollen, bis bei Erna eins dieser Meilensteine zu verzeichnen ist?

Und nicht nur diese Einschlaf- und Durchschlafproblem sehe ich auf uns zukommen. Sondern es fängt ja schon morgens an. Der Namenslose ist schon lange lange arbeiten, dann stehen wir erst auf. Dann muss ich Baby und Kleinkind irgendwie 2 (gut, dann ja hoffentlich nur noch ein) Stockwerke runter kriegen, aber was ist wenn das Baby noch/oder schon wieder schläft?
Also Fakt ist, eins der Kinder muss und wird definitiv zurückstecken…. und ich befürchte wirklich das es Erna sein wird, die mir jetzt schon so unendlich leid tut. Sie ist ja bereits jetzt die liebste Schwester der Welt und begrüßt jeden Tag voller Freude den Babybauch bzw. das Baby und inzwischen darf er sogar so heißen wie wir es gerne hätten 😛
Sie „streichelt“ ihren Bruder und gibt ihm durch den Bauchnabel Schnuller und essen und sonstwas. Sie erzählt ihm sehr viel und vor allem will sie nachher wenn das Baby da ist ALLES mit und für ihn machen und sogar Spielzeuge teilen. Und sie wartet sehnsüchtig das endlich das Baby kommt.
Doch ich denke wenn sie begreift, was es nun wirklich bedeutet ein Baby im Haus zu haben…… ich hab so Angst das sie sich hier nicht mehr so geborgen und geliebt fühlt. Sondern zurückgesetzt und abgeschoben….
Das fängt schon damit an, dass ich jetzt ganz ganz dringend bis zur Geburt dieses Haareziehen abgewöhnen muss. Und das wird überhaupt nicht einfach. Und am besten sollte sie bis dahin auch durchschlafen (das zumindest liegt im Rahmen des möglichen) und vor allem auch ALLEINE einschlafen lernen. Haha. 😦
Noch 4-5 Wochen. Das ist nicht mehr viel. So gar nicht…….

Ach ja. Wer wissen will wie es mir schwangerschaftsbedingt so geht. Da kann ich direkt auf die Wochenberichte der Erna verweisen. Das ist fast 1 zu 1 das Gleiche.
Anders ist allein, dass der Wutz wirklich unheimlich Rabatz macht und ich nicht nur einmal am Tag denke er tritt sich gleich in die Freiheit und der Fuß kommt direkt aus dem Bauch. Und der Wutz hat sehr lange Wachphasen, vor allem tagsüber. Dafür lässt er mich nachts wirklich die ganze Nacht in Ruhe (schlafen geht leider nimmer so gut, wegen Harndrang teilweise alle 10 Minuten). Das ist sehr nett und ich hoffe wirklich das es diesmal zutrifft, was man so sagt, dass die Kinder nach Geburt auch so Wach- und Schlafphasen haben wie im Bauch.
Der Wutz hatte letzte Woche ca. 2.200g und 45 cm. Also schon fast fertig. Die Ärztin prophezeite mir ein 300g schwereres Baby als Erna, weil das so „normal“ sei. Das wären ja dann fast 3.800g- fast 4 Kilo!? Ähm nee. Das wähle ich ab 😛
Körperlich geht es immer weiter bergab. Ich hab ganz ganz heftige Beinkrämpfe (hatte ich bei Erna nicht) und dadurch das der Bauch so spitz nach vorne geht, reißt es so langsam sternenförmig um den Bauchnabel ein. Das finde ich wirklich gemein. Das ich wieder reißen werde, damit habe ich mich abgefunden. Aber das ich mitten auf dem Bauch reiße, finde ich echt doof 😦
Ich kann nimmer lang stehen (Kartoffelschälen ist schon sehr grenzwertig z.B.), ich kann nimmer richtig sitzen und eigentlich tut dauerhaft mein (vor allem das rechte) Steißbein weh. Gerade zum Abend hin wird alles schlimmer. Treppen laufen ist wirklich ne Herausforderung und überhaupt habe ich sehr oft das Gefühl das der Wutz gleich rauspurzelt, weil es untenrum ganz fies drückt und zieht beim laufen.
Mag also nimmer.

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2 Gedanken zu „34 Tage bis ET- Panik

  1. Erstmal: durchatmen! Den Satz willst du sicher nicht hören, aber es stimmt:“Es spielt sich alles ein“
    Als unser 2. Kind kam war die Große 18 Monate und 1 Tag und schlief erst seit 4 Wochen alleine ein. Und aktuell seit 3 Monaten muss ich sie oft wieder in den Schlaf begleiten. Wie ich das mache? Sie sitzt in ihrem Zimmer in der Kuschelecke (Bettfertig) und schaut sich schon mal ein Buch ganz leise an. Währenddessen bringe ich die Kleine ins Bett (die zum Glück i.d.R. zügig einschläft) und dann gehe ich zur Großen.
    Das wird vielleicht einige Zeit dauern bis Erna das versteht und akzeptiert, aber beide Kindern müssen hier und da zurück stecken. Es geht auch nicht anders.
    Es gibt auch Tage an denen die Große weint wenn ich die Kleine ins Bett bringe, dann gehe ich zurück und erkläre es. Wieder und wieder. Diese Tage nerven, aber es ist nicht mehr oft.

    Wenn beide weinen (nicht nur beim Zubettgehen), entscheide ich wessen Not gerade größer ist und da gehe ich zuerst hin.

    Wenn ich von oben nach unten muss, nehme ich erst die Große und hole dann die Kleine.

    Ich hatte besonderes in der Anfangsphase die Kleine ständig im Tragetuch, so klappte es auf dem Spielplatz, beim Legospielen, malen etc

    Beim Stillen habe ich mit der Großen am Anfang Bücher geschaut, irgendwann war das Alltag und sie spielte weiter.

    Erna wird mal warten müssen, genau wie das Baby. Aber das werden beide gut wegstecken, du hast halt nur 2 Hände.
    Und Erna ist ja schon größer als meine vor 8 Monaten, da ist ein ganz anderes Verständnis da.

    Und Erna wird auch mal eifersüchtig sein. Das gehört dazu und ist normal. Kennst du die Seite http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/?m=1.
    Da sind tolle Artikel zum Thema Geschwister, Eifersucht etc

    Binde sie viel ein, wenn sie das möchte. Mit wickeln (Windel reichen, wundcreme öffnen, Haare kämmen etc)

    Als es bei der Kleinen mit Beikost losging, wollte die Große auch oft Brei. Da hat sie obstbrei währenddessen bekommen. Diese Phase ging 2-3 Wochen dann war es auch hier Alltag.

    Unterwegs muss sie (wenn ich die Kleine in der Trage habe) laufen oder in dem KiWa. Da gibt es keine andere Möglichkeit. Da gibt es oft noch Tränen, aber da muss ich an mich und meinen Rücken denken. Demnächst kaufen wir ein buggyboard, da die Kleine jetzt öfter im KiWa sitzen wird.

    Ansonsten werdet ihr euren Rhythmus finden. Ich habe versucht mir im Vorfeld nicht zu viele Gedanken zu machen sondern es so zu nehmen wie es kommt. Und das passte für uns!

    Liebe Grüße
    Kathi

    • Liebe Kathi, entschuldige bitte das ich erst jetzt dazu komme zu antworten!
      Ich danke dir sehr für deinen Kommentar und habe mich wirklich darüber gefreut. Irgendwie schafft man das sicher 😉 Auch wenn ich vorher gar nicht auf den Gedanken mit 2 gleichzeitig schreienden Kindern gekommen bin 😛
      Und bei dir ist es natürlich nochmal ein sehr viel näherer Altersunterschied, da hab ich wirklich Respekt davor!
      Ich werd jetzt meine Gedanken auch woanders hinlenken, es kommt wie es kommt 😛
      Ganz liebe Grüße zurück!

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