Abgeräumt und Aufgeräumt

Gestern war es also (endlich) soweit, der Namenslose und Erna sind mitgekommen um mir – soweit natürlich möglich 🙂 – tragen zu helfen. Das Büro wurde ausgeräumt, die Schlüssel abgegeben. De facto habe ich mein knappes Jahr Bürosammlung mehr als unterschätzt und die einzige mitgebrachte Kiste war zu schnell zu voll 😯 . Trotzdem wäre es sicher schnell gegangen und erledigt gewesen, wenn da nicht plötzlich tausende Leute aufgetaucht wären und ich frage mich jetzt noch wo die alle hergekommen sind. Denn als wir dort ankamen, kurz vor 18 Uhr, war es total Finster dort und ich hab erst alles aufschließen müssen und die Lichter angemacht. Und sonst (wir waren ja öfter an Donnerstagen um diese Zeit dort) war wirklich nie nie jemand mehr da, alle im Feierabend und einmal musste ich mich um diese Zeit sogar vor dem Wachmann ausweisen. Ich rief also die Personalerin an (die wusste ja das und wann wir kommen) und die Schlüsselübergabe war schnell erledigt, Zeiterfassungskarte (ja ja, sehr antiquiert) abgegeben und dann einen „hochoffiziellen“ ausgedruckten Zettel gekriegt, meine Überstunden wurden tatsächlich in Urlaubstage umgewandelt – hier ein großes YEAH-  und wie es jetzt mit meinen Zusatztagen aussieht, wissen wir nicht ganz so genau, sicherheitshalber bleibe ich wohl doch in unserer „Gewerkschaft“ für den Fall das man mir die bei Rückkehr in 2 Jahren nicht geben will und ich mir das erstreiten muss. Aber alles in allem habe ich jetzt noch 26 Tage Urlaub. Oh nee. Jetzt fällt mir gerade ein, die haben das doch falsch gemacht, ich hab ja noch mir zustehende Urlaubstage für 2016 bis zum Ende des Mutterschutz…. das sind ja dann, Januar, Februar, März, April – 4 Monate a´ 2,5 = 10 Tage. Also dürfte ich insgesamt 36 Urlaubstage haben. Das ist ne Menge! Und ich muss dann gleich nochmal telefonieren 😛 Denn jetzt kann ich ja damit ganz anders planen , 1 Monat Urlaub nehmen bevor ich wieder anfange und hab trotzdem noch gut Resturlaubstage für eventuelle Kinderkrankheiten….
Aber das wollte ich gar nicht berichten, ich bin abgeschweift.
Als die Personalerin weg war, kam auf einmal Kollegin 1, fragte wie es mir geht, ob ich jetzt entgültig ausräume (ähm, ja!?) und verabschiedete sich ganz nett von mir. Dann kam Kollegin 2 (meine dortige Lieblingskollegin) und hat sich auch sehr lieb verabschiedet. Dann bin ich nebenan zur neuen Kollegin 3 (meine Nachfolgerin, was eigentlich  nicht so geplant war) und hab eeeewig geschwätzt und die hat mir bestätigt was ich nach dem Telefonat mit der Personalerin am Dienstag vermutet hatte- ich durfte bisher nix ausräumen und auch sonst wurde nix angeleiert trotz Beschäftigungsverbot, weil man irgendwie auch damit rechnen „musste“ das es eine Fehlgeburt/Todgeburt werden wird/kann. Da musste ich natürlich ein bisschen schlucken. Klar, ich geh jetzt nicht davon aus das es irgendjemand wollte, aber irgendwie gab es einen schalen Beigeschmack.
Nach Kollegin 3 bin ich rüber zur Kollegin 4 aka Gruppenleiterin, die offensichtlich auch noch da war. Laber Palaber. Und so weiter. Der absolut genervte Namenslose und die absolut übermüdete Erna waren derweil die ganze Zeit in meinem absolut überheiztem Büro und warteten bis ich endlich wieder kam. Inzwischen war es auf einmal halb 8…
Auch die Gruppenleiterin verabschiedete sich und mehr oder weniger halbherzig bekam ich von 3 von 4 der Kollegen zu hören, das ich doch dann mit Baby vorbei schauen soll. Hmmm. Mal sehen. Offenbar haben sich meine Gedanken wegen Weihnachtsfeier erledigt und ich werde also eher nicht eingeladen. Sagt ja auch schon viel aus…. Aber klar, in dem Jahr dort in Teilzeit ohne Mittagspause hab ich jetzt nicht wirklich Freundschaften finden und aufbauen können. So wahnsinnig wohl hab ich mich da ja nie gefühlt, auch wenn die Arbeit an sich echt Spaß gemacht hat! Nun ja- erledigt. Jetzt bin ich erstmal die nächsten 2 1/2 Jahre raus und was danach kommt, kann noch keiner sagen. Ich hoffe ja immer noch das mich zwischenzeitlich der Mut anfällt und ich mich in mein Wunschstudium einschreibe und einfach anfange endlich das zu tun, was ich gerne tun möchte…… auch wenn es leider Utopie bleiben wird, mit 2 Kindern und Haus sowieso…

Und auch wenn der Übergang jetzt seltsam ist, aber er passt doch zur Überschrift.
Ich werde mir jetzt wohl doch psychotherapeutische Hilfe suchen. Ich merke immer wieder und vor allem öfter in letzter Zeit, dass ich einfach nicht die bin, die ich gerne sein möchte. Das es wohl leider doch stimmt, mit diesem Kreislauf der Gewalt und sosehr ich mich auch bemühe, ich festgefahren bin ich meinen erlernten Strukturen. Okay, klären wir also zuerst das mit dem Kreislauf der Gewalt. Ganz so schlimm ist es nicht, aber für mich schlimm genug. Zeitreise: Meine Kindheit war nicht schön. Klar, ich hatte mehr oder weniger alles was man brauchte und was man sich wünschen konnte, ein riesiges Kinderzimmer in einem Einfamilienhaus mit großem Garten, viel Spielzeug und Schnack. Aber alles was ich mir eigentlich nur gewünscht habe war ein Familienleben- eine echte Familie zu sein. Und so sehr ich meine Eltern auch wertschätze und liebe, aber sie haben es nie geschafft, das aus uns eine Familie wurde. Ich wünschte mir Familienabende, wie Freunde von mir sie jede Woche hatten, mit Spielen statt TV. Ich wünschte mir Familienessen, einfach nur zusammensitzen und reden und essen, statt Essen während des Fernsehens und Schweigens. Ich wünschte mir – wünsche mir- mehr als alles andere auf der Welt einen Zugang zu meinem Vater. Einen richtig echten Papa der mich über alles liebt und dessen Prinzessin ich bin. Der Vater-Tochter-Dinge mit mir macht, so wie eigentlich ALLE anderen Väter meiner Freundinnen. (Eine Freundin bekam zum Abi eine USA-Rundreise mit dem Motorrad geschenkt, nur sie und ihr Vater, so schön- so unvorstellbar bei mir). Statt dessen war ich gefangen. Meinen Eltern ist der schöne Schein nach Außen sehr wichtig, nach Außen hin war also alles gut (solange ich „funktionierte“). Doch Innen drin…. Mein Papa war/ist ein Tyrann. Ein cholerischer, alkoholsüchtiger Tyrann. Anders kann man es nicht beschreiben. Wenn er Feierabend hatte und heim kam, wollte er nur auf die Couch, Fernseher an, Mama brachte ihm das Abendbrot und sein erstes Bier und keiner durfte ihn ansprechen. Zusammen zu Abend essen und ich erzählte was vom Tag? Never ever. Mit meiner Mama kann/konnte man nur reden, wenn Papa nicht da war. Aber auch sie war sehr gestresst, musste ja (so im Nachhinein wurde mir das klar) dem kompletten Haushalt alleine machen, mein Papa macht nur den Garten, und war nebenbei noch Hauptverdienerin. Morgens am Frühstückstisch darf man auch nicht sprechen, da mein Vater Morgenmuffel ist und niemanden morgens ertragen kann- auch das führt zu einer seltsamen Grundstimmung. Hat man doch mal gesprochen, egal ob morgens oder abends, dann ist er sofort ausgerastet. Aber WIE. Ich spreche bei meinem Vater definitiv von psychischer Gewalt dabei. Auch heute noch hat er durch diese Schreierei viel Schrecken für mich, doch inzwischen wehre ich mich und schreie zurück, vor Erna geht das GAR NICHT.  Wenn ich trotz dieser Art der Erziehrung immer noch nicht so „funktionierte“ (ja, ich hatte wortwörtlich zu funktionieren) , ja dann… dann kam auch die körperliche Gewalt dazu. Dann ist er regelrecht rasend geworden. Einmal ist er mir bis ins Zimmer gefolgt (natürlich bin ich weggerannt!!), hat die abgeschlossene Türe eingetreten (oh das werde ich NIE vergessen), meine Mama immer hinterher und versucht das schlimmste zu verhindern, und hat mich sehr schmerzhaft gepackt, wie wild geschüttelt und mir eine geknallt. (das war auch das „schlimmste“, so „richtig“ verprügelt hat er mich nie, aber auch das hat mehr als ausgereicht, mein Papa ist fast 1,90 m groß und sehr stark da Handwerker, ich bin 1,60 m und echt zart dagegen).
Und dabei war ich wirklich eine gute Tochter. Ich bin eigentlich nie auf Partys gegangen, habe weder geraucht, noch Drogen genommen, noch getrunken, noch Piercings oder Tatoos gehabt. Ich hab fast immer gute Noten heim gebracht. Ich bin nie abgehauen… Alles was ihn stören konnte war einfach der „Ton“ wenn ich was sagte. Manchmal störte ihn auch einfach nur meine Stimme und das ich überhaupt was sagte.
Ja, ich hatte Angst vor meinem Vater. Es gab keinerlei Vater-Tochter-Beziehung. Wie sollte die sich aufbauen? Er schaute immer nur fern und trank dabei. Wenn er denn daheim war. Und wollte sein Ruhe. Immer nur seine Ruhe.
Auch meine Mama platzte regelmäßig. Wenn auch nicht so oft wie mein Papa.
Aber ein Familienleben? Zusammenhalt? Unvorstellbar. Seit ich denken kann wollte ich weg von zu Hause. Das erste Mal packte ich mit 6 Jahren meinen Koffer und lief bis zum Ende der Straße. Weiter traute ich mich nicht, da ich noch nicht allein über Straßen gehen durfte. Da stand ich dann ne Weile (vielleicht ne halbe Stunde?) bis die Nachbarin mich einsammelte. Dann wollte ich gerne ins Internat. Nicht nur wegen der ganzen Hanny und Nanny und sonstigen Internatsbüchern.
Das schlimmste was meine Eltern immer sagten, war : „Wenn du dich jetzt nicht sofort wieder einkriegst, dann fahren wir dich sofort ins Kinderheim“. und dann meine Sachen „packten“..
Das hat mir echt Angst gemacht. Inzwischen weiß ich natürlich das die das niemals gemacht hätten, weil sie sich ja dann in der Öffentlichkeit bloß gestellt hätten und das geht ja nicht. Außerdem wäre es ja sowieso nicht so einfach gegangen. Und vielleicht hätten sie es doch mal machen sollen….
Auch sonst hieß es immer, aus mir wird ja eh nix, nichtmal eine Putzfrau. Ich kann nichts und bin nur eine Belastung. Als ich Abi gemacht habe (und das echt gut!), war der Kommentar meines Vaters dazu: „Oh, dann wirst du jetzt wohl Putzfrau mit Abitur“. Auch ein Satz den ich nie vergessen werde. Ich hab in der ganzen Zeit nicht einmal gehört, das er stolz auf mich wäre. Nie. Dabei war das der Satz den ich von allen, am meisten hören wollte. Gesagt hat er ihn inzwischen, nach der Geburt von Erna. Die liebt er ja wirklich über alles.
Auch generell, jetzt, wo ich „vorzeigbar“ bin, mit gutem Job, teurem Haus, Ehemann und Kind, ist es besser geworden. Sieht ja in der „Öffentlichkeit“ gut aus. Da haben die aber eine tolle Tochter hingekriegt…. Und klar, inzwischen weiß ich seine Alkoholpegel einzuschätzen und weiß damit ganz genau wann ich lieber verschwinden sollte.
Aber das hat geprägt. Sehr. Natürlich! Und alles was ich immer wollte, ist eine Familie, eine eigene Familie, in der ich ALLES besser machen wollte, eine richtige, tolle Familie werden wir und vor allem will ich einen Mann, der ganz anders ist als mein Vater und der ein richtig richtig toller Papa für unsere Kinder wird.
Und auch wenn ich weiß, das man sich unbewusst in eine Kopie des eigenen Vaters verliebt , zumindest DAS hab ich geschafft. Ich habe einen absolut tollen Mann gefunden, der NIEMALS schreien oder gar schlagen würde. NIE NIE NIE. Der zwar auch gerne mal ein Bier trinkt (ich habe sehr sehr Panik das er auch ein Alkoholiker wird, was oft zu Streit zwischen uns führt, da er eben nur ganz normal am Wochenende mal was trinkt oder ab und an eben EIN Feierabendbier, aber ich kann es nicht abschalten) aber das in normalen bis wirklich geringen Mengen.
Ich habe eine Familie, ich habe meine Erna und bald einen kleinen Wutz.
Aber…. ich bin nicht die Mama die ich so gerne wäre, die ich immer sein wollte. Ich kann keine Frisuren, ich kann nicht basteln (es hat nie jemand mit mir gebastelt), ich kann nicht malen, ich kann nichtmal gut puzzeln, ich hab selten gute Ideen was man so den ganzen Tag treiben könnte. Was ich gut kann, ist mit Puppen spielen und lesen. Weil das die Dinge waren, die ich damals auch immer getan habe. Halt so Dinge, die man alleine macht. Ich habe mich sehr bemüht und mich wirklich angestrengt, aber seit der extremen Übelkeit ist es so viel einfacher, das Kind vor dem Ipad zu setzen. Und ich? Ich liege daneben und…. gucke fern!!!!!!! :(:(:(:(
Jetzt, wo das Wetter wirklich schon seit Wochen so beschissen ist, fällt Spielplatz auch weg. Das sind dann mal eben 2 Stunden am Tag, die ich noch mehr überbrücken muss.
Ich bin stolz auf mich, weil ich diese Woche sehr darauf geachtet hab, das Kind wieder vom Ipad weg zu kriegen. Wir haben geknetet (auch etwas das ich gar nicht kann, aber zum Glück gibt es ja Förmchen dafür), gemalt, wir backen viel (DAS kann ich). Und Erna schaut nachmittags gar nicht mehr. Sie fragt zwar ständig danach (logisch), aber ich lenke sie jedes Mal ab.
Doch wie lange hält diese Phase an? Wann werde ich wieder resignieren und einfach nur meine Ruhe haben wollen!!!!!???
Ihr merkt. Kreislauf…
Und dann war da noch…. der Nachmittag, als Erna neben mir auf der Couch saß, wir ein Buch anschauten und auf einmal (ich bin selber Schuld, ich hätte auch einfach ihre Nägel früher schneiden sollen) wurde sie übermütig, war ein wilder Tiger der mich fressen wollte und dann hat sie mich so dermaßen schmerzhaft im Nacken gekrallt das ich aus einem Impuls heraus Erna sofort wütend umgeschubst hab. Sie lag dann wie ein Käfer auf dem Rücken, hatte diese großen, schockgeweiteten Augen und war einfach nur sprachlos und hat die Welt nicht mehr verstanden. Zum Glück waren wir ja eh auf der Couch und ich habe mich sofort tausend Mal  bei ihr entschuldigt. Ich hab sie gleich genommen und ganz feste gedrückt und gesagt ich mache das nie nie wieder. Und ich habe es auch nicht bewusst oder mit Absicht getan, aber ist es unbewusst nicht sogar viel schlimmer?
Und ich war SO SO SO erschrocken über mich selbst. Über meine Kraft die ich habe, im Vergleich zu meinem kleinen Purzelzwerg. Seit diesem Vorfall ist mir klar geworden, ich muss unbedingt etwas dagegen tun. Auch gegen meine Wut. Manchmal macht sie mich so wütend, das ich sie anschreie… und wenn ich dann ihren Trotz aus den Augen blitzen sehe, dann werde ich noch wütender. Und auch wenn ich während dessen innen drin die ganze Zeit denke, ich sollte mich jetzt zusammen nehmen und mich entschuldigen und verdammt nochmal aufhören zu schreien, ich schaffe es einfach nicht. Statt dessen werde ich manchmal noch wütender, auch wenn Erna schon gar nichts mehr macht. Wir haben eine ganz gute Lösung gefunden, ich schicke sie dann in den Flur auf die Treppe und mache (okaaaay, ich knalle manchmal) die Tür zu. Wenn sie wieder lieb ist, darf sie rein kommen und wir vertragen uns. Das hilft. Uns beiden. Aber wie lange noch?
Und warum werde ich überhaupt so schrecklich wütend und schreie mein kleines Kind an? Obwohl ich während dessen weiß das es falsch ist. Doch ich kann es aus eigener Kraft nicht abstellen.  Der Namenslose findet übrigens auch, dass ich in dieser Schwangerschaft viel aggressiver geworden bin und ja, meine Nerven lagen und liegen öfter blank. Das Wellnesswochenende, diese kurze Auszeit vom Mamasein, hat mir schon viel gebracht, ich kann und mag mich jetzt viel mehr auf Erna einlassen. Aber wie lange noch?
Und wie lange wird es wohl dauern, bis ich mein Kind bewusst und mit voller Absicht hauen werde?……. Diese Frage spukt in meinem Kopf rum, seit dem Couchvorfall.

Ich will das nicht! Ich will raus aus dieser Spirale, aus diesen Erziehungsmuster! Ich will so gerne die Mama und die Familie sein, die ich immer haben wollte. Die andere Familien einfach selbstverständlich sind. Ich will die Mama sein, die mit den Kindern bastelt (oh das wird nicht so einfach) und tolle Ausflüge macht und immer da ist und zuhört. Ich will Spieleabende, Familienabende und ich will endlich verstehen warum für viele Leute Weihnachten so eine strahlende Familienzeit ist. Und ich will, das meine Kinder nicht freiwillig 600km von mir fort ziehen und nicht traurig sind, wenn man sich nur 2 mal im Jahr sieht!

Genau deswegen werde ich mir Hilfe suchen.

(Das Aufschreiben hat mir schon sehr geholfen irgendwie, auch wenn ich jetzt viel dabei Weinen musste und es natürlich extrem persönlich und privat ist. Ich möchte dabei festhalten, dass ich nicht grundsätzlich eine „schlechte“ Mutter bin, im Gegenteil, ich behaupte einfach mal, ich bin eine gute Mutter- was mir auch von vielen Seiten (( „Öffentlichkeit“ !!!)) bestätigt wird, das sind alles winzige Teilauschnitte aus 24 h Mama-sein. Diese Teilausschnitte berechtigen nicht dazu, über mich zu urteilen und ich glaube auch, nahezu jeder hatte solche ähnlichen Momente auch bereits einmal. Ich nehme diese Ausschnitte jedoch besonders ernst, da ich ein sehr selbstreflektierender Mensch bin und wirklich wirklich um nichts in der Welt so werden möchte wie meine Eltern -seitdem ich Tagebuch schreibe (11 Jahre alt) steht nahezu in jedem Eintrag wie schrecklich sie sind und was sie schreckliches getan habe und ich einfach nur weg bzw. sterben will. Das ich die Selbstmordphase (die ja jeder Jugendliche in der Pubertät hat) so gut überstanden hab (gewiss, probiert habe ich es mehr als einmal) liegt einzig und allein an wahnsinnig tollen Freunden die ich damals hatte. )

So. Luft gemacht.

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2 Gedanken zu „Abgeräumt und Aufgeräumt

  1. Huhu Liebes! Ich war irgendwie schon ewig nicht mehr in der Bloggerwelt unterwegs und musste jetzt erst mal einiges nachlesen. Erst mal freue ich mich dass du schon so weit bist und Baby Nummer 2 bald da ist 🙂 Ja und zu diesem Beitrag muss ich jetzt auch einfach mal was schreiben. Das was du aus deiner Kindheit berichtest ist ja wirklich schrecklich. Werte das bloß nicht ab, so nach dem Motto, anderen Kindern geht es noch viel schlechter, ich wurde ja nicht verprügelt usw. Das was du erzählst tut mir echt so so leid und ich finde es klasse, dass du dir Hilfe suchen willst um das mal alles zu verarbeiten!!! Ehrlich, da ziehe ich meinen Hut vor! Und ich bin mir sicher gerade wegen dieser Erfahrungen wirst du deine Kinder niemals Schlagen oder sonstige Gewalt anwenden. Aber mal zum Thema anschreien usw…also ich hatte eine ganz wunderbare Kindheit, zwar war mein Papa streng aber wir hatten genau das Familienleben was du beschreibst und da meine Mutter eher weniger streng war glich sich das ganz gut aus. Aber ich erwische mich trotzdem manchmal, wie ich laut werde, Türen knalle usw. Ich glaube das passiert einfach, oft ist es auch die eigene Unfähigkeit die einem bewusst wird, weil man mal wieder nicht die nötige Geduld aufgebracht hat! Basteln und malen kann ich übrigens auch null, obwohl meine Mama es oft mit mir gemacht hat und ich bin auch ziemlich einfallslos was die Bespannung der Kinder angeht. Ich wünsche dir einfach, dass alles so wird, wie du es dir vorstellst:) Mit 2 Zwergen wird das alles nicht einfacher (gerade die ersten Monate musste ich Theo leider oft vor dem Fernseher „parken“) aber man wächst da rein und jetzt wo die kleine 8 Monate ist und durch die Gegend krabbelt, ist es einfach nur noch schön!

    LG von Frau Gurkenhals

    • Ach liebe Frau Gurkenhals, ich freue mich so so sehr über diesen, deinen Kommentar. Zuerstmal weil es dich noch gibt 🙂 dann weil du mich noch gelesen hast 😉 und dann natürlich über den Inhalt, das hat mich doch schon sehr aufgebaut und mir auf jeden Fall was zurück gegeben! Auch wenn ich immer noch nicht, das muss ich zugeben, weiter gekommen bin, also Psychologen zu googeln *hust*
      Das mit dem basteln ist glaube auch eher eine Persönlichkeitseinstellung, manche Leute können das eben und machen das auch voll gerne, und andere eben nicht 😛 Aber dank Twitter (wieso bist du nicht bei Twitter *wein*) hab ich schon viele neue Inspirationen gekriegt und gemerkt, dass man auch ganz schnelle Dinge basteln kann, die dann trotzdem super aussehen 🙂 Ich liebe das Internet! 😀
      Und ich werde demnächst mal wieder bei dir vorbei schauen (hab alle paar Wochen mal „kontrolliert“ ob was da ist, verstehe aber total wenn man mit 2 Kids sehr beschäftigt ist!)

      Ganz arg liebe Grüße zurück!

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