Paradox

Irgendwie gelingt es mir einfach nicht, den Zustand vollkommener Zufriedenheit zu erreichen. Was ich damit meine?
Wenn das Kind mal wieder (wann war sie eigentlich je gesund? 😦  ) krank ist oder anderweitig wahnsinnig fordernd, die arbeit stresst oder sonstwas ist, dann wünsche ich mir nichts sehnlicher als endlich endlich mal Feierabend, Zeit für mich, zu haben. Einfach mal NICHTS tun, auf der Couch sitzen und sich berieseln lassen oder ein Buch lesen. Meistens sind es dann die Tage, an denen das Kind auch nicht einschlafen will oder höchstens 20 Minuten schläft und dann unbedingt wieder die Mama neben sich braucht. Ich bin dann endlos erschöpft und schlafe dann letztendlich total nicht-erholt und in seltsam verdrehter Position neben dem Kind ein.
Wenn dann aber mal alles „läuft“, wie aktuell, und der Haushalt gemacht ist, das Kind umsorgt ist bzw. eben mal schläft, ich bereits (Arbeits-) Feierabend habe und auch das Wetter nicht rauslockt und ich dann auf der Couch sitze um mich berieseln zu lassen, dann….. ist mir LANGWEILIG!??? Ich kann es gar nicht glauben, aber nach intensivem Nachdenken ist es genau dieses Gefühl. Ich warte eigentlich nur darauf, das Erna endlich wieder aufwacht, um dann- siehe Teufelskreis- sicher wieder irgendwann erschöpft zu sein. Wo ist also das Problem? Was mache ich falsch? Sicherlich, das Fernsehprogramm nachmittags ab 14 Uhr ist absoluter Mist, Bücher habe ich auch gerade keine da (sind aber bestellt) und Internet ist auch schon durchgelesen. Allerdings beschleicht mich dieses Gefühl selbst wenn ich eine Folge meiner Lieblingsserie gucken möchte. Was genau habe ich also früher dann immer gemacht? Okay, damals war ich um diese Zeit noch lange lange arbeiten und erst um 17 Uhr daheim, das war auch wieder was anderes…

Noch mehr?
Ich habe so furchtbare Angst zu sterben, dass es regelmäßig (wenn ich drüber nachdenke, was ich tunlichst vermeide) zu Panikattacken kommt, wenn ich die Gedanken kreisen lasse. Auch weil da noch so viel ist, was ich sehen und erleben und machen will und ich noch so jung bin und das Leben einfach leben und genießen und nutzen möchte.
Gleichzeitig sehne ich mir meine 40er herbei (ja lacht nur), weil ich weiß das Ernakind dann mehr als groß genug ist und ich dann wieder ICH-Zeit habe und weite Reisen planen kann. Ist doch total dämlich! Warum genieße ich jetzt nicht die nächsten 15 Jahre MIT Kind und erlebe trotzdem (!) tolle Sachen? Warum will ich so schnell so viel Zeit vergehen lassen- wenn ich doch gleichzeitig Angst vorm älter werden habe?

Man merkt mir meine Langeweile richtig an, ne!? 😛

Und warum mache ich Schwangerschaftstests (wie heute) obwohl ich tausend Prozent weiß das da nichts ist? Bin ich so verzweifelt? Offensichtlich schon…. Auch viele Mamablogs zu lesen, in denen viele mit dem 2. gerade schwanger sind bzw. mit dem 3. oder frische 2.Babys haben, macht die Sache nicht leichter. Ich denke bis Mai werde ich doch nicht warten können/wollen. Einmal noch. Nur dieses eine Mal.

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