Liebes Tagebuch

Gestern war ein ziemlich guter Tag. Und weil ich sonst meistens immer nur die schlechten Höhepunkte festhalte, berichte ich einfach auch mal von den guten Sachen.

Die Erna hat tief und fest und vor allem absolut bewegungslos die komplette Nacht durchgeschlafen, so das auch ich sehr sehr erholt in den Tag starten konnte. Als ich morgens sogar so viel Zeit hatte, mir die Haare zu machen (sonst ist es einfach nur ein schneller Zopf) versuchte ich das Kind zu wecken.
Das fiel mir ziemlich schwer, ich streichelte, redete, kitzelte. Sie grinste, drehte sich hin und her um dann irgendwann zu sagen „nein Mama, lass es, mag nich“ , dann schnappte sie ihre Decke und rollte sich wieder ein und kniff ganz feste die Augen zu. Ach ja, morgens kommen alle schwer aus dem warmen Bett. Nach ein paar Mal „MAMA, nein gesagt, mag wiklich nich, schlafe“ hab ich sie dann doch einigermaßen wach aus dem Bett kriegen können. Dann, wie schon viele Nächte davor, zog ich ihr eine komplett leere Windel aus und setzte sie wie jeden morgen nach dem Aufstehen auf den Topf. Sie schnappte sich ein Buch und erzählte wer alles Haare hat. Nachdem sie felsenfest davon überzeugt war, das Mama „fiel Haare“ hat, freute ich mich sehr 😉 und als wir sie fertig angezogen hatten- Erna zieht sich alleine Body und Pullover über den Kopf und steckt alleine die Arme durch die Ärmel, mit nur noch ganz wenig Hilfe von mir- liefen wir gut gelaunt die Treppe runter, wie jeden Morgen laut „Guten Morgen, wir sind dahaaaa, Hallo Treppe bist du auch schon wach“ rufend.
Ich warf das Kind auf der Couch ab und deckte sie nochmal gemütlich zu, sie hat ihre Puppe auf der linken Seite, den Wauwau auf der rechten eingekuschelt. Ich mache den blauen Elefanten an und werfe das Brot in den Toaster. In der Zwischenzeit lass ich mir den Kaffee raus, hole die Brotdose aus dem Spüli und trage schonmal alles zusammen, was ich heute mitgeben will- Butter, Käse, Salami, Paprika, Gurke, Cocktailtomaten, Trauben, Banane. Der Kaffee ist fertig, das Brot auch und will mit „mamelade“ beschmiert werden. Ich trage dem Kind das Brot auf die Couch und sie mümmelt sich gemütlich ein und isst, während „Elefant was machst du da?“ der Elefant lustige Sachen macht.
Ich esse auch ein Brot, trinke meinen Kaffee und mache dann die Vesperbox fertig. Da ich nie weiß, ob das Kind lieber Salami oder Käse mag, habe ich mich heute entschlossen, einfach nur Butterbrot reinzulegen und je eine Scheibe Käse und ein paar Scheiben Salami daneben zu packen. Dann können die Erzieher das direkt selber raufpacken, die schneiden das Brot und die Tomaten und auch die Trauben sowieso nochmal kleiner.
Der Elefant ist zu Ende und Erna macht den Fernseher aus, und will jetzt in die Kita „ball spiele“- wir packen zusammen ihren Rucksack, ziehen uns an und fahren los.
In der Kita angekommen, freut sich Erna ganz doll, hilft mir beim ausziehen und läuft schonmal los. Ich verräume alles und trage den Rucksack hinterher. Ernas „Oma“ ist da und sie geht sofort zu ihr und kuschelt. Ich gebe ihr einen Kuss und gehe dann. Mit einem lächeln, ich bin so froh über diese tolle Kita mit diesen tollen Menschen.
Ich sitz wieder im Auto und sehe, das ich nur noch 5 Minuten für die nächste Bahn habe. Gedanklich schonmal auf die nächste Bahn, also in 15 Minuten, eingestellt, fahre ich los und habe eine absolut grüne Welle- alle 4 (!) Ampeln auf der recht kurzen Strecke sind grün und es ist nix los. Ich finde einen super Parkplatz und renne zur Bahn. 2 Minuten vor Abfahrt sitze ich auf meinen Stammplatz. Läuft. Ich hole mein Buch raus und lese bis meine Station kommt. Upps. Das ging aber schnell. Ich steige aus und die Rolltreppe fährt von meiner Seite aus, das wird ein guter Tag. Schlechte Tage sind die, wo ich schon dort Treppe laufen muss.
Ich stempel mehr als pünktlich ein und geh in mein Büro. Unterwegs halte ich noch 10 Minuten ein Schwätzchen mit meiner Sekretärin.
Im Büro stelle ich fest, das es heute ganz sicher nicht viel zu tun gibt- ich mache meine Kaffeemaschine an und checke erstmal die Mails. Dann trinke ich in aller Ruhe den Kaffee. Immer noch keine Arbeit. Ich gehe einen Stock höher, da wir momentan in der anderen Gruppe aushelfen, um zu schauen ob ich Vertretungssachen habe. Stürme ich das Büro und- da sitzt die Kollegin die eigentlich krank sein sollte. Also auch hier keine Arbeit für mich, aber ein kurzes nettes Gespräch.
Wieder im Büro, mittlerweile mit 1 Akte, kommt das Gesundheitsmanagement vorbei und verteilt Bio-Orangen, Pampelmusen und Kiwi.
Die Zeit vergeht und ich habe sogar ein bisschen Arbeit. Dann ist es schon 11.45 Uhr und ich gehe in den Meeting-Raum, dort ist alles schon sehr nett hergerichtet- es gibt Weißwurstfrühstück mit der Gruppe und ein paar anderen- der Kollege feiert seinen 60.
Da ich noch nie Weißwurst gegessen habe, ich aber noch irgendwas mit Pelle abmachen im Hinterkopf hatte, beobachtete ich die beiden neben mir- die eine macht es ab, die andere isst sie mit. Na prima. Ich entscheide mich auch für mit-Pelle und probiere mal. Ist gar nicht sooo schlecht. Ich hab es mir jedenfalls schlimmer vorgestellt. Es gibt Sekt und Saft und sehr nette Gespräche und es wurde viel gelacht. Direkt im Anschluss um halb 1 mache ich Feierabend, weil ich so viele Überstunden habe. Prompt sitze ich in der Bahn, die 20 Minuten zwischen 2 Stationen stehen bleiben muss, weil die vor uns ein technisches Problem hat. Ärgerlich aber nicht so schlimm. Daheim bin ich dann kurz nach 1 und sofort fange ich mit putzen an, denn heute kommt ja der Babysitter. Der Namenslose kommt gegen 2 und zusammen rocken wir noch ne halbe Stunde, dann blinkt das Haus. Mehr oder weniger ;P
5 Minuten später bin in in der Kita und mein Kind sitzt- welch Überraschung- beim essen. Es gibt Kuchen, Banane, Traube, Kiwi, Paprika, Mandarinen und und und- alles von der Kita bzw. von den Erziehern privat für die Kinder mitgebracht. Mir komplett unbekannte Kinder tippen Erna an, weil sie mich als ihre Mutter erkennen. Erna freut sich arg, will aber trotzdem noch sitzen bleiben, ich meine- es gibt PAPRIKA… da ICH den Kuchen aber sehr lecker finde, animier ich mein Kind sich doch ein Stück davon zu nehmen, in der Hoffnung sie mag ihn nicht und gibt ihn mir. Schlechte Idee. Also setze ich mich auch hin, beobachte das glücklich mampfende Kind und unterhalte mich mit der Erzieherin. Die erzählt wie toll doch Erna ist (nur weiter so! 😀 ) und wie sehr sie Bücher liebt und das sie gestern nur mit Erna und einem anderen Kind in der Bücherei waren. Es war wohl richtig gut. Auch das spazieren in den Weinbergen klappt prima. Mir fällt das Buch ein, das ich dabei habe- und frage ob ich es der Kita schenken darf- weil wir das doppelt haben. Sie freut sich extrem- so das ich jetzt in Zukunft auf Flohmärkten auch ein bisschen für die Kita gucken werde.
Sie erzählt mir noch, wie extrem meine Tochter ist, das sie so fassungslos schimpft wenn ein Buch kaputt ist und es nicht mehr anfassen will- ja das kenne ich 😛 Wie gesagt, sie LIEBT Bücher und behandelt sie auch so. Wenn jemand das nicht tut, dann geht sie sehr ab 😛
Und Erna sei immer die erste die beim aufräumen hilft (ach was? hier eher so mäßig) und sei die EINZIGE (großer Mamastolz) die die Sachen auch an die richtige Stelle packt, da sind ja so Fotos an den Schubladen außen dran, wo was rein kommt- und sie hat das schnell verstanden. :D:D:D

Eine halbe Stunde später, drängel ich dann doch aufs gehen, am liebsten würde ich zwar auch noch ne Weile in der Kita bleiben, aber wir haben ja noch was vor.

Wir besuchen kurz den Papa, der leider keine Zeit hat, dafür wird der Laden einmal von der Erna aus-und umgeräumt. Es ist so süß zu sehen, wie selbstverständlich dieser Laden auch zu „uns“ gehört 😛

Dann sind wir daheim und laufen erstmal eine Runde mit der Ente (so ein Holzschiebeding) unsere Straße hoch und runter. Erna parkt die immer irgendwo, geht weg und ruft „komme glei wida“ und freut sich ganz doll.
Nach einer halben Stunde brechen wir ab, es ist einfach viel zu kalt draußen, und gehen hoch. Erna sagt sie ist „mude“ und will“ schlafe“- kein Problem. Also lege ich mich mit ihr zusammen für ca. ne Stunde hin. Ich denke nicht das sie geschlafen hat, aber immerhin geruht. Dann ist es schon dreiviertel 5 und ich lasse mir Badewasser ein. In der Zeit wie das läuft, hole ich Ernas Sitzsack, Bücher und Puppenzubehör hoch. Ich gehe ins Wasser und Erna sitzt im Bad und guckt ein Buch an. Das tut sooo gut, endlich mal wieder baden zu dürfen. Aber nicht lange, schon steht sie am Wannenrand „will auch“ „will auch wassa“ fasst rein und ruft „heiß“- ich vertröste das Kind und steige auch bald wieder raus. Dann ziehe ich mich schick an, während Erna unsere Klopapierrolle bearbeitet. Das darf der Papa nicht sehen 😛
Dann schminke ich mich, während Erna die restlichen Schminksachen und meine Tasche untersucht und sich mit einem leeren Pinsel auch „anmalt“. Dann findet sie darin ein Armband und ist überglücklich und läuft damit stolz noch 10 Minuten rum. In der Zeit kann ich mir die Haare föhnen und bin zum ersten Mal seit…hmm… ner Weile wieder von Kopf bis Fuß aufgehübscht.
Es ist inzwischen schon halb 6 und der Babysitter ruft an- seine Frau kann leider nicht mitkommen, weil sie krank ist, ein weitere Kumpel kann wohl auch nicht- aber er ist frohen Mutes das Ding alleine zu rocken. Okaaay. Ich atme erstmal tief durch, während die Pizza im Ofen ist, das wird interessant. Alleine hat er noch nie auf sie aufgepasst und das sind ja schon so 4 Stunden… am Abend… mit einer nicht ausgeschlafenen Erna. Ich schlucke die Panik runter und wir setzen uns zum essen, nach dem „piep piep piep, guten Appetit“ wohlgemerkt. Da klingelt auch schon der Babysitter und Erna freut sich sehr ihn zu sehen und bindet ihn gleich ein. Super. Ich werfe die Pizza für ihn in den Ofen. 3 nach 6 kommt der Namenslose, isst meine restlichen Pizzastücke und zieht sich schnell um. Dann verschwinden wir leise und schnell und fahren los. Stehen dann natürlich im Stau, die Veranstaltung ist ausverkauft, 4.000 Leute. Ui. Nachdem wir nochmal 5 Euro (!!!!) fürs Parken berappen mussten und erstmal Probleme hatten uns in der großen Halle zurechtzufinden saßen wir 15 Minuten vor Beginn auf unseren Plätzen. Leider waren die doch eeetwas weiter hinten und so erbarmte sich der Namenslose nochmal zum Auto zu sprinten und meine Brille zu holen. Pünktlich schaffe er das noch 😀 Und die Show war auch echt gut, sehr witzig und auch spannend. Allerdings tat uns beiden nach einer Stunde der Pop*o ziemlich weh- zum Glück war dann Pause. Der Babysitter schickte zwischendrin Fotos und Standberichte- alles prima.
Wir entschieden uns in der Pause die Veranstaltung zu verlassen, weil es jetzt doch nicht sooo der Hammer war und auch länger dauerte als wir dem Babysitter gesagt hatten. Wir fuhren dann zum gelben M und setzten uns rein. Wir erinnerten uns an unser 2. Date zurück, als wir auch beim goldenen M saßen.
Überhaupt haben wir sehr viel miteinnander geredet. Es war sehr sehr schön.

Dann kamen wir kurz nach 9 wieder nach Hause und das Kind freute sich gar nicht uns zu sehen 😀 Sie hatte sehr viel Spaß gehabt, allerdings war der Babysitter total fertig- fast 4 Stunden Dauerbespaßung means Action 😀

Wir ließen den ziemlich stolzen Babysitter gehen und Erna durfte dann noch eine Runde mit dem Papa baden gehen. Danach fielen wir alle direkt ins Bett, Erna schlief sofort wie ein Stein und ließ sich problemlos in ihr Bett umtragen.
Danach haben der Namenslose und ich noch ne Weile geredet und gekuschelt und was man sonst so macht 😛

Es war ein wirklich schöner Tag und ein noch viel schönerer Abend. Und ich habe gemerkt das es uns beiden gut getan hat, mal wieder „raus“ zu kommen und was zusammen zu machen.

Auch heute sind wir gleich wieder viel netter zueinnander gewesen. Also wird es in Zukunft nicht mehr so große Abstände zwischen den Dates geben. Zum Glück ist das nächste bereits für den 15. geplant- da sind wir nämlich schon 6 Jahre zusammen 😀

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Kita

Mir ist gerade mal aufgefallen, dass ich euch ja noch ein Update zur neuen Kitasituation schulde. Rumjammern kann ich ja immer gut und auch ganz schnell, aber die positiven Dinge fallen bei mir ganz gerne mal unter den Tisch 😛

Wie ist denn der letzte Stand? Ich glaube ich hab schon noch geschrieben das wir die Kita tatsächlich so spontan zum 8.12. gewechselt haben!? Wir haben uns gegen den März als Startmonat entschieden, weil es damals einfach wirklich wichtig war (und wie wir jetzt wissen zu Recht) das wir schnell aus der privaten Einrichtung raus konnten.
Erna war dann, meine ich, auch den kompletten Dezember nicht mehr dort. Aber wie sollte die Eingewöhnung laufen, ohne das einer von uns so wirklich Zeit bzw. Urlaub hat? Denn immerhin waren es ja nur 2 Wochen bis zu den Weihnachtsferien. Krank machen gilt auch nicht.
Wir sind bei dem Vorgespräch ja so verblieben, das wir erstmal sehen werden wie es läuft, aber es prinzipiell langsam angehen sollen.
Ich bin dann am Montagmorgen also mit der Erna Punkt 9 in der neuen Kita gewesen. Und war dann auch gleich ziemlich ernüchtert. So kahl und alt hatte ich das gar nicht mehr in Erinnerung!? Und es ist auch so ein recht kleiner Raum, DA sollen 9 Kinder täglich genug Platz zum spielen und toben haben? Und DAS soll alles an Spielzeug sein, was die da haben????
Erna machte das gar nichts aus. Sie lief erstmal von Ecke zu Ecke und hatte wirklich Spaß- fand gleich 1,2 Spielsachen mit denen sie sich lange beschäftigte- Mama war ja da und das ist toll. Auch wenn ich schnell nicht mehr direkt neben ihr sein brauchte, ab und an kam immer der Sicherheitscheck.
Halb 10 dann kam endlich mal ein anderes Kind aus ihrer Gruppe, und die Nachricht das es nicht mehr werden würden, alle anderen waren krank. Luxussituation- 4 Erzieher, 2 Kinder und ich. 😛 Das andere Mädchen, das eigentlich schon in den Kindergarten gehört, aber der Wechsel SEHR sanft stattfindet und sie selber lieber noch im „Nest“ (so heißt die Gruppe) bleiben will, kümmerte sich dann auch sehr lieb und Erna. Ich bekam einen Kaffee und einen richtigen (!) Stuhl angeboten und war ebenfalls glücklich. Erna fand die Bälle, räumte ihre Kiste ein und aus, ließ sich Bücher vorlesen, krabbelte tausend Mal durch den Krabbeltunnel ins Zelt und zurück.
Leider wurden wir um 11 wieder rausgeschmissen. Zwischendrin war ich auch mal telefonieren und auf Toilette. Das machte der Erna gar nichts aus.
Total glücklich und frohen Mutes gingen wir mit der Erkenntnis raus, es macht nicht die Menge an Spielzeug und der Zustand der Räume, sondern einfach die Lust und die Herzlichkeit der Erzieher eine Kita aus. Auch wenn ich da vorher anders dachte.
Den Nachmittag übernahm dann der Namenslose und ich fuhr ein paar Stunden arbeiten. Aber machen wir uns nix vor, in den 2 Wochen sammelte ich Millionen Minusstunden 😛
Am Dienstag dann wieder um 9 waren wir am Start- Erna freute sich bereits beim Frühstück drauf mit ihrer Erzieherin Ball zu spielen, nach diesem ersten Schock, weil absolut ungewohnt und gar nicht mein Kind, war ich sehr gespannt auf den 2. Tag. Diesmal durfte ich für eine dreiviertelstunde gehen, da wir nur 2 Fahrtminuten von der Kita weg wohnen, konnte ich sogar heim und ein bisschen home officen. Mehr als pünktlich war ich dann wieder in der Kita und saß im Essenraum rum, sie wollten noch sehen wie lange Erna noch mag. Geweint hatte sie in der Zeit kein bisschen! Auch das mehr als neu.
Da es so super lief, wurde ich wieder weggeschickt und ich sollte zum Mittagessen wiederkommen und dann sollten wir gehen. Ich war sehr gespannt auf das Essen, da es ja mein größter Negativpunkt gegen diese Kita ist.
Aber auch hier wurde ich positiv überrascht. Denn die Kita hat sehr wohl eine richtige Küche (die mir vorher irgendwie nie aufgefallen ist) und auch wenn das Essen mehr oder weniger angeliefert wird, der Salat wird frisch zubereitet und es gab Pizza zum selber belegen. Es sah viel viel besser aus als erwartet, schmeckte auch besser, und mit Pizza kann man mein Kind immer glücklich machen. Wir durften danach noch zum Singkreis, der immer vorm Schlafengehen gemacht wird und Erna war sehr sehr traurig das wir dann gehen mussten.
In der Zeit als Erna daheim dann Mittagschlaf machte, habe ich wieder 1-2 Stunden was gearbeitet. Das wars.
Am Mittwoch war sie bereits, wieder vorfreudig, den kompletten Vormittag in der Kita und ich sollte nach dem Mittagessen kommen um sie mit schlafen zu legen. Was ich merkwürdig fand und mir sicher war, wenn ich sie jetzt einmal schlafen bringen muss, dann wird das mit dem Schlaf dort nie was. Wir suchten uns also ein urgemütliches Bettchen aus, keine so billigen doofen ungemütlichen Matrazen, sie legte sich hin, ich mich daneben. Es kam wie es musste, natürlich wollte sie meine Haare haben und natürlich musste ich ihr ne ganze Weile „blau blau“ vorsingen. Was mir ein bisschen peinlich war, deswegen flüsterte ich es mehr in ihr Ohr. Dann schlief sie. Und ich sah ein bisschen schwarz für die Zukunft. Fürs erste jedoch durfte ich dann wieder gehen, Minusstunden aufarbeiten. Man würde sich melden, wenn das Dornröschen erwacht.
Erst kurz nach 14 Uhr bekam ich den Anruf. Ich soll doch bitte ganz schnell kommen. Diesmal brauchte ich bestimmt nur 30 Sekunden für die Fahrt. Als ich dort ankam, war schon alles wieder gut. Sie habe beim aufwachen nur so sehr nach ihrer Mama geschrien. Als ich denen erklärte, das sie das IMMER tut, egal ob mittags oder nachts oder morgens, auch bei uns, wussten die das dann auch.
Trotzdem nahm ich sie mit und für den Donnerstag verabredeten wir, dass man es mal den ganzen Tag probieren würde. Ich war zwecks Arbeit SEHR verzweifelt, weil einfach extrem viel zu tun war und noch mehr liegen blieb und ich ja noch lange nicht eingearbeitet bin.
Mit sehr gemischten Gefühlen fuhr ich Erna also am nächsten morgen hin. Sie freute sich, wieder mit der Erzieherin Ball zu spielen, ich freute mich das die Brotdosenbefüllung wirklich nur ein paar Minuten mehr morgens in Anspruch nimmt und dann ging es los. Ihre Erzieherin versprach mir Bilder, auch nach Bedarf, per Whatgehtab, und ich fuhr also los. Leider weinte sie dann doch beim abgeben. Und mit sehr gemischten Gefühlen ging ich raus… Mist. Doch bereits an der Eingangstüre die erste Nachricht mit Bild, hat schon aufgehört. Den Arbeitstag konnte man eigentlich trotzdem vergessen, ich war zu sehr mit den Gedanken woanders. Doch mit jeder Nachricht und jedem Bild entspannte ich mich mehr. Und als das schlafenlegen wider Erwarten problemlos klappte, war dann auch alles gut 😀
Kurz nach 14 Uhr holte ich ein extrem gut gelauntes Kind, kennen wir so auch nicht, aus der Kita ab. Kiloweise Steine fielen vom Herzen.
Der Freitag lief noch besser, denn da wurde nur wenige Sekunden beim abgeben geweint. Auch sonst alles prima, wie mir per Bildbeweis geschrieben wurde.
So durften wir dann auch in die 2. Woche ganz normal starten, zwar sollten wir sie Punkt 14 Uhr immer abholen, aber gut. Vor dem Montag hatte ich noch ein wenig bammel, da ja wieder 2 Tage dazwischen waren, aber auch das umsonst. Wieder nur eine Sekunde kurz geweint. Aber generell nur kurz beim abgeben, tagsüber hat sie noch gar nie dort geweint.
Schon am Dienstag gab es GAR KEIN Weinen mehr.
Und das ist so geblieben.
Damit war dann auch die Eingewöhnung beendet.
Das eine neue Kita auch neue Viren und damit ein neuer, schlimmer Husten bedeutete, lass ich mal jetzt weg.

Fazit nach heutigem Stand:
Ich habe ein SO dermaßen schlechtes Gewissen meinem Kind gegenüber!!! Wie konnte ich sie seit Juli fast täglich in diese Einrichtung geben? Dieses ganz schlimme Weinen, schon wenn ich sie morgens anziehen musste, die komplette Autofahrt, beim Anblick der Kita…. Und dann hat sie ja auch fast den ganzen Tag dort immer wieder sehr geweint, es gab in der kompletten Zeit dort genau 2 (!!) Tage an denen sie tagsüber (wohlgemerkt!, beim abgeben immer!) nicht geweint hat. Wenn man sie dann abgeholt hat, schon mit ganz roten Augen, war sie SO froh uns zu sehen und da wieder rauszukommen, das sie wieder geweint hat. Es tat mir so weh, es tat mir so leid. Und nicht nur einmal habe ich ebenfalls mit verweinten Augen in der Bahn zur Arbeit gesessen oder selbst im Büro weinend den Namenslosen angerufen, das er sie doch bittebitte noch vorm Mittag dort wieder abholt, weil es wieder besonders schlimm war.
Ich hätte doch ahnen können, nein WISSEN müssen das es ihr dann dort wirklich nicht gut ergeht!!! Wie konnte ich so blind/blöd/schlecht sein?
Klar, selbst wenn ich es eher gecheckt hätte, finde mal schnell einen neuen Platz, daran wäre es eh gescheitert- aber trotzdem! Ich hab immer wieder gedacht, es wird eben irgendwann besser, und es liegt an IHR…. auch wenn ich ein schlechtes Gefühl hatte, mir einige Dinge von Anfang an spanisch dort vorgekommen sind, wieso nimmt man einjährigen die Kuscheltiere und die Nuckel ab??? Obwohl doch JEDER mit gesundem Menschenverstand weiß, das es eben der Elternersatz und Tröster in den Moment ist??
Bei Erna hat es nur bezweckt, das sie dann ab Abholzeit weder ihr Kuscheltier noch ihren Nuckel losgelassen hat, und mich auch nicht. Ich habe richtig gemerkt, wie sie auch ein wenig geistig verkümmert ist, und nach Büchern „bettelte“… Denn dort wird mit den Kindern ja kein Buch angeschaut….. Bis auf 1, höchstens 2 Erzieherinnen dort, war keine Ernas 1.Wahl und sie ging nie freiwillig zu einen von denen. Wie sollte sie sich auch an sie gewöhnen, kamen und gingen diese doch ständig und fast jeden Tag war ein andere Schichtdienst…

Und jetzt? Jetzt FREUT sich mein Kind jeden Morgen in die Kita zu fahren, NICHT EIN EINZIGES MAL weint sie, sie sitzt ganz lieb bis ich sie dort ausgezogen hab, zeigt mir wo ihre Jacke hinkommt und hängt mit mir zusammen ihren Rucksack an den Haken. Es sind jeden Morgen, eigentlich jeden Tag prinzipiell, die GLEICHEN Erzieher da. ALLE Erzieher dort sind mega super absolut unglaublich lieb und nett und es gibt keinen wo ich auch nur ein wenig ein schlechtes Gefühl hätte, ich mag sie alle dort sehr. Es gibt dort einen männlichen (Vaterfigur) Erzieher der für den Quatsch zuständig ist ;D und eine ziemlich Alte (Omafigur), die Erna sofort in ihr Herz geschlossen hat, was mich besonders freut, da Erna ja hier nicht wirklich eine Oma hat. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Überhaupt hast du bei allen das Gefühl, Erna ist ihr Liebling, allerdings merkt man schnell, das es bei jeden Kind so ist. Das ist toll!!! Die Erzieher kümmern sich, und dies auch GERNE und mit Leidenschaft, um die Kinder und Erna sitzt für ihr Leben gerne im Essenraum und knabbert aus ihrer Brotbüchse oder anderes Obst, das es von der Kita aus gibt. Sie kann essen, wann und was sie möchte. Sie darf Kuscheltier und Nuckel behalten, was dazu führt, dass sie es dort wie hier eigentlich beides kaum mehr braucht und will. Erna schläft unheimlich gut und lange dort, sie hat dort sowas wie „Freunde“ gefunden und erzählt vor allem ganz oft und viel von den Namen dort, sowohl Erziehernamen als auch Kindernamen. Das hat sie in der anderen Kita NIE getan. Wenn ich Erna dann abhole, kommt mir ein absolut gut gelauntes, sehr glückliches Kind entgegen, das sich fröhlich von allen verabschiedet.
Und gestern ist es doch tatsächlich passiert, das sie nicht wirklich zum weggehen zu bewegen war, sie wollte lieber noch ein bisschen hier und da rumlaufen, vom frisch aufgeschnittenen Gemüse und Obst naschen und einfach genießen. ❤
Jeden Tag sage ich dem Namenslosen, und auch sonst allen die es hören wollen, das es die beste Entscheidung ever war. Das Erna noch nie so gut gelaunt und glücklich war. Das ich eben deswegen ein schlechtes Gewissen, wie oben geschrieben, hab. Das ich so froh bin, das wir es gewagt haben, das wir einen Platz bekommen haben.
Ich freue mich auf Frühjahr und Sommer, wenn die Kinder den tollen Garten mehr nutzen können und weiß jetzt schon, das ich Erna dann später abholen werde. (hier ist ja dann bald Baustelle nebenan).
Ich kann leichten Herzens zur Arbeit fahren und mich dort auch darauf konzentrieren. Ich kann den Nachmitag mit Erna wieder sehr und mehr genießen.
Eigentlich kann ich gar nicht genug von der Kita schwärmen, bzw. eben von den tollen Leuten dort, die das alles täglich aufrecht erhalten.

Ich hoffe das es jetzt weiter so positiv bleibt und wir das Thema Kita damit erstmal abgeschlossen haben!

Okay, es gibt doch was negatives… die Ankündigungszettel könnten einen ticken eher im Fach liegen 😛 :P:P

 

Paradox

Irgendwie gelingt es mir einfach nicht, den Zustand vollkommener Zufriedenheit zu erreichen. Was ich damit meine?
Wenn das Kind mal wieder (wann war sie eigentlich je gesund? 😦  ) krank ist oder anderweitig wahnsinnig fordernd, die arbeit stresst oder sonstwas ist, dann wünsche ich mir nichts sehnlicher als endlich endlich mal Feierabend, Zeit für mich, zu haben. Einfach mal NICHTS tun, auf der Couch sitzen und sich berieseln lassen oder ein Buch lesen. Meistens sind es dann die Tage, an denen das Kind auch nicht einschlafen will oder höchstens 20 Minuten schläft und dann unbedingt wieder die Mama neben sich braucht. Ich bin dann endlos erschöpft und schlafe dann letztendlich total nicht-erholt und in seltsam verdrehter Position neben dem Kind ein.
Wenn dann aber mal alles „läuft“, wie aktuell, und der Haushalt gemacht ist, das Kind umsorgt ist bzw. eben mal schläft, ich bereits (Arbeits-) Feierabend habe und auch das Wetter nicht rauslockt und ich dann auf der Couch sitze um mich berieseln zu lassen, dann….. ist mir LANGWEILIG!??? Ich kann es gar nicht glauben, aber nach intensivem Nachdenken ist es genau dieses Gefühl. Ich warte eigentlich nur darauf, das Erna endlich wieder aufwacht, um dann- siehe Teufelskreis- sicher wieder irgendwann erschöpft zu sein. Wo ist also das Problem? Was mache ich falsch? Sicherlich, das Fernsehprogramm nachmittags ab 14 Uhr ist absoluter Mist, Bücher habe ich auch gerade keine da (sind aber bestellt) und Internet ist auch schon durchgelesen. Allerdings beschleicht mich dieses Gefühl selbst wenn ich eine Folge meiner Lieblingsserie gucken möchte. Was genau habe ich also früher dann immer gemacht? Okay, damals war ich um diese Zeit noch lange lange arbeiten und erst um 17 Uhr daheim, das war auch wieder was anderes…

Noch mehr?
Ich habe so furchtbare Angst zu sterben, dass es regelmäßig (wenn ich drüber nachdenke, was ich tunlichst vermeide) zu Panikattacken kommt, wenn ich die Gedanken kreisen lasse. Auch weil da noch so viel ist, was ich sehen und erleben und machen will und ich noch so jung bin und das Leben einfach leben und genießen und nutzen möchte.
Gleichzeitig sehne ich mir meine 40er herbei (ja lacht nur), weil ich weiß das Ernakind dann mehr als groß genug ist und ich dann wieder ICH-Zeit habe und weite Reisen planen kann. Ist doch total dämlich! Warum genieße ich jetzt nicht die nächsten 15 Jahre MIT Kind und erlebe trotzdem (!) tolle Sachen? Warum will ich so schnell so viel Zeit vergehen lassen- wenn ich doch gleichzeitig Angst vorm älter werden habe?

Man merkt mir meine Langeweile richtig an, ne!? 😛

Und warum mache ich Schwangerschaftstests (wie heute) obwohl ich tausend Prozent weiß das da nichts ist? Bin ich so verzweifelt? Offensichtlich schon…. Auch viele Mamablogs zu lesen, in denen viele mit dem 2. gerade schwanger sind bzw. mit dem 3. oder frische 2.Babys haben, macht die Sache nicht leichter. Ich denke bis Mai werde ich doch nicht warten können/wollen. Einmal noch. Nur dieses eine Mal.

Was ist das nur? Verflucht?

Vor fast genau einem Jahr ist dem Namenslosen etwas total bescheuertes passiert. Wir warem im Kauftraum (wo wir seitdem irgendwie auch nie wieder waren) und haben Pfandflaschen von der großen Geburtstagsparty zurückgebracht. Während ich bereits durch den Laden stiefelte um „mal zu gucken“- weil kaufen darf ich da ja nichts- ahnte ich bereits schlimmes, als der Namenslose nach 20 Minuten noch nicht da war und stattdessen wild fuchtelnd hinter der Glaswand stand. Ich übernahm das Ernakind (ach damals, da war sie noch so FEDERleicht 😛 , und der Namenslose wanderte von Info, zum Flaschenrückgabeautomaten, zur Info, zum Auto, zur Info, zum Automaten, zur Info und dann in den geheimen Raum hinter dem Automaten.
Nach etwa einer Stunde war klar- der ARSCHteure Ehering des Mannes, der damals bereits ein bissel locker saß, war weg. Einfach so auf dem Weg zwischen Auto und Automat vom Finger gerutscht und ward seitdem nie wieder gesehen.
Ich habe geheult ohne Ende. DAS war doch ein Zeichen, noch nichtmal 1 Jahr (oder gerade 1 Jahr, ich weiß es nimmer genau) verheiratet und dann ist der Ring weg. Das darf doch nicht sein. Das hat doch was zu bedeuten!? Und überhaupt, der Ring hat SO SO SO viel Geld gekostet und war sogar teurer als meiner, obwohl ich nen Diamanten drin habe, weil eben größer und mehr Gold verbraucht.
Der Namenslose war gar nicht so unglücklich. Doch war er schon, aber er sah auch die guten Seiten, endlich rutschte das Teil nicht mehr, und wir waren nicht so wahnsinnig glücklich mit den Ringen gewesen, die sahen am PC designt irgendwie besser aus. So kam es, das er ein paar Wochen ohne Ring frei in der Wildbahn rumlief, und wir aber beide damit immer unglücklicher wurden. Einen Samstag dann schnappte er sich uns und wir fuhren zu unserem Juwelier. Der ja unsere Daten noch hatte. Damit es (bei nächsten Mal, haha) nicht mehr so ärgerlich wird, hat er seinen Ehering zwar nochmal bestellt, allerdings mit viel viel viel schlechterem Goldanteil (sagt man das so?) und er ist ein wenig dünner und jetzt auch kleiner, damit er auf keinen Fall mehr abrutschen kann.
Der Ring war DEUTLICH billiger und wir haben uns ganz schön geärgert, denn das sieht man ihm nicht an.
Und wir vergaßen diesen Vorfall,hüllten den Mantel des Schweigens darüber und alles war gut.

Bis vorgestern….

Da schnappte sich Erna meinen Ring, sie schnappt sich immer meinen, weil der der einzig Schnappbare ist- ich setz den immer ab daheim, damit er nicht so viele Kratzer usw. von Haushaltsdingen bekommt bzw. meiner ist auch a weng zu groß.
Sie setzte sich den auf, passt nahezu perfekt auf ihren Daumen 😛 und gab ihn nimmer her. Da hier ja gerade der Bock wohnt, gibt es auch keine Chance ihn wiederzukriegen, bis sie etwas anderes entdeckt was sie lieber mag. Und es war ganz klassisch, sie saß auf dem Topf und es machte kling, und er fiel rein. ZUM GLÜCK war weiter noch nichts drin und ich nahm ich gleich an mich, (wusch ihn trotzdem gründlich) und packte den dann in meine Hosentasche, damit er nicht verloren geht. Ein Witz. Und vergaß ihn. Ich ging mit Erna 2 Stockwerke runter, wir machten Müsli, saßen am Tisch, puzzelten, alberten herum und dann war ich fix und fertig und rollte mich auf unseren Hochflorteppich während das Kind malte. Da dachte ich dann, oh, vielleicht sollte ich mal den Ring wieder hochbringen. Nicht das der noch verloren geht. Fass in die Tasche rein und…. nichts. Gar nichts. Nicht mal ein Loch in der Hose oder so. Ich wurde nur leicht panisch und durchsuchte den Teppich. Nichts. Ich ging unsere Wege (viele waren es ja nicht) nochmal genau ab. Nichts. Eigentlich hätte es ja auch „pling“ machen müssen, wäre er aus der Tasche gefallen.. also nochmal den Teppich genau durchsucht. Wieder nichts. Ich weinte ein bisschen. Erna war ganz außer sich und wollte mir unbedingt helfen, also suchten wir NOCHMAL zusammen alles ab und fanden viele tolle Dinge , aber keinen Ring. Ich rief den Namenslosen an und weinte nochmal mehr. Der meinte nur lapidar „Wenn der im Haus ist, ist der nicht weg“. Haha. Find hier mal einen winzigen Ring!!? Ich jammerte auf Twitter und bekam noch tolle Suchtipps und grub die ganze Couch um, was DA in den Ritzen war, wollt ihr nicht wissen, nur ein Ring war es nicht. Ich gab auf, und fand mich bereits still damit ab, erst vielleicht zum 10.6.2017 wieder einen Ehering zu bekommen. Und ich fühlte mich nackt, ich kann doch nicht ohne Ring vor die Türe gehen, ALLE Kollegen würden bestimmt tuscheln und sich sonst was denken. Und überhaupt, er ist sowas wie meine 2. Haut für draußen, hier daheim kann ich den nicht gebrauchen, da stört er, aber sobald ich die Haustüre verlasse MUSS der da sein, sonst fehlt was.
Der Namenslose kam dann Abends heim, wollte eigentlich nur ausspannen. Ich fragte, warum er jetzt nicht sofort auf die Suche ging, also legte er halbherzig los. Begann mit dem Teppich und klopfte den Millimeter für Millimeter ab, wie ich es bereits 3 Mal (!!) vorher getan hatte. Ich seufzte und wollte gerade was gemeines sagen, auf einmal zog er was aus dem Teppich heraus und ich dachte keine Sekunde daran, aber er war es wirklich. MEIN RING. Ich fiel dem Namenslosen um den Hals und war wirklich wirklich überglücklich. Das steigerte seine Laune dann auch und er machte mir nochmal einen Antrag, während er mir den Ring aufzog. Das war auch so ein bisschen Gänsehaus. Also nicht der Antrag, der kommt lachend nicht so gut, aber dieses Ring aufsetzen….
Wir sprachen dann nochmal kurz über den 10.6.2017 und ES IST WIRKLICH DER TAG ALLER TAGE. Der Namenslose ist dabei. So wirklich und ernsthaft. JAAAAAAAA. Wir werden heiraten. Ich werde ein weißes Kleid tragen und in meinen Geburtstag reintanzen. Mein Papa wird mich zum Altar führen und meine Großeltern werden hoffentlich auch dabei sein können.
Also alles gut?
Vielleicht, aber vielleicht ist diese Ringsache doch ein schlechtes Omen?

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Kinderwunschgedöhns

Also ich kann nicht mehr. Es erinnert mich viel zu sehr an die aufreibende Zeit vor der Schwangerschaft mit der Erna. Und die Kraft dafür habe ich momentan einfach nicht.
Zwar bekam ich noch keine Bestätigung, allerdings hab ich es sehr sicher im Gefühl das es nicht geklappt hat. Dafür spricht auch, dank App, das ich gerade seit Tagen so wahnsinnige Bauchziehschmerzen habe, wie bereits letzten Monat. Die dort schon von mir falsch interpretiert worden sind.     Und auch wenn ich es nicht machen wollte, natüüürlich habe ich heute getestet, einmal Ovu und einmal normal. So ein reines weiß hab ich selten erlebt… Und ja, es tut weh. Mehr als ich gedacht hätte. Sehr sehr sehr sogar. 😦
Und ich fühlte mich ja letztens bereits wahnsinnig schwanger. Was ja offensichtlich Einbildung war. Jetzt fühle ich einfach nur ein großes, leeres Nichts.
Ich bin unendlich traurig und gerade so Momente wie gestern Abend, wenn die Erna mein T-Shirt hochzieht und ihren Kopf auf meinen Bauch legt, versetze mir einen richtigen Stich. Wenn ich mir vorstelle, wie sie dann als große Schwester so Kontakt mit dem Baby im Bauch aufnimmt, oder aktiv an der Dehnungsstreifenvorsorge teilnimmt….. Hätte hätte Fahrradkette.
Ich weiß auch gar nicht warum ich so sicher davon ausgegangen bin, es würde bald wieder klappen. Klar, weil es im Mai gleich geklappt hatte. Aber das Ergebnis kennen wir ja alle….
Und wenn wir mal ehrlich sind, ich bin ja eigentlich unfruchtbar. Ich habe es nur verdrängt. Aber medizinisch gesehen hat sich das ja dann auch im Juli bestätigt.
Vielleicht soll es also gar nicht sein, vielleicht ist Erna einfach dafür bestimmt ein durch und durch sehr geliebtes und verwöhntes, alles kriegendes Wunder-Einzelkind zu sein.

Ich habe also bereits jetzt (vorerst mal) mit diesem ÜZ abgeschlossen und lasse die Sache pausieren, bis mindestens erstmal Mai.  Stand jetzt: ich kann doch nicht so einfach aufgeben!!!?

Dafür gönne ich mir dann (wirklich? will ich das wirklich?) etwas anderes, nämlich ein neues Fitnessprogramm, damit ich wieder mit meinem Körper zufrieden werde. Diese 30 day Shred Geschichte hat nämlich damals nicht so geklappt, weil es doch arg Knielastig war. Diesmal probiere ich dann wohl die 69 days aus. Man muss eben einfach nur nach vorne schauen. Nicht wahr!? :/

Bock

Seit ein paar Tagen dürfen wir den Bock hier bei uns willkommen heißen. Es ist ihm herzlich egal, das er gar keine Einladung bekommen hat und wir ihn nicht mögen und auch nicht hier behalten wollen. Er kam einfach so, von einer Minute auf die anderen, mitten am Nachmittag.
Jetzt dürfen wir uns ständig und regelmäßig folgendes anhören „RUHE“ „NEIN, lass es!“ „will ganich“ „mag ganich“ „nein anfassen“. Dabei wird sich dann theatralisch umgedreht, in die Ecke gesetzt, die Arme überkreuzt und ein dicker Schmollmund gezogen. Sollten wir uns nicht an dies Ansagen der Chefin halten, dann folgt Stufe 2. Infanalisches Gekreische. Nonstop. Dabei wird um sich gehauen. Besonders schlimm erwischt es gerade den Papa. Wenn Erna eine dieser Phasen hat und dann mal gerade nur mit Mama kuscheln will und der Papa wagt es auch nur in Armlänge neben uns zu stehen, dann wird er sofort mit einem „nein nein will nich lass das“ weggeboxt. Auch gern mit einem „papa geh“ versehen. Auch mich erwischt es manchmal, seit neuestem will sie bei „aua“ nur vom Papa getröstet werden, da kann die Mama auf dem Kopf stehen und mit den Zehen wackeln, keine Chance. Das ist für mich auch sehr schlimm, denn gerade wenn es ihr nicht gut geht, will ich besonders bei ihr sein.
Ich gebe zu, es fällt uns nicht gerade leicht, pädagogisch wertvoll mit dieser neuen Phase des Kindes umzugehen. Gerade wenn es Abends 22 Uhr ist und das Kind bereits 4 Bettgehversuche torpediert hat, sie dann engelsgleich anfängt hochkonzentriert zu malen oder sonstwie zu spielen, und wir dann endgültig alle Geduld verlieren, weil sie verdammtnochmalendlichverflixt ins Bett muss und SCHLAFEN soll, weil sie um 7 wieder raus muss und dann total übermüdet ist. Während wir dann also einmal nett sagen, „Maus, jetzt ist Schluss mit malen, Mama und Papa gehen auch schlafen“, es noch 2 bis 3 Mal wiederholen und absolut ignoriert werden obwohl sie uns ganz sicher gehört hat. Wenn wir dann zu „ERNA, komm jetzt!“ übergehen und ein bockiges „RUHE! Will ganicht! Lass es!“ Geschrei entgegen kommt, dann kann ich mich nur mit Mühe zu einem „Mäuslein, es ist wirklich sehr sehr spät und wir müssen jetzt echt schlafen gehen, du darfst jetzt noch einmal einen Ball malen, dann räumen wir zusammen den Stift weg und können morgen weitermalen“ bewegen- während der Papa eigentlich nur das Kind schnappen und hochtragen würde. Aber das finde ich dann doch auch (noch) nicht ok. Denn sie versteht so viel, und wenn man sie mitten beim malen rausreißen würde, ohne das sie jetzt weiß warum und was da passiert- das ist auch nichts. Aber wir sind ja auch erst in der Kennenlernphase. Wir wissen noch nicht genau wie wir mit dem Bock am besten umgehen müssen.
Ich hoffe sehr, er geht bald wieder, oder bringt uns wenigstens als Gastgeschenk ein bisschen Schlaf mit. Dieser Bock.

19 Monate Schnutenkönigin

Erna hüpft und hüpft und hüpft. Also bildlich gesprochen. Sie macht Sprünge ohne Ende. Jeden Tag kommt etwas neues dazu.
Aktuell benennt sie die Eigenschaften von Dingen. Also der Kuschelteddy ist „wooisch“ , das „wassa“ ist „nassss“ und entweder „hei´“ oder „kaat“ . Draußen ist es jetzt generell „so kaat brrr“ und auch schon sehr oft „dunke“, manchmal aber auch „ell“. „de ball“ ist „run“, die „bum“ „riich“ oder „dufte“ (die Blume riecht bzw. duftet). Dinge sind „schwe“ und Erna „milla“ ist „soooo stak“. Und sie hat die „Mama lib“ gleich danach kommt „papa lib“ und überhaupt von Oma bis Opa bis Hinz und Kunz, sie hat alle „lib“. Allerdings- wenn man fragt „Hast du die Mama lieb“- dann kommt ein ganz schelmisches Grinsen, die Augen blitzen vor Schalk und ein sehr lautes NEEEIN kommt einem dann entgegen. Nur damit man das Kind dann auskitzeln „muss“ 😛
Gerne macht sie auch ganz „laute grach“ (lauter Krach) oder „sik“ (Musik). Dann „tanze“ sie ohne Pause und will dann später was „tinke“ weil sie nämlich „so dust“ hat. Ganz selten ist sie „sooooo müte“ und will „och slafen“.
Generell sind alle Dinge die sie findet „da isser“ 😛
Ganz neu ist jetzt „Papa kannnich, Mama kann (jez)“ gerne auch andersherum. Das ist ziemlich süß. Immer will sie überall hin „mitkomme“ oder sie schnappt die Hand und man soll „mitkomme“ oder was „mit milla samme“ (mir ihr zusammen) machen bzw. „helfe“.
Sie kann vollständig „oh baum“ inzwischen auch manchmal „oh tanne… baum“ alleine singen, ebenso wie „hörst du die Regenwürmer husten“, „meine Augen sind verschwunden“ (mit sämtlichen Variationen wie Jacke, Hose, Trinken usw.) , „blau blau blau sind alle meine Kleider“ und andere selbstausgedachte (von uns) Phantasielieder. Davon mag sie am liebsten das „gulaasch“ Lied- war ja klar 😛
Ihr Gedächnis ist grandios. Am Sonntag habe ich meine Brille vermisst, die ich aber dringend zwingend zu Autofahren brauche. Der Papa und Erna haben beim Frühstückholen damit gespielt. Der Papa wusste dann nicht mehr wo sie ist, als ich diese dann ein paar Stunden später dringend brauchte. Ich fragte also sehr hoffnungslos meine Tochter, die meine Hand schnappte und mir die Brille zeigte (unter der Küchenschublade). Auch bei Spielen oder Büchern die wir bisher erst ein oder zweimal gespielt bzw. angeschaut haben, weiß sie auch nach einigen Wochen noch ganz genau wo was ist und wie man das macht. Der Wahnsinn!, und es bringt mich jedes Mal wieder aufs neue zum staunen.
Sie kann jetzt „renne“- also fast. Immerhin schon sehr sehr schnell laufen und das erhöht gerade die Sturzanzahl ungemein. Eigentlich war ihre Stirn die letzten Wochen kein einziges Mal NICHT lädiert.
Seit neuestem trinkt sie neben stillem Wasser auch mal „oh saft“ (Orangensaft) aber nur „leine“ frisch gepresst oder auch gerne mal Milch „kaffee“.
Fast alle Gemüsearten sind inzwischen aussortiert und eigentlich bleiben nur noch Erbsen und ganz ganz selten Spinat wenn man ihn ihr vorher „reinzwingt“ und sie dann merkt, aha, den ess ich ja doch für mein Leben gerne.
Überhaupt will das Kind eigentlich nur noch „nudel“ essen. Kartoffeln werden mal heiß geliebt und sie stopft sich schier unglaubliche Mengen rein, oder eben total verweigert. Das System hab ich noch nicht so ganz verinnerlicht.
Über Weihnachten waren wir ja bei meinen Eltern und die essen ziemlich oft (eigentlich zu jeder Mahlzeit) Fleisch. Da kannte das Kind dann auch kein Halten mehr. Sie schaufelte Fleisch ohne Ende. Aber das ganze hat Taktik- denn es wird meistens nur eben dieses eine gegessen. Also entweder isst sie nur die Kartoffeln und der Rest wird verweigert, oder sie isst nur Erbsen und alles andere landet im Müll, oder eben nur Fleisch. Gnah. Wobei sie mein Fleisch (Frechheit) irgendwie nicht so gerne mag, dabei schmeckt das doch vieeel besser als von der Oma. Eigentlich 😀

Der Opa wird weiterhin heiß und innig geliebt, ebenso wie Tante „pipi“. Aber auch mit meinen Großeltern ist sie diesmal sehr schnell warm geworden und fand gefallen an ihnen. Dieses schnelle Auftauen passiert in letzter Zeit immer öfter, zwar redet sie am Anfang quasi gar nicht mit den Leuten, aber höchstens 3 Minuten später ist alles gut und sie quasselt munter, räumt den Besuchern all ihre Spielsachen hin (da ist mir aufgefallen das eben besonders das neuere gerne gezeigt wird, so nach dem Motto, guck mal was ich neu habe) und bindet sie ein. Am allerliebsten ist ihr dabei, das alle im Kreis sitzen und sich gegenseitig den Ball zukullern oder werfen.

Schnee wurde auch neu entdeckt. Erst war sie ziemlich skeptisch und hat sie partout geweigert da reinzulaufen, geschweige denn es ANZUFASSEN. Nachdem sie aber unsere Racletteschaufeln gefunden hat, wurden die mitgeschleppt und dann hat Madame festgestellt wie toll man damit „backe backe Kuche“ im Schnee spielen kann. Deswegen war das Geheule sehr sehr groß, als am Samstag dann endgültig nichts mehr vom Schnee übrig war… Eine kleine Schlittenrunde sind wir auch im Garten gefahren. Das fand sie ganz klasse und war eigentlich nur am lachen 😀

Immernoch ist sie die weltallerbeste Puppenmami und das Spiel weitet sich immer mehr aus. Das „oh bebi“ wird schlafen gelegt, dann ist es „wach is“ und muss „aufsteeeee“ und hat dann „gut geschlafe“, dann wird sie zur Küche getragen und erstmal der Toast in den Toaster gesteckt und aufgeploppt (ich liebe ihren Spieltoaster!), denn es gibt „mameladebroooot“. Dann wird Butter draufgeschmiert, Marmelade und die Puppe wird gefüttert. Danach kriegt sie eine Flasche. Dann ist sie ganz schön fertig vom Frühstücken und muss für 10 Sekunden wieder schlafen. Danach muss die Puppe „kaka mache“ und kriegt liebevoll eine Decke unter dem Popo, es wird sich Klopapier geklaut und der Po wird abgeputzt. Das wird dann sogar weggeschmissen.
Wenn es gut läuft wiederholt sich das immer und immer wieder. Wenn es schlecht läuft, bin dann ich dran. Die Puppe braucht ne Windel und Sachen, und nee diese Sachen, wieder an und wieder aus. Usw. Erst im Zuge der ganzen Puppenfütterei wird auch die Küche so langsam interessant. Vorher war die eher so Gegenstand zum Gegenfahren. Aber jetzt wird auch mal ne Paprika in den Topf geschmissen und dem „oh bebi“ gefüttert.

Dafür hat die Mal-Lustigkeit ziemlich nachgelassen, ich denke das liegt aber nur daran, dass es ein bisschen unbequem wird auf ihrem Stuhl. Leider muss sie da jetzt bis zum Kinderzimmer durch, bzw. gibt es erst beim nächsten Ikeabesuch eine Maltafel.

Ganz ganz süß ist ihr „ohmeminee“ oder ihr „du slama papa“ (Schlamperpapa) geschimpfe 😛 Das kann sie nämlich auch furchtbar gut, mit dem Papa schimpfen oder ihm Befehle erteilen. (woher sie das nur hat ?:P )

Hab ich eigentlich schon die Pflastersucht mal erwähnt? Ständig müssen alle Kuscheltiere und Puppen ein Pflaster kriegen, weil die so ein aua haben. Inklusive Erna, die am liebsten den ganzen Körper zugepflastert hätte. Dazu gehört eine neu hinzugekommende, ausgeprägte Tabletten- und Medizinsucht- die uns grad wieder mit der neverending Hustengeschichte zu Gute kommt. Weil die Mama jeden Morgen eine Tablette nimmt, muss sie auch eine haben. Im Moment haben wir sogar welche für sie. Aber nicht mehr lange. Dann müssen wohl Smarties ran. Oder so…

Bis auf „wauwau“ sind jetzt alle alle Tiere mit deren richtigen Tiernamen versehen. Das ist einerseits total süß, andererseits geht es mir zu schnell.

Der größte Sprung, seit 2 Wochen zählt das Kind bis 10. Und zwar richtig. Und sehr sehr süß. Und seitdem muss es das jedes Mal vor Besuch aufsagen. Weil der Papa so stolz ist und angeben will 😛
Auch Buchstaben bzw. Wörter interessieren sie gerade sehr. Sie fragt jedes Mal was das ist, was da steht. Noch denke ich mir was aus. Aber ab und an erkläre ich es ihr auch.
Nicht nur die Zahlen bis 10 kann sie, sie kann auch Dinge damit verbinden. Also „eiii Gurke“ „zwei Gurke“ usw. , also eben so richtig zählen mit Dingen und das stimmt dann auch. Wenn man 3 Bälle in der Hand hält und fragt, weiß sie das es „dei bälle“ sind.

Ganz perplex wurde ich, als auf meine Frage „und wer will jetzt alles frühstücken“ (wir waren alle 3 im Bad) das Kind aufschaute und „iiiiiiich“ rief. Hui!? Woher kann sie das und woher weiß sie das ich sie ist? Das kam ebenso plötzlich wie damals das „meins“ bzw. „millas“.

Und sie ist eine schlimme Petze. Ganz ganz schlimm. Egal wer gerade irgendwas wegnimmt oder wegträgt „papa hat gnomme“ „was hat der Papa genommen?“ „de hallo“ „das Telefon hat der weggenommen?“ „jaaaa“ „darf der das denn?“ „nee, Mamas hallo“. So oder so ähnlich. Wenn es sein Handy war, dann darf der das 😛

Und sehr sehr süß (aber auch keine Ahnung woher sie das hat), wenn sie eine Hose anhat oder generell ein Kleidungsstück sieht, weiß sie nicht nur wem es gehört, sondern sie sagt dann auch „hat mama kauft“ 😛
Und neulich bei Ikea, da waren so Kuscheltierenten, da lief sie immer mit rum und rief die ganze Zeit „de ente is so woich“ und streichelte drüber „schaumal mama, so woich“ dreht sich zum Papa und sagt „papa kauft des“ 😛 Nur durch einen dummen Fehler kam es leider nicht zum Kauf 😛 Aber in diesem Moment hätte ich ihr alles gekauft, bzw. der Papa 😀

Das einzig unperfekte an unserem ansonsten so perfektem Kind- das Schlafthema. Langsam hab ich ja gar keine Lust mehr drüber zu schreiben, aber es ist eben nicht nur zuckerwattig bei Erna. Denn Schlaf ist diesen Monat wieder das große Höllenthema. Geht nix. „kann nich“ . Meistens war sie dann erst gegen Mitternacht oder halb 1 endlich mal am schlafen. Trotz akuter Müdigkeit und Schlafmangel. Ständig wird sie wieder wach. Einschlafen ist ein großes Drama. Sowas halt. Und das geht dann immer so 3 Tage lang, das große Theater, und am 4. Tag ist sie selber so platt, dass sie dann eine Nacht komplett durchschläft. Dann wieder von vorne. Ich hab die letzten Wochen also kein Feierabend gehabt und auch das strengt ziemlich an. Zum Glück waren jetzt 2 Wochen Urlaub und wir konnten dem Drama gelassen entgegen sehen. Aber wie es zukünftig wird, weiß ich auch nicht.

Trotz dessen ist sie das tollste Kleinkind der Welt und wir genießen jeden Tag mit ihr sehr. Nie wussten wir mehr was Liebe wirklich bedeutet und nahezu täglich schauen wir ihr beim schlafen zu uns finden jedes Detail an ihr zuckersüß. So soll es sein, so kann es bleiben! <3<3<3