Enttäuschender Jahresabschluss

Ich habe vor ein paar Tagen ja bereits bei Twitter geschrieben, es handele sich um den „beschissensten Scheißtag“ aller Zeiten…
Hier nun die etwas längere Erklärung.

Dieser Monat war unser erster Übungsmonat nach der Fehlgeburt. Natürlich habe ich mich entsprechend darauf vorbereitet (Ovutests sind mein Spezialgebiet und bald schreibe ich darüber eine Doktorarbeit), auch mit Apps (ja, mehrere) habe ich gearbeitet. Natürlich, war mir ebenfalls bewusst, dass es nicht sofort klappen kann/muss.
Trotzdem. Da ist dann ja immer dieses Trotzdem. Weil es im Mai ja auch gleich beim 1. Versuch geklappt hat. Weil, weil weil weil. Tja. Nichts mit weil. Und obwohl ich dank der Test ganz genau meine fruchtbaren Tage berechnen konnte, die übrigens eine Woche eher als von der App berechnet, waren und obwohl es ja eigentlich nicht sein kann- ich fühlte mich schwanger. Sehr. Schon letzte Woche. Ich habe Tagelang Mutterbandschmerzen gefühlt und begrüßt, meine B*rüste spannten und fühlten sich anders an, irgendwas passierte da doch. Ich war mir SO sicher das es geklappt hat. Auch meine Orakelei bestätigte (vorerst) mein Gefühl, nachdem es nach der fruchtbaren Phase alles weißer als weiß war, kamen nun wieder deutlich 2 sichtbare Striche. Ja ja, ich habs auch gelesen, kann auch vor der Periode normal sein. Deswegen nennt man es ja auch Orakeln.
Ich schlich dann also Anfang dieser Woche durch die Drogerie. Da gab es dann so tolle neue Entdeckungen wie den Superfrühschwangerschaftstest schon ab 8 Tage nach der erfolgten Befruchtung. Der wanderte ich meinen Einkaufskorb, ebenso wie der normale Frühtest ab 10 Tage. Laut Berechnung müssten beide Tests bereits etwas anzeigen. Am Dienstag wurde erstmal der Superfrühtest ausprobiert. Nichts. Nada. Sehr verzweifelt stand ich nachher auf dem Klodeckel um das Ding direkt unter der Lampe halten zu können, war da nicht doch sowas wie ein Hauch? Nein?
Die Enttäuschung war riesig, aber die Hoffnung noch nicht gebrochen. Am nächsten Morgen gleich, Ovutest, Suoerfrühtest und Frühtest. Alle 3. Weißer als weiß can be. Ich fing total an zu weinen. Ich weiß ja das alles was der Körper so macht, alles und nichts heißen kann. Aber ich hab mich NOCH NIE so dermaßen sicher schwanger gefühlt, ich meine, ich KENNE ja nun mittlerweile ganz genau die Schmerzen die Mutterbanddehnungen bei mir verursachen, habs ja bereits 2 Mal gehabt. Wie kann ich mich also so irren?
Und auch nachdem ich heute, den allerletzten verzweifelten Testversuch startete, natürlich negativ… , kann ich es einfach immer noch nicht wirklich glauben. Denn ich FÜHLE mich schwanger. Ich WEIß einfach das es geklappt halt. Also warum sehen das dann diese doofen Tests anders??? Was ist nur los bei mir?
Das Problem ist auch, meine App berechnete mir die Periode auf den 27. – da aber auch meine fruchtbaren Tage ne Woche später berechnet wurden, müsste es also heute oder morgen bei mir losgehen. Aber vielleicht auch nicht, da seit der Ausschabung alles ganz durcheinnander ist und zwischen 30 Tagen und 37 Tagen alles normal ist. Aber Fakt ist- am Sonntag wären es dann 2 Wochen nach dem Eisprung. Also hätte es doch heute positiv sein MÜSSEN, wenn es so wäre.
Ach man.
Alles doof. Vor allem diese Fixierung. Jeder Pieks, jedes Grummeln wird genau analysiert.
Und der Wunsch ist auch einfach so riesig, das es doch klappen sollte.

Nur warum fühle ich mich so schwanger und habe seit einer Woche dieses Ziehen? Das hatte ich vorher doch auch nie.
Ach Ach Ach.
Doofes Jahr 2014. Geh einfach weiter.

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Vor und für Weihnachten: Unsere Erfahrung mit dem Fotokalender von Snapfish

Ich durfte sehr kurzfristig einen Snapfish Gutschein testen. Da in 3 Wochen bereits Weihnachten und somit die Geschenkeplanung akut vor der Tür steht, kam dieser Gutschein nämlich genau richtig. Wir haben letztes Jahr angefangen, den Großeltern jeweils einen Fotokalender mit Bildern von der Erna zum eigentlichen Geschenk dazu zu schenken. Das ist nämlich für alle Beteiligten eine echt prima Sache. Einen Kalender braucht man sowieso und für mich ist der ganz ehrlich viel schneller erstellt und bearbeitet, dadurch das ich alle Bilder auf dem PC habe, als wenn ich erst noch irgendwo was ausdrucken und Einrahmen lassen muss. Ich gebe es zu, ich bin da echt faul und steh sehr auf schnelle Geschenke bzw. erledige ich das gerne alles generell Online, sonst dreht man ja in der Vorweihnachtszeit in den Läden durch.
Also habe ich noch am Sonntag eine halbe Stunde Zeit geopftert und passende Bilder rausgesucht und mich auf http://www.snapfish.de/snapfishde/fotokalender

für einen Fotokalender Klassik entschieden, in der Größe A 4.
Das war jetzt der günstigste und einfachste, der Kalender XL mit den einzelnen Tagen, die man individuell ausgestalten kann, gefällt mir zwar um einiges besser und so in der Art war auch der aktuelle Kalender, aber die Zeit dafür hat mir echt gefehlt und ich finde auch schon den Klassik Kalender sehr schön. Vor allem hat kein einziges Großelternpaar letztes Jahr diese einzelnen Tage wirklich gebraucht, seien wir ehrlich, die wollen nur die Bilder 😛

Die Auswahl der Motive für den Klassik Kalender ist nicht so wahnsinnig groß, leider. Ich habe mich für „Leinen“ entschieden. Dann fing es schon an, ich hatte/habe keine Ahnung wie ich jetzt meinen Hintergrund für die Monate selbst auswählen konnte und das fand ich schon erstmal richtig doof, drückt man nämlich auf die 5 möglichen Farben, passiert- nichts.. Okay. Was ich dafür viel besser fand, ich konnte gleich alle Bilder aus meiner Datei direkt auf einmal hochladen (und das waren nicht wenige) und das ging echt super schnell. Da habe ich wie gesagt schon ganz andere Erfahrungen machen dürfen, so dass die Laune dazu dann auch immer sinkt 😀
Auch gut finde ich, dass man jeden Monat neu auswählen kann, ob man nur ein Foto oder 2 Fotos einstellt. Diese kann man dann dort auch nochmal bearbeiten. Auch die Größe der Fotos kann man jeden Monat neu auswählen. Ganz prima war der Hinweis, dass das Bild eine schlechte Qualität hat und ob ich das gerne ändern würde. Ich habe es dann trotzdem genommen und es kam (zum Glück) jetzt gar nicht sooo schlecht raus, man sieht aber den Unterschied zu den Übrigen 😀
Ich muss ehrlich gestehen, das Programm zum bearbeiten und erstellen ist gewöhnungsbedürftig. Es hat ne ganze Weile gedauert bis ich da durchgestiegen bin. Ich würde mir daher ein simpleres Programm mit mehr Auswahlmöglichkeiten (vielleicht ja auch mal 3 oder 4 Fotos) und definitiv mehr Hintergründen wünschen.

Gestern sind dann die Kalender angekommen. Und ich bin echt ziemlich begeistert, womit ich gar nicht so gerechnet hätte. Die Bilder sind sehr schön geworden, aber am allerbesten gefällt mir die Qualität des Papiers bzw. des Kalenders. Da hat man richtig was in der Hand und merkt das es was hochwertiges ist!! Jeder Monat hat eine eigene Hintergrundfarbe und ich finde die Kalender wirklich gelungen. Klar ärgere ich mich im Nachhinhein, nicht doch die XL- Version genommen zu haben, aber wie gesagt, ich bin wider Erwarten positiv überrascht worden. Auf Grund eben dieser super Qualität werde ich bestimmt nächstes Jahr wieder darauf zurückgreifen, dann aber eine andere Version und vielleicht sogar mit einem verbesserten Programm!? 😀
Ich gehe jedenfalls mal davon aus, dass die Großeltern sich auch freuen werden.
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Hier seht ihr übrigens die aktuellen Aktionen von Snapfish, falls ihr auch noch kurzfristige Geschenkideen braucht 😀
http://www.snapfish.de/snapfishde/gutscheine

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18 Monate Schnutenkönigin

Nun ist es also soweit. Mein kleines winziges Baby ist schon große anderthalb Jahre alt. Anderthalb! Ich weiß nicht warum, aber ich empfinde es als wahnsinnigen Sprung bzw. als echt „alt“ diese anderthalb. Das ist schon was.
Den Trotz jedenfalls (wo ich doch eigentlich noch ein halbes Jahr Schonfrist hätte!?) fängst du schon an auszuleben. Wenn du nicht kriegst was du willst, oder gerade etwas bestimmtes nicht willst, dann wirst du wahnsinnig fuchsig, schreist laut „NEIN NEIN NEIN“ und schlägst um dich, andere Leute oder Gegenstände. Oder du haust dich selber und ziehst an deinen Haaren 😦  Bisher (finde ich) haben wir das noch ganz gut im Griff, aber es wird deutlich mehr und anstrengender. Wenn du in einer solchen „Phase“ bist kommt man schwer an dich ran und sollte vor allem nicht genervt sein. Zum Glück bin ich die letzten Wochen echt sowas wie tiefenentspannt. Nützt ja doch nichts. Ich hoffe ich behalte mir das noch ein wenig.

Du hast, mal wieder, einen Sprung gemacht. Du kannst jetzt fast alles aussprechen und sagst auch Sätze- erst gestern rufst du den Papa an und sagst „de Papa Piza hole“ – inzwischen fast ständig und fließend. Ganz oft hören wir auch gerade (weil wegen ständiger Erkältung) „wate“ „tashe“ „nase puze tashe tuch“ während du unvermittelt stehen bleibst, in deiner Hosentasche kramst und dann selber ein Taschentuch rausholst um dir die Nase zu putzen.
Mein neues Hasswort ist im übrigen „leine“. Denn Schuhe anziehen willst du im Moment immer nur „leine“. Das ist gelinde gesagt etwas anstrengend und raubt uns beiden die Nerven. Denn Schuhe sind eben nicht besonders einfach zum anziehen. Dafür kannst du aber jetzt deine Oberteile wirklich vollständig selber an und ausziehen, sobald die Arme draußen sind. Was ich gerade ganz toll finde, du liebst deine „han stchu“ und hast auch verstanden das nur der Daumen in den einzelnen Finger darf. Das hilft ungemein beim anziehen, weil du schon so schön mitmachst.
Du „kuschel“  st  derzeit auch für dein Leben gerne und gibts alles und jeden einen „nase kussss“ .

Am allertollsten diesen Monat- du singst. So richtig. Entweder mit mir zusammen im Stil
„Oh Tannen“  – „Baum“ – usw. also du ergänzt dann immer die letzten Worte. Oder eben komplett. „backe backe kuche“ ist da dein Alltimefavorit und du kannst das auch richtig (!) gut. Ebenso wie „blau blau blau“. Gerne singst du jetzt auch das komplette „schlaf puppe schlaf“ Lied.
Oh Tannenbaum ist dein Lieblingsweihnachtslied und unser Weihnachtsbuch „Lena wartet auf Weihnachten“ wird jeden Tag von dir ausgiebigst studiert und auch den „billama“ (Schneemann) liebst du heiß und innig. Du wusstest das “ de papa“ eine „gocke“ hat die „klinging“ macht 😀
Gestern bist du spielend auf dem Teppich gesessen und hast die ganze Zeit vor dich hingesungen „aaauge“ „nase“ „lalalalala“ bis ich nach 5 Minuten dann endlich rausfand welches Lied du gerade singst 😛
Du weißt jetzt auch wo der Hals und der Rücken sind und kannst diese benennen. Damit wäre der komplette Körper nun fast vollständig, bis auf Ellenbogen. Denn auch die „nie“ kennst du schon lange.

Du sprichst die Namen der Tiere aus. Also ist die Ente nun nicht mehr die „gackgack“ sondern die „ente“ , ebenso wie „maus“ „elfant“ „gi affe“ „papagei“ „kaze“ „hund“ „ese“.

Du gehst sehr gerne raus, vor allem nach wie vor gerne schaukeln. Du ziehst gerne Jacken, Mütze, Socken und Schuhe an.

Du deckst den Tisch und hilfst beim „puze“ und „koche“ bzw. „esse mache“ .

Warum auch immer, Brokkoli wird von dir absolut verweigert, keinen Biss kriegen wir mehr in dich rein.

Du hilfst mir SO gerne beim backen und rührst liebevoll „backe backe“ singend den Teig um. Auch das Angelspiel von T*schibo bespielst du unheimlich gern und ohne dich wüsste ich gar nicht wer dran ist “ Mama dran“ „schnapp fisch“ „Milla dran“ „schnapp shu“ 😀

Du kannst alleine kleine Erhöhungen/Stufen runter und hoch laufen und überhaupt weißt du ganz genau was du willst und was du nicht willst und sagst uns das dann.

Am allerliebsten hast du dich diesen Monat gedreht. Ständig und immer. Im Kreis. Meistens dann noch mit einem theatralischen auf-den-Boden-fallen/werfen und einem „hoppala“ Da kannst du dich jedes Mal kaputt lachen.

Dein Bällebad, schon lange neu dazugekommen als *hust* Nikolausgeschenk 😀 , bespielst du auch immer noch jeden Tag und macht dich ebenfalls sehr glücklich. Genau wie deine Puppe, die du liebevoll bespielst. Auch deine Legofiguren gehen mit Geräuschen und Worten von dir ständig rutschen und schaukeln 😀 Es ist so schön zu sehen, wie du langsam anfängst in deiner Phantasie Dinge lebendig werden zu lassen.

Gestern kam dann ein *hust* Weihnachtsgeschenk. Nämlich ein kleiner Sitzsacksessel für dich. Das fandest du ganz klasse, weil du dich liebend gerne irgendwo hinkuschelst und „setze“ . Du hast dir dann ein „Buch“ (in Wirklichkeit war es der Lieferschein) geschnappt und dir selbst irgendwas vorgelesen *hachz*

Überhaupt merkt man inzwischen deutlich, dass du sehr froh bist, wenn du endlich daheim bist bzw. am Wochenende daheim bleiben kannst, und einfach mal alleine spielen darfst. Mit allem was du eben magst. In dieser Hinsicht bist du eben so gar kein gutes Kitakind, denn du bist einfach zu lieb und selbst wenn du dort mit etwas supergerne spielen magst, kommt ein anders Kind gibst du es freiwillig weg oder lässt es dir einfach protestlos wegschnappen. Guckst dann zwar sehr verstört und traurig, aber wehren tust du dich nicht…. Ich weiß noch nicht ob das gut ist, oder schlecht….

Gestern habe ich auch rausgefunden, dass deine Kita offensichtlich eine Kikaninchen-CD hat. Denn deine haben wir nach Ewigkeiten wieder gefunden und angemacht, und gleich beim ersten Lied „Hallo, Guter Morgen“ hast du an den richtigen Stellen die passenden Bewegungen und Geräusche mitgemacht. Das war absolut goldig und hat mich total überrascht den Moment 😀

Überhaupt. Musik ist auch eine absolute Liebe von dir. Gerne willst du ständig „sik“ anmachen und dabei ganz dolle tanzen, inzwischen mit fast professionellen Popowacklern und hoch und runter Bewegungen ❤

Du bist ein kleiner Quatschkopf. Wenn dir etwas einfällt, was du anstellen kannst- gerne deine Stühle durchs ganze Zimmer tragen und aufeinanderstellen, und irgendjemand schaut gerade nicht, dann legst du so lange deinen Kopf schief und grinst, bis alle gucken und wenn dann noch jemand lacht, dann wiederholt sich das ganze bis zur Unendlichkeit 😛 Du bringst andere gerne zum lachen.

Du weißt was Schmerzen sind. (woher auch immer) Als ich jetzt ein paar Mal zum Namenslosen sagte, ich habe Ohrenschmerzen, da hast du ganz traurig geschaut und „Mama aua“ „puste“ „eiei“ gesagt. Hach ja. Wenn du dich so um mich kümmerst, geht es mir gleich wieder besser 😀

Schlaf. Ach der Schlaf. Lassen wir das diesmal lieber ausfallen? Nur kurz und knackig, wenn du mal nicht krank bist (das waren diesen Monat ca. 3 Tage) dann könnte es unter Umständen sein, dass du so ziemlich durchschläfst. Den Rest der Nächte allerdings verbringst du gerne quer über mir oder generell quer im Bett, aber immer muss etwas von dir, mich berühren. Und wenn es deine Füße sind, die sich in meiner Halsbeuge einkuscheln. Sobald dieser Körperkontakt abbricht, wachst du umgehend auf und verlangst nach mir. Das ist SEHR anstrengend. Und wenn es nicht daran liegt, dann wachst du auf, weil du so schlimme Hustenanfälle kriegst….

Oh und noch was lustiges (mehr oder weniger). Durch deinen Husten musst du ganz viel p*upsen und auf Klo. Wenn du dann auf deinem Topf hockst (oh du LIEBST es dort zu sitzen und Bücher anzugucken) und eben p*upst dann lachst du ganz dolle und sagst „mamal“ . Nur ist das mit dem p*upsen nicht so einfach. Aber du hast das System erkannt, als ich sagte, dann musst du ganz dolle drücken, hast du gedrückt und es kamen ein paar weitere raus. Okay, es liest sich jetzt nicht wirklich lustig oder niedlich, aber auch das war ein kleiner Meilenstein. Du weißt jetzt wie man es mit Absicht macht und du findest es wahnsinnig lustig.
Trotzdem hat sich die Töpfchengeschichte ziemlich verändert diesen Monat. Ganz oft sagst du nun „kacka“ und ich frage ob wir auf den Topf oder die Toilette wollen. Manchmal sagst du „ja“, ganz oft in letzter Zeit aber „nei, winde“ und willst dann lieber die Windel anlassen. Und das ist ok. Ich zwinge dich nicht. Du darfst frei entscheiden. Immer. Grundsätzlich auch bei allen anderen Sachen, dadurch das du eben so ganz genau weißt was man sagt und ganz genau weißt was du willst, laufen unsere Gespräche dann meisten so ab

„wollen wir runter gehen?“ „nei“  „was sollen wir dann machen?“ dann wirfst du dich ins Bett, machst die Augen zu, grinst und sagst „slafe“. „Sollen wir schlafen?“ „neeeeei“ „Was dann?“ „kizzeln“  „Kitzeln?“ „jaaaa, kizzeln nase haare“
Und so weiter. Das ist ganz ganz furchtbar toll! <3<3<3
Übrigens gehst du freiwillig ins Bett und sagst das du jetzt „slafe“ willst. Heißt zwar wie gesagt nicht, das es dann auch lange hält (s.o.) aber immerhin.

Bei dir sind alle gerade „Mama“ und „papa“. Ich bin „milla Mama“ und der Namenslose ist „milla papa“. Alle anderen sind eben Mama und papa. Damit unterscheidst du jetzt also zwischen Mama´s, Papa´s , Meedchens und Jongs.

Endlich, nach 17 Monaten, hast du deine Kinderwagenliebe entdeckt. Die 700 Euro waren also doch nicht umsonst. Du fährst jetzt total gerne im „wage“ und lässt dich durch die Gegend schieben 😀 Genauso gerne allerdings schiebst du den Wagen „leine“.

Ich sollte jetzt aufhören, könnte zwar noch stundenlang schreiben, aber hab nicht mehr so viel Zeit dafür. Vielleicht trage ich noch was nach, wenn mir noch was ganz dolles einfällt.

 

Liebste Schnutenerna. Du wirst von Tag zu Tag schlauer, sturköpfiger, gewitzter, kuscheliger, größer, mutiger, witziger, schöner, fitter, eigenständiger. Ich bin so unendlich dankbar für dich und das ich dich begleiten darf. Das ich dir so wichtig bin, wie du auch mir wichtig bist. Das wir beide zusammengehören. Mein allergrößter Schatz. Das bist du. Mama hat dich ganz dolle lieb und kuschelt auch für ihr Leben gerne mit dir zusammen auf der „kausch“ „kusche kusche“ <3<3<3<3<3<3<3<3 Bleib wie du bist, zusammen schaffen wir alles!!!

 

Teil 3

Tja was soll ich sagen. Ich kann eigentlich gar nichts sagen und habe gar keine rechte Meinung. Also auch bei Tageslicht sieht die Kita von außen gut aus. Der Garten ist riesig und da gibt es wirklich viel Platz zum toben und ausleben und vor allem zum sandeln. Das wird Erna schon gefallen. Nur ist ja erstmal mit draußen nicht so viel 😦
Drinnen ist es ähm naja, ziemlich alt. Und man merkt eben das es ein städtischer Kindergarten ist, der einfach nicht so viel Geld hat.
Ich schreibe mal in pro und contra

pro:

– es sind 4 Erzieher auf (mit Erna) 9 Kinder bzw. ab Januar 10 Kinder . Diesen Betreuungsschlüssel finde ich absolut top für eine städtische Kita.
– diese 4 Erzieher wirkten super lieb und herzlich und stürzten sich gleich auf Erna, weil sie die so süß fanden 😀
– jeden Montag ist abwechselnd entweder Ausflug oder Turnen
– der Raum ist vieeeel größer als der bisherige von Erna und sehr sehr sehr viel liebevoller gestaltet und eingerichtet
– erst dort habe ich gemerkt, das dieser Punkt mich bisher auch störte, dort ist es nämlich WARM in den Räumen. Die Kinder können ganz bequem in Strumpfhosen etc. rumlaufen, bei Erna bin ich jetzt bald bei der 3. Schicht Kleidung, weil es in der aktuellen Kita einfach eisig kalt ist und ich schon nicht mehr wusste, wie ich NOCH mehr Thermostrumpfhosen plus gefütterte Hosen herzaubern soll
– es gibt einen total großen und schönen Schlafraum, der (nur für diese 10 Kinder) um einiges größer ist als der aktuelle (für die doppelte Kinderzahl)
– dort gibt es echte, richtige Betten und nicht nur dünnen Matten auf dem Boden, wie bisher
– jeden Mittwoch gehen die Kinder in die Bücherei- genau das richtige für Erna, da sind auch ganz viele Bücher . Die aktuelle Kita liest mit den Kleinen keine Bücher, die könnten ja von denen zerissen werden… *stirnklatsch*
– es werden sehr sehr sehr viele Ausflüge gemacht
– es wird versucht jeden Tag raus zu gehen
– auf die Kinder wird extrem individuell eingegangen und Rücksicht genommen
– jedes Kind darf seinen Nuckel behalten und wird nicht gezwungen den abzugeben !!!!!!!
– jedes Kind darf seine Kuscheltiere behalten, bzw. wenn sie im Fach sind JEDERZEIT wieder rausholen !!!!!!!
– es gibt mehr als 2 Trinkzeiten, jeder kriegt dort was, wenn er will und auch da gibt es sehr viel mehr Auswahl- bisher nur stilles Wasser als der Leitung, nun auch Sprudel, Apfelschorle, Milch, Saft
– jedes Kind hat ein eigenes Garderobenfach!!!
– es gibt einen wunderschönen, riesigen Malraum (Atelier) wo die Kinder sogar auf richtigen Leinwänden malen können und echt super ist
– die Kinder dürfen mit GABEL essen – aktuell müssen sie alles mit Löffel schaufeln, obwohl Erna schon lange super mit Gabel essen kann

contra:

– mitten im Haus befinden sich die Treppen, die UNGESICHERT sind, jedes Kind dort aber lang muss bzw. ALLEINE lang darf…
– der Rollenspielraum ist absolut ekelhaft- die Spielmatten/betten sind ranzig, die Puppen sehen aus wie direkt vom Friedhof der Kuscheltiere
-es gibt zwar 3 (!) Küchen dort, aber kein Zubehör zum spielen
– der Bauraum (Lego), das Atelier und der Puppenraum sind „offene“ Räume- da kommen dann also auch die großen und sehr großen (Hort) Kinder zum spielen hin
– der Kindergartenbereich dort GEHT GAR NICHT und Erna möchten wir auf keinen Fall dort länger als bis 3 Jahre hingeben
– ich muss der Erna sowohl reichlich Frühstück als auch Vesper selber herrichten und mitgeben. Ich habe KEINE Ahnung was sie isst und wie viel und naja, das Essen dort generell (also Mittag) ist ja wie gesagt diese Großküchengeschichte auf 2 Warmhalteplatten angerichtet….
– es ist nachmittags wohl ziemlich laut und chaotisch, durch die vielen großen Hortkinder und dadurch das die Kinder einfach überall hin können wann und wenn sie wollen
– es gibt nur diese 10 „kleinen“ Kinder. Davon sind nur 2 in Ernas Alter, der Rest ist älter. So zum richtig Freundschaftschließen ist es halt doch arg wenig irgendwie. In der aktuellen Gruppe sind alle 8-9 Kinder komplett gleich alt.
– wir müssten eigene Bettdecken und Zeugs mitbringen.
– es gibt nur einen einzige Wickeltisch und die Sache mit dem Töpfchen würde sich dort ein bisschen schwieriger gestalten
– die Kinderklos sind URalt

 

Auch wenn die positiven Dinge gerade überwiegen, hält es sich doch relativ die Waage. Und wir haben ein bisschen Angst das wir vom Regen in die Traufe geraten.
Fakt ist jedoch, nachdem ich Erna heute aus dem Schlafraum nur im Body (das Kind HAT Schlafsachen dort, so ist es ja nicht ne…) und wieder voll verfroren rausgeholt habe, möchte ich dort nimmer hin.
Deswegen haben wir jetzt auch dem städtischen Platz zugesagt.
Der Namenslose hat nen Plan. Nächste Woche ist Erna in der aktuellen Kita „krank“ , während wir die Eingewöhnung in der neuen machen und dann nochmal richtig gucken ob es was für Erna ist. Wenn das dort nichts sein sollte, dann kündigen wir den städtischen, das geht schneller und brauchen ne neue Lösung.
Den Dezember zahlen wir ja eh doppelt. Und die Kündigung geht auch erst zum 31.12. mit 2 Monate Frist…

Ich muss allerdings sagen, Erna war doch recht angetan, es gab einiges zum gucken, und sie hat auch gleich ein bisschen angefangen zu spielen.

Ein Bauchgrummeln bleibt trotzdem. Wir wollen nicht wieder falsch entscheiden und es ist einfach echt schwierig zu sagen, was für Erna das Beste. Wobei es fast schon schlimmer gar nicht sein kann, oder? Oder?

Teil 2 des heutigen Dramas mit Brainstorming

Mehr schlecht als Recht habe ich dann meinen Arbeitstag, inklusive ganz fieser Grippeimpfung und jetzt schmerzenden Arm vom Betriebsarzt, überstanden.
Mir war ganz übel, als der Namenslose anrief um zu sagen er geht jetzt in die Kita. Und dann hat er sich eeeewig nicht gemeldet. Wieder eine Bahnfahrt in der ich sehr froh war bis zur Endstation zu fahren. Dann rief er an und sagte es war ganz gut, dieses Gespräch. Die Gruppe darf Erna zwar nicht wechseln, weil die großen Kleinen bereits mit Scheren basteln und das kann sie noch nicht, aber eine neue Bezugsbetreuerin kann sie anbieten. Das ist schon immerhin was. Allerdings können wir da genauso wieder in den Misthaufen greifen. Ich weiß es nicht. Wie es wird in Zukunft und ob es was bringt. Anscheinend war die bisherige Betreuerin auch bei der Leiterin und bat um eine Lösung aka sie will Erna nicht mehr. Auch Recht.
Trotzdem habe ich den Nachmittag genutzt um verzweifelte Telefonate zu führen. Mir viel nämlich die katholische Kita noch ein, bei der ich Erna vor 2 Jahren angemeldet hab, seitdem aber nie wieder was gehört habe. Hatte die aber im Hinterkopf, weil Kind 3 der Doofschwägerin da ab Frühjahr wundersamerweise nen Platz angeboten bekam. Den sie ja nicht nimmt. Also rief ich da an um mal zu fragen, ob wir überhaupt auf einer Liste stehen und warum jemand der nach uns (weit nach uns) erst anmeldet und daheim ist, vor uns nen Platz kriegt. Angeblich wird da nämlich auch nach dem städtischen Punktesystem vergeben. Aber wenn eine gewisse Person angibt voll berufstätig zu sein und dann aber 3 Kinder hat, schwupps, schon ist man vorne auf der Liste. UNGLAUBLICH! Weil Madame ihren selbstdiagnostizierten „Burnout“ auskurieren will, ganz in Ruhe ohne Kinder und erst Recht ohne Arbeit, wird eben geschummelt und Leute (wie ich!) die WIKRLICH gerade arbeiten und keine andere Wahl haben und total verzweifelt sind weil es für das Kind gerade untragbar ist, rutschen runter….. grrrrrrr.
Die Dame war sehr nett am Telefon und ich durfte mich dort ein bisschen ausheulen. Nen Platz krieg ich dort trotzdem nicht.
Dann versuchte ich es beim Jugendamt. Allerdings haben die ausgerechnet Mittwoch keine Telefonsprechzeit. Denn bei uns geht alles was Kita angeht über das Jugendamt und vielleicht hätten die mir weiterhelfen können, da unsere Kita schon ein paar Mal negativ in den Schlagzeilen war- unter anderem wurde einem Vater der sich ein bisschen lauter beschwerte ohne Frist der Kitaplatz gekündigt, da haben die ganz unbürokratisch mit nem städtischen Platz ausgeholfen. Das fand ich sehr nett.
Naja, also dann weiter.
Ich probierte, eigentlich nur weil mir sonst nichts einfiel, nochmal in der städtischen Kita bei der SEHR netten Leitung – Kita ca. 1km von uns weg. Rein theoretisch zu Fuss erreichbar und überhaupt, tolles Konzept. Zumindest am Telefon immer.
Ich rufe da also an und ich sage meinen Namen und sie sagt, ach was, so ein Zufall, der Name sagt ihr nämlich was, weil sie erst gestern unsere Akte in der Hand hatte. Wir sind nämlich relativ weit oben auf der Liste und für Frühjahr sieht es ganz gut aus!!!!!!!!!! Bereits da fing mein Herz an zu Hämmern. Der Wahnsinn! Ich frage, ob die Plätze immer erst im August frei werden oder wie das abläuft. Da sagt sie, nee nee, sobald jemand rausgeht rückt ein andere nach. Und dann fiel ihr ein, da hat doch gestern erst jemand ne Zusage für 8.12. abgelehnt, weil diejenigen wegziehen. Ob ich denn spontan wäre. Beziehungsweise könne sie auch verstehen wenn es ZU schnell gehen würde, dann könnte man alternativ auch den 1.3. anbieten. Ob das denn was wäre?
Ist das Schicksal oder Zufall oder was?  NIE NIE NIE kriegt man Plätze, dann ruf ich einmal aus Zufall da an und bekomme einen Platz quasi ab sofort für Erna angeboten.
Ich habe erstmal halb zugesagt, denn eigentlich ist mir Montag natürlich zu schnell. Außerdem weiß ich ja nicht ob die Kita mir gefällt. Noch heute 2 Stunden später habe ich dann den Anruf der dann für Erna zuständigen Erzieherin bekommen. Die sehr nett klang. Morgen 14 Uhr haben wir dort nen Schnuppertermin. Wir kriegen von ihr die Einrichtung gezeigt und wir lernen sie ein bisschen kennen.
Da ich eben Frau Badeente bin, konnte ich es nicht abwarten und schnappte mir das Kind im Wagen und wir liefen mal los. Gucken wo die Kita ist. Denn die Straße sagte mir gar nichts. Relativ gut hab ich es dann gefunden und was soll ich sagen? Von außen macht die einen super Eindruck!!! Eine Villa, umgebaut, mit riesigem Garten. Direkt hinter dem schönem Rathaus in einer Sackgasse bzw. ist es eigentlich keine richtige Straße. Also kein Straßenlärm, kein großer Verkehr und ein Spielplatz direkt am Haus.
Ich bete inständig und hoffe sehr, dass sich dieser positive Eindruck auch morgen von Innen bestätigt. Das Gute ist ja immerhin, ich weiß jetzt worauf ich achten muss/werde/sollte und kann vor allem auch gezielt Fragen stellen.
Im Mai bemängelte ich ja in der anderen städtischen Kita das Mittagessen. Das von einer Großküche geliefert wird. Das ist hier nicht ganz der Fall. Hier gibt es nämlich (Teil des Konzepts was mir sehr gut gefällt) keine festen Essenszeiten sondern ein Kinderbuffet. Jedes Kind kann kommen und gehen wie es mag, wenn es eben Hunger oder Durst hat. Denn das mit dem Trinken in unserer aktuellen Kita ist nämlich auch ein sehr negativer Punkt.
Klar, der Migrationsanteil ist sicherlich trotzdem sehr hoch. Aber ganz ehrlich, wo ist es denn nicht so? Und es wird teilweise Rücksicht genommen, so heißt das Weihnachtsfest manchmal auch Winterfest, dafür werden aber auch ab und an andere Feste gefeiert. Gegenseitiges Kennenlernen sozusagen. Das finde ich gut. Und es gibt dort wohl ziemlich oft Elterncafe. Das finde ich eher so halb gut 😛 Da ich ja nicht so der Menschenfreund bin, aber prinzipiell ist das ne prima Sache.
Die Kita hat 23 Schließtage, ich hab 30 Urlaubstage. Plus ja noch 14 Tage Resturlaub. Passt also eigentlich auch. Klar wird meine Gruppenleitung jetzt dann total abkotzen, weil ich ihr schon angepriesen hab das ich nur 13 Schließtage hab und im Sommer keinen Urlaub brauche. Aber dann ist das eben so. Auf die Arbeit nehme ich KEINE Rücksicht mehr. Den Fehler habe ich bereits einmal begangen.
Das Erna da raus muss, steht jedenfalls fest. Eigentlich gibt es gar nichts gutes mehr zu sagen, zu der aktuellen Kita. Klar, die eine Herzerzieherin ist super. Doch wie lange die da noch dort ist, weiß ja auch kein Mensch. Denn dort wechseln die Erzieher quasi monatlich….
Jetzt dreht sich in meinem Kopf trotzdem noch viel. Sollte dort alles passen morgen (bittebittebittebittebittebitte)  dann weiß ich nicht ob ich bereits ab Montag Erna dort hin gebe. Wäre ja nur für 2 Wochen. Und dann ist es ja wieder Eingewöhnung. Das heißt ich brauche Urlaub. Eigentlich….
Andererseits wäre Erna so schnell es geht aus dieser aktuellen Situation raus. Was für uns alle toll wäre.
Würde ich sie erst zum 1.3. dort hingeben, wäre das arme Kind noch volle 2 Monate da. Und dann wäre sie NOCH älter und vielleicht wäre die Umgewöhnung noch schwieriger.

Auch davor habe ich ein bisschen Bammel. Das es für Erna ein krasser Einschnitt ist. Eigentlich dürfte es nicht sooooo schwer fallen. Von den Kindern hat sie noch keinen so wirklich ins Herz geschlossen, die spielen in dem Alter alle noch jeder vor sich alleine hin. Auch an den Erziehern dürfte sie nicht soooo wahnsinnig hängen, denn die wechseln ja alle Nase lang und einen Rhytmus gibt es auch nicht. Was ihr sehr fehlen wird ist das Knöpfe drücken im Fahrstuhl und das „einpiepen“. Und vielleicht das morgendliche Frühstück an sich. Aber sonst…. fällt mir nicht wirklich was ein was sie missen wird. Musikschule gibt es auch in der neuen Kita. Ebenso wie Turnen.
Trotzdem bleibt ein mulmiges Gefühl. Ich reiße sie aus der (endlich endlich lang genug hat es gedauert) gewohnten Umgebung heraus. Auch wenn sie seit dieser Woche wieder sehr weint beim abgeben.
Doch wer weiß, wie schlimm es erst in 3 Monaten ist? Dann ist sie fast 2. Da kann man dann schon „Freunde“ gefunden haben.

Was sagt ihr? Mache ich mir erstmal zu viele Gedanken um ungelegte Eier, weil nachher ist das der totale Schrott dort?
Ich hoffe sehr das ich nicht ZU verzweifelt bin und es einfach egal wie es ist, dort gut finden werden. Nur weil ich es eben will.
Oh Gott. Bitte bitte lass es dort gut sein!!

Ach ja. Dann gibts da noch dieses andere Problem. Ich hab ja ne Kündigungsfrist einzuhalten. Das bedeutet, ich muss auf jeden Fall mindestens 2 Monate doppelt zahlen…. Zum Glück sind ja beide Beträge nicht soooooo hoch und klar wäre es sehr unschön, aber daran sollte es eigentlich nicht scheitern dürfen.

Was denkt ihr? Würdet ihr auf jeden Fall wechseln? Auch weil es schon der 2. Hauptgewinn im Kitaplatzlotto ist und ich SEHR doof wäre, wenn ich schon wieder nen städtischen Platz ausschlage? Und wann würdet ihr wechseln?

Ich hab sehr Sorge, wenn wir nächste Woche bereits dort sind, dass die 2 1/2 Wochen Weihnachten dann eh alles wieder kaputt machen. Aber ab Januar darf ich nicht starten, da kommt nämlich bereits ein anderes Kind.

Oh man. Oh man. Hilfe.
P.S. Ich danke wem auch immer da oben, dass wirklich wirklich bisher immer eine Türe aufgegangen ist, wenn eine andere zuging. Danke!!! Ich weiß wie dankbar ich dafür sein kann und bin. Danke Danke Danke. Bitte lass es ein schönes Zimmer hinter der Tür sein. Erna hat es einfach verdient!

Warum ist eigentlich immer was?

Es könnte doch eigentlich alles so schön sein. Einfach mal laufen. Erna hat nicht mehr geweint beim Kitaabgeben, ich hab mich so langsam ins Geschäft eingearbeitet und eingelebt, zwar sind wir alle ständig und immer mal wieder dauerkrank- aber auch das ist irgendwann in den Zustand der Gewöhnung übergegangen. Ich bin auch längst nicht mehr so panisch, wenn die Erna mal wieder sehr erkältet ist, dann hole ich meine 2-3 Hausmittelchen und nicht-Hausmittelchen und dann wird das ausgestanden.

Aber nein. Immer kommt irgendwas. Immer. Es läuft einfach nicht mal so vor sich hin, wie sagt man? Das Leben plätschert vor sich hin. Das mein ich. Das gibt es gerade nicht.
Erst die Geschichte mit der Schwägerin, die immer noch (wahrscheinlich nie!?) nicht ausgestanden ist, dann der Onkel des Namenslosen- der seit Oktober im Krankenhaus ist und anscheinend dort auch nicht mehr herauskommen wird….. Dann die Mega-Umstellung und der damit verbundene superStress im Geschäft des Namenslosen, der jetzt wochenlang NICHT da war (also nur zum schlafen) und einiges an Kraft und Beziehung abverlangt hat.  All das zusammen (mit der Angst um meine Mama) war schon nicht einfach, viel nachdenken, viel weinen, aber das kriegt man hin.
Und dann das.
Ich hole die Erna letzte Woche aus der Kita ab, „überraschend“ schon eher. Wundere mich, weil ihre Jacke in der Garderobe hängt, sie aber nicht da ist. Kurze Zeit später kommen die Kinder, Erna als EINZIGE in einer dünnen Regenjacke. EISkalt war das Kind, noch ne halbe Stunde später. Draußen waren 5 Grad. Alle andere Kinder hatten ihre (dicken) Jacken an.
Und ich werde wütend. Frage (noch sehr nett und nebenbei) warum Erna so kalt angezogen ist. Die (Bezugs)Erzieherin spielt es runter und ist sich keiner Schuld bewusst, hat aber grad Stress und die Situation passt nicht. Ich schnappe mir mein Kind, wärme es und nehme mir Gespräch für Montag vor.
Noch am Freitag werde ich immer fuchsiger. Das geht doch so nicht. Um an diese dünne Regenjacke zu kommen, musste die Erzieherin ihre Winterjacke anfassen, weil die drüber hing. Also kann man das schon fast als Vorsatz bezeichnen. Das Vertrauen ist dahin. Daheim stelle ich fest, mindestens auch am Donnerstag (da war es auch schon so kalt, da vor die Tage ging es ja) war es das Glitzegleiche. Denn Erna wollte am Wochenende beim rausgehen automatisch diese Jacke nehmen. Also kennt sie diese bereits zu gut.
Und nein, Erna hatte diese Jacke nicht an, weil sie drauf bestanden hat, glaubt mir, diese Erzieherin ist absolut unnachgiebig und Kinder haben da keine eigene Meinung zu haben. Hätte sie also die Winterjacke anziehen wollen, hätte sie diese auch angehabt. Im Übrigen besteht Erna auch noch nicht auf bestimmte Sachen. Es war ein reines Zeichen der Gewohnheit.
Also wurde ich noch wütender. Vor allem aber auch enttäuscht. Denn ich habe das Vertrauen verloren. Ich brauchte mich gar nicht mehr wundern, warum das Kind ihre Erkältung net wirklich los wird und ich brauchte mich auch nicht wundern das Erna bereits Freitagabend anfing mit diesem bellenden Husten. Nachdem wir ihn endlich eine Woche los waren.
Am Montag also, ich hatte also 2 Tage Zeit ruhiger zu werden, war die Bezugserzieherin wundersamerweise spontan im Urlaub, also ging ich zur Leiterin- die nämlich am Freitag ebenfalls mit den Kindern draußen war, und meiner Meinung nach genauso in Verantwortung steht. Trotz der Zeit die da dazwischen war, hat man mir meine Wut definitiv angemerkt und ich konnte die Sache zwar sachlich, jedoch nicht ruhig sondern sehr emotional ansprechen. Die Leiterin hatte Verständnis, entschuldigte sich und es würde nicht mehr vorkommen.
Heute nun war die Bezugserzieherin da. Also gleich morgens das Gespräch gesucht, ebenfalls sehr emotional nochmal geschildert, wo mein Problem liegt und das dies einfach nicht in Ordnung ist. Allerdings- kein Verständnis, keine Schuldbewusstsein, kein nix. Sie fing an zu diskutieren (!) und da platzte mir der Kragen (so ein bisschen). Ich kann NICHT nachvollziehen, wie es sein kann, dass ALLES da ist (Handschuhe, Jacke usw. es ist ALLES da) und man nur mal gucken, mitdenken und vor allem sich ins Kind versetzen muss, das man dann bewusst noch diskutieren muss. Was anderes wäre es, aber da hätte das Kind dann eben in der Kita bleiben sollen, wenn keine warmen Sachen dagewesen wären.
Und ganz ehrlich, SIE kann nicht von sich aus gehen. Sie kann auf dem Spielplatz die Hände ich die Jackentasche stecken, laufen, sich warm halten. Erna kann das nicht. Erna spielt dann mit dem (kalten, nassen) Sand oder schaukelt und hat dabei die Hände auch am (eiskalten) Eisen. Außerdem läuft sie nicht (wirklich) sondern sitzt in diesem Wagen von der Kita. Nix mit warm laufen. Warm halten kennt Erna gar nicht.

Und verdammt noch mal es hatte 5 (!!!!!) Grad draußen. Es war ARSCHKALT. Und JEDEM dem ich das erzähle, die ja auch alle meist hier wohnen, wird dabei ebenfalls frostig. Weil wir alle gefroren haben.

Und dann war das „geklärt“  (sie meinte dann nur „wie sie wünschen“ „ist ja ihr Kind“ – in einem Ton, boah ey) und ich musste los zur Arbeit, Erna fängt voll an zu heulen (sie will ja auch gerade nicht mehr dableiben und zu ihr eigentlich eh nie) und dann geht diese Kuh einfach. Weg. Und ich steh da. Alleine mit meinem heulenden, verzweifeltem Kind. Ich hab versucht sie zu beruhigen und mit ihr was zu malen, aber nichts ging. Letztendlich musste ich sie alleine (sehr sehr dolle weinend) auf dem Stuhl sitzend zurücklassen. Es hat sich KEINER drum gekümmert. Weil Madame war ja weg.
Und das geht einfach auch gar nicht. Eine Erzieherin (und sie ist ja nichtmal eine) muss das trennen können. Kann sie aber nicht, letztendlich hat sie es Erna spüren und an ihr ausgelassen.
Ich saß vollkommen apathisch in der Bahn. Hab hin und her überlegt sofort wieder umzudrehen und Erna einfach mitzunehmen. Hin und her gerechnet wie viel Urlaub ich noch habe. Wie ich jetzt an einen neuen Kitaplatz komme.
Das diese Frau nicht nochmal an Erna ran soll, steht jedenfalls fest. Herzlich war sie ja noch nie und glücklich weder Erna noch ich.

Der Namenslose holt sie heute ab, spricht (angeblich) nochmal mit der Leiterin. Ich wünsche mir wirklich er spricht das nochmal an, auch mit dem Wechsel in die „große“ Gruppe ab anderthalb. Da Erna eh weiter als ihre Mitkinder ist, wäre es sogar fast für Erna das Beste. Bis wir eben eine neue Kita finden. Denn das sie da so schnell es geht rauskommt, steht für mich auch fest. Es lief ja von Beginn an schon alles schief. Und glücklich war damit keiner von uns. Die letzten Wochen waren ganz gut, weil die Erzieherin Urlaub hatte und sich davor schon zurückgezogen hat (um die Kinder dran zu gewöhnen) und danach woanders ausgeholfen hat. Doch seit die wieder da ist…. will auch Erna nicht mehr morgens hin.

Und meine Erna….. es blutet mein Herz. Sie ist der absolut liebste und fröhlichste und kuschligste Mensch auf der Welt, sie hat das nicht verdient. Dieses abgestellt werden, nur gehorchen, nicht gegengeliebt zu werden. Denn wie gesagt, herzlich oder gar „warm“ war diese Frau noch nie. Die hat einen Befehlston drauf, alter Schwede. Man merkt auch immer wie Erna aufblüht wenn sie endlich daheim ist…..
Wenn ich könnte, ich würde sie lieber heute als morgen sofort da rausnehmen.
Leider geht das nicht.
Ab Montag darf ich offiziell 2 Tage daheim arbeiten. Mal schauen ob es so eine neue Lösung gibt. Ich weiß es nicht. Gerade ist es einfach nur zum schreien und ich weiß einfach nicht mehr weiter. Sitze hier seit 9 Uhr auf Arbeit und jetzt ist es gleich halb 1 und habe NICHTS geschafft. Weil die Gedanken sich nur darum drehen, um meine Erna. Und wie es ihr wohl gerade geht. …

Noch 2 Wochen. Dann ist zu wegen Weihnachten. Doch 2 Wochen sind in Kinderrechnung Jahre. 😦 Und in Mamaherzrechnung sowieso.