Stimmung

Nun also naht der Dezember und damit die weihnachtliche alle-wollen-alles-heimelig-dekoriert-kuschlig-kitschig-besinnlich daheim haben. Ich nicht. Ich hasse
mag Weihnachten nicht. Alles daran find ich doof. Das liegt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit an meinen immer schlechter werdenden Erfahrungen in der Kindheit. Meinen Vater, der ab 15 Uhr bereits so besoffen war/ist, dass er dann bereits ins Bett geht. Nicht ohne das vorher noch der berühmte, jeder streitet sich mit jeden und das ganze Haus bebt vor Geschrei, Streit war. Und am Ende alle angepisst darauf warten, endlich ins Bett gehen zu dürfen.  Aber besonders dieser Stress mit den Geschenken macht mich wahnsinnig. Ehrlich.
Letztes Jahr war es anders. Da feierte ich zum ersten Mal mit dem Namenslosen und meinem Baby ohne Eltern. Es war zwar schön, aber auch nicht meins. Schon allein das dort das Christkind kommt- damit kann ich mich nicht anfreunden, das kenne ich einfach nicht. Und außerdem habe ich meine Eltern und „unser“ Weihnachten, so morbide es auch klingt, vermisst. Sehr. Jetzt habe ich mich eigentlich ein bisschen auf dieses Jahr gefreut. Mit der Erna Plätzchen („Keekse“) backen, Schnee sehen (haha) und eben ihr erstes richtig bewusstes Fest überhaupt zu erleben.
Dazu wird es allerdings dieses Jahr nicht kommen. Nicht wirklich jedenfalls.
Denn mit der Schwägerin wird es definitiv nie wieder einen Feieranlass zusammen geben. Somit fliege ich am Freitag vor Weihnachten alleine (! ich habe SO Schiss davor) mit Erna zu meinen Eltern. Ich weiß bereits jetzt das es am 24. nicht schön wird und Erna sich ob der Lautstärke sehr erschrecken wird. Ein bisschen Hoffnung habe ich noch, dass eben gerade Ernas Anwesenheit etwas ändert, aber man steckt nicht drin.
Doch vor allem- ist der Namenslose nicht dabei. Bei Ernas erstem richtigen Fest. Er wird nicht sehen, wie sie reagiert, wenn sie den geputzten Weihnachtsbaum sieht. Er wird nicht sehen, wie sie Geschenke auspackt und damit spielt. Er wird seine kleine Tochter nicht bei sich haben, zum einkuscheln, wenn sie nach einem anstrengenden Tag müde ist. Ich werde ihn nicht bei mir haben.
Und das macht mich traurig. Sehr traurig. Schon allein deswegen wird es ein schreckliches Fest…. Ich bin gespannt, wie wir das dann wohl nächstes Jahr machen werden….

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Liebe Leser, Anja Briehl von der Uni Hohenheim braucht eure Hilfe. Anja schreibt eine Abschlussarbeit über die Beziehung von Bloggern und ihren Lesern. Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Studie wird deswegen eine Online-Befragung durchgeführt. Ich selbst habe bereits an der Befragung teilgenommen, jetzt bitte ich euch, als meine Leser, um eure Mithilfe. Am Ende der Befragung werden die Ergebnisse anonymisiert zu den jeweiligen Bloggern und Lesern zusammengeführt und eben für die Abschlussarbeit verwertet. Es besteht daher keinerlei Risiko oder Privatsphärenverletzung. Auch ich selbst, z.B. erfahre rein gar nichts von dem, was ihr ausgefüllt habt.

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Mit einem kleinen Klick landet ihr direkt bei der Umfrage. Vielen Dank ihr Lieben!

 

Wissenschaftliche Studie der Uni Hohenheim


http://www.hallimash.com/147193/disclaimer.html

Erste Male

Zum ersten Mal seit fast 2 Jahren hab ich mein allerallerliebstes Oberteil wieder an und kuschel mich jetzt darin auf die Couch um mein Wehwechen zu lindern und ein bisschen Luft zu holen. Ist wie nach Hause kommen.

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Das letzte Mal als ich den Pullover trug, sah ich übrigens SO aus 😛

 

21.SSW

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25 Jahre

Wessi- Ossi- Wossi.
Ich bin ein „Ossi“ der einen „Wessi“ geheiratet hat und mit diesem eine „Wossi“ gezeugt hat 😛
Das 25 Jahre nach dem Mauerfall immer noch diese Abgrenzungen existieren ist schon sehr schade, gehört aber wohl noch eine Weile einfach zur (Bundes)Länderidentität. Auch als ich zum studieren in den Westen ging, mussten wir Ossis uns einiges anhören, manche stellen ERNSTHAFT die Frage, ob es bei uns fließend warmes Wasser gibt (welch Ironie das es bei uns im Geschäft hier im Westen KEIN warmes Wasser gibt) und ob wir echte Straßen oder nur so Feldwege haben !!??? Das ist wirklich traurig. Aber auch ich habe und hatte Vorurteile gegen Wessis. Ellenbogengesellschaft sagt man bei uns auch ganz häufig. Und ich finde das stimmt. Zum Teil. Wie auch an jedem anderen Spruch immer ein Körnchen Wahrheit steckt.
Aber das will ich hier alles nicht zum Thema machen, ich hoffe die Erna kann ganz normal als Deutsche aufwachsen. Ohne nochmal in eine Kategorie bzw. Schublade gesteckt zu werden.
Mein Beitrag heute: Nach dem Mauerfall sind wir am 13.11. das erste Mal „rüber“ gefahren. Irgendeinen Cousin besuchen. Mit seinem Auto fuhr er uns durch die Gegend, Läden gucken. Ich war damals 2 1/2 Jahre alt und wohl sehr beeindruckt von den vielen Sachen die es da gab. Die der Cousin mir auch alle kaufte. So kam es, dass ich neben einem Eis auch einen Lutscher bekam. Gleichzeitig. Ich tunkte den Lutscher in das Eis. Bis heute ist dieses Bild für meine Eltern ein Symbol der Freiheit, der Qual der Wahl, der Kaufvielfalt. Heute teile ich es mit euch. (und mir ist aufgefallen das ich die glitzegleiche Augenfarbe wie Erna habe, mit 3 wurden sie grün, und die gleiche Nase, und der Mund, und fast alles, bis auf die Haare 😛 )

b-februar

Darum!

Mit Verkündung meiner vermuteten Schwangerschaft beim Frauenarzt, begann das große Aderlassen. Ständig und immer wird einem dort Blut abgenommen, und wenn mal nicht, dann wenigstens im Finger gepiekst. Blut Blut Blut.
Es ist natürlich sehr wichtig, diese vielen Kontrollen. Außerdem hat es mich auch von meinem Blutabnahmetrauma geheilt, denn früher bin ich jedes Mal danach in Ohnmacht gefallen, weil mir so schwindlig wurde. Inzwischen (muss ja für die Schilddrüse immer noch regelmäßig Blut lassen) ist es für mich das normalste der Welt und ich springe direkt danach wieder umher.
Durch die Schwangerschaft bekam ich dann auch zum ersten Mal mitgeteilt, welche Blutgruppe ich überhaupt habe. 0. Ich war leicht schockiert und bat dann auch nochmals testen zu lassen, denn (warum auch immer) ich war mir extrem sicher das ich eigentlich Blutgruppe B bin. Achso, ich weiß warum. Weil ich das in der 9. Klasse in Genetik selbst ausgerechnet habe. Na soviel dazu. Die Welt sollte mir dankbar sein, keine Wissenschaftsrichtung eingeschlagen zu haben. Es wundert mich trotzdem, das vorher noch nie jemand auf die Idee gekommen ist, mir meine Blutgruppe zu nennen. Immerhin wurde ich bereits mehrmals vorher operiert.
0 an sich ist ja nichts besonders. Allerdings bekam ich bei dem Rhesusfaktor ein ganz doll bunt markiertes negativ eingetragen.
Also bin ich eben doch was besonderes. Leider nicht im Sinne einer echten Prinzessin mit Krone, sondern schon fast schlecht besonders. Denn diese Blutgruppe haben nur 6 % der Menschen. Umso wichtiger, dass in einem Notfall für alle diese Leute gesorgt ist.
Durch meine 2 Krankenhausaufenthalte allein in diesem Jahr, und mein hoher Blutverlust unter der Geburt, bin ich nochmal näher an dieses Thema gerückt.
Ich will spenden. Und zwar mein Blut. Und damit was zurück geben. Menschen helfen, vielleicht sogar Leben retten.
Jetzt also ist es soweit. Ich bin nicht schwanger ( :´(  )  , ich stille nicht mehr und auch sonst geht es mir gerade körperlich sehr gut.
Nur meine Angst. Der Pieks an sich wird sicher nicht schlimm sein, aber höchstens ein paar winzige Ampullen abgenommen zu bekommen und gleich ein halber Liter ist schon ein Unterschied. Trotzdem werde ich es tun. Ich finde, ich sollte, ich muss sogar was zurück geben. Das Leben war bisher so gut zu mir.
Und auch wenn ich bisher noch kein Spenderblut benötigt habe, ich danke allen Blutspendern aus tiefsten Herzen. Ihr seid nämlich stille Helden des Alltags, denen nicht ständig gedankt wird. Dabei sähe es ohne diese ganzen Spender sehr schlecht aus in deutschen Krankenhäusern. Und wie schnell kann ein Unfall, unverschuldet, passieren? Schwupps. Nur eine Minisekunde nicht aufgepasst.

Den Namenslosen schleppe ich gleich mit. Der würde nämlich gerne mal wissen, was er für eine Blutgruppe hat. Ich hab mir (dank meiner genialen Kenntnisse in Genetik 😛 ) 0 + ausgerechnet. Da Erna auch 0 + ist. Macht doch Sinn, oder? Zumindest läuft jetzt eine Wette zwischen uns.

Also liebe Leute, macht mit und spendet. Es muss nicht immer Geld sein, was um Weihnachten rum gerne gespendet wird, Blut kann man nicht kaufen. Leistet euren Beitrag. Rettet Leben!
(und wenn ihr schon mal da seid, dann könnt ihr euch auch gleich für die DKMS registrieren lassen, dort bin ich bereits seit fast 10 Jahren eingetragen).

17 Monate Schnutenkönigin

Ohje, bald bist du dann schon anderthalb Jahre alt. Soooo schnell, soooo groß. Hach nun ja. Aufhalten geht ja sowieso nicht.
Erschrocken bin ich aber, als ich gestern mit dir ein „altes“ Video von Ende Juli angeschaut habe. Im Vergleich dazu hast du einen Sprung um Jahre gemacht. „Damals“ sahst du noch sehr babyspeckig aus, du konntest zwar laufen, doch es war SEHR wackelig. Deine Haare sind seitdem mindestens 5 Zentimeter gewachsen, sie kringeln sich bereits hinter/über das Ohr und locken sich. Der Pony ist inzwischen (zum Glück) so lang, das wir jetzt keine Spangen oder Zöpfe mehr reinmachen müssen, da diese von alleine hinterm Ohr halten. Sprachlich jedoch hast du den größten Sprung gemacht… hätte ich gestern nicht den Videobeweis gehabt, diesen krassen Unterschied hätte ich nie geglaubt.

Fangen wir mal mit der Sprache an. Wobei ich nicht weiß, ob ich das nächsten Monat noch aufschreiben kann/will. Denn du sprichst mittlerweile so viel und so oft, dass ich bei weitem nicht jedes Wort/jeden Satz mehr aufschreiben kann.
Du sagst „kase brot“ (wir wissen nicht woher du das hast, vermutlich aus der Kita), aus deinem „mamela“ ist jetzt „mamelaDE“ geworden. Mit genau dieser Betonung :P. Du sagst „mull auto“ dabei betonst du das o von Auto so süß. „musli“ und „kuck“ und „desda“ kannst du fast selbstverständlich. Dein „papagei“ klingt soooo süß und seit ner Woche „snapst“ du den „mont“ (dabei ist die Fingerbewegung der Wahnsinn, denn du schnappst dir den zwischen Daumen und Mittelfinger). Wenn man sagt “ du bist sooo….“ dann ergänzt du das „toll“ 😛 Das habe ich dir erst vor ein paar Tagen beigebracht. Denn das bist du einfach. SO SO SO toll!!! Du kannst alle alle Körperteile benennen und zeigen, also auch Geschlechtsteile. Du weißt das Mama und du eine „mu*sch“ haben und der Papa einen „pu*lla“ hat.  Vor zwei Wochen, als du sehr fleißig geübt hast, da kam es dann zu folgenden Dialogen „Mama und Erna haben eine?“ „mu*sch“ . “ Und der Papa hat einen?“ „Busch“ :P:P:P Das war echt witzig. 😀 Nicht nur alle Körperteile kannst du in- und auswendig. Auch alles was es an Klamotten gibt. Vom „boti“ bis zu den „socke“ und „shu“ . Am allerliebsten sagst du aber alles vom Gesicht auf. „mama nase“ „mama auge“ „mama mund“ „mama ohr“ „mama kopf“ „mama haaaare“. Du kringelst dich vor Freude, wenn du beim einschlafen im dunkeln neben mir liegst und mit deinen Händen mein Gesicht abfährst und die richtigen Sachen „nase“ richtig ertastet. „kuche“ (Küche) und „top“ „tella“ „flascha“ „gabel“ „löfel“ „messa“ „becha“ kannst du auch schon alles. Ebenso wie nahezu alle Lebensmittel. Neu ist glaube nur „trabe“ für Traube. Du kannst ALLE Tiergeräusche richtig nachmachen und sagst jetzt auch immer „hase“. In deinem Bilderbuch kannst du bereits 6 Seiten mit Begriffen vollständig benennen. Zeigen kannst du eh schon alles.  Wenn man dich fragt, „was machst du“ dann antwortest du entsprechend. Entweder „esse“ oder „kacka“ oder „puppe“ oder „baue“ oder „male“. Auch „slafe“ ist in deinen Wortschatz nun fest verankert und teilweise verlangst du sogar vehement danach.  Du sagst „achtu“ wenn du Türen aufmachst. Sehr brav.

Du kannst rückwärts laufen und dich auf der Stelle im Kreis drehen. Was du besonders gerne machst, wenn du neue Sachen kriegst. Vor allem Schuhe kriegst du sehr gerne. Du bist eben ein echtes Mädchen. Und wenn du dann mal deine Wunschschuhe trägst, kriege ich die auch frühestens zum „slafe“ wieder freiwillig von dir wieder. Vorher auf keinen Fall. Da ich eben eine echte Mädchenmama bin, hast du auch ziemlich viele Paare. Diese kleinen Schuhe sind aber auch zu süß und die meisten kaufe ich grad gebraucht.
Außerdem kannst du „renne“. Wenn man ruft “ Auf die Plätze, fertig“ dann sagst du „los“ und wirst auch wirklich schneller 😛
Und du zählst. „ein, zwa, dei“ und zeigst dabei einen finger- zumindest die eins stimmt dann 😛 Wenn du dann bei „dei“ bist, dann rennst du auf mich zu und kuschelst dich in meine Arme. Auch hier wieder, keine Ahnung woher du das hast. Von uns jedenfalls nicht. Aber es ist so niedlich.
Ruft man „stopp“ bleibst du augenblicklich auf der Stelle stehen, das ist sehr praktisch. Bei „warte mal“ ist es eher eine Option für dich.

Diesen Monat wolltest du nicht so viel malen. Diesmal warst du sehr oft Puppenmutti. Die Puppe wurde ständig „slafe“ gelegt und „eideckt“ und bekam von dir neben einem Kopfstreichler auch Lieder vorgesunden. Liebevoll kriegt sie von dir eine Flasche zu trinken und auf dem Löffel was zu essen hingehalten. Sie geht „kacka“ auf dem Topf und darf „schauke“.
Oh, das machst du auch sehr sehr gerne. Egal ob auf der richtigen Schaukel, oder auf deiner Giraffenschaukel, du bist beim selberschaukeln ganz schön wild dabei.
Auch kannst du nun ganz alleine auf dein BobbyCar rauf und runtersteigen. Das sieht manchmal auch sehr wild und gefährlich aus. Ist bis jetzt aber immer gut gegangen und ich lasse dich da machen.
Nach wie vor gehst du ohne „wauwau“ und „puppe“ nirgendswo hin. Aber generell bist du ein Freund von allen deinen Kuscheltieren. Du freust dich ganz dolle, wenn die Mama dich abends mit ganz vielen Kuscheltieren zudeckt.
Überhaupt, du bist das totale Mädchen. Du kannst auch sehr lange und zufrieden deine Küche ein- und ausräumen. Machst den Herd an und stellst den Topf drauf und rührst das „gulasch“ um. Oder du machst „kaffe“ und pustest vorher ganz dolle, weil der ja noch so „heis“ ist.

Du hörst sehr gerne „musk“ und „tanze“ dazu.

Nach wie vor trinkst du eigentlich nur stilles Wasser und egal was, alles andere wird weggeschubst. Wobei, nee, ein paar Mal hast du sogar freiwillig Pfefferminztee getrunken. Das muss ich auch mal wieder ausprobieren, wenn du nicht krank bist.

Für dein Leben gern setzt du den „rukksa“ auf und stolzierst von A nach B. Auch den „luftalo“ liebst du über alles, so kommt es nicht selten vor das du in Geschäften so sehr „nervst“ bis dir ein Verkäufer einen von den Luftballons die am Eingang festgemacht sind, unter viel Anstrengung besorgt. 😀

Seit ganz genau einer Woche bleibst du nach dem Insbettbringen oben. Das bedeutet aber nicht, das du durchschläfst, sondern einfach das du zwar aufwachst, dann aber bittegerne mit Mama angekuschelt wieder einschlafen willst. „Früher“ wolltest du nach dem aufwachen partout wieder runter. Ich bin froh über diese Entwicklung und hoffe das es früher oder später (bitte früher :P) doch nochmal zum durchschlafen kommt bei dir.
Nach wie vor wachst du mehrmals auf in der Nacht. Ein- bis zweimal mindestens. Ich bilde mir ein, dass du vor 2 Wochen mal durchgeschlafen hast, aber wahrscheinlicher ist, dass ich direkt wieder eingeschlafen bin oder schon im Schlaf handle. Denn alles was du willst, das sagst du. Entweder (meistens) „mama“, dann muss ich dich feste ankuscheln, oder „nono“, dann hast du deinen Nuckel verloren. Ganz selten nur noch willst du was „tinke“.
Was auch dazu führt, dass deine Windel jetzt seit fast 2 Wochen morgens immer trocken ist. Und nicht nur diese, auch tagsüber bleiben deine Windeln trocken und du sagst immer rechtzeitig „kacka“. Also zumindest wenn du nicht in der Kita bist und wir keine größeren Ausflüge machen. Du kannst auch das große Geschäft kontrollieren. Denn obwohl du ein paar Tage lang wirklich schlimmen Durchfall hattest und schon beim pupsen etwas in der Windel landete, hast du so lange und so laut „kacka“ gesagt und angehalten, das auch dieser (bis eben auf den Pups) ausnahmslos im Topf landete.
Kein einziges Mal ist diesen Monat etwas großes in der Hose gelandet.  Und wie gesagt, nur sehr selten auch das kleine Geschäft.

Besonders stolz bin ich darauf, dass du seit gestern auch ohne den Papa freiwillig in der Wanne sitzt. Sonst bestand dein baden nur aus dem stehen in der Wanne. Jetzt badest du so richtig.

Geweint hast du diesen Monat eigentlich gar nicht. Denn du kannst ja sagen was oder was du nicht willst. Einzig ein Wutkreischen in einer Tonlage die Scheiben zerspringen lässt, kann man immer dann von dir hören wenn du den Arzt siehst oder irgendwas das mit Medizin zu tun hat. Sonst hört man von dir eigentlich immer nur ein „neineineineinein“ und du fuchtelst mit den Händen, besonders dann wenn es ans Zähne putzen geht. Das ist der totale Krampf.  Du hast jetzt deinen 13. Zahn bekommen.

Du bist der totale Kuschler. Das machst du sehr gerne und sehr ausgiebig. Besonders kuschelbedürftig warst du natürlich in deinen schlimmen Krankheitsphasen. Das genieße ich natürlich auch sehr.

Ganz toll findest du es, an Mamas und Papas Hand zu laufen. Dann schaust du immer grinsend von einem zum anderen und hörst eigentlich gar nicht mehr auf damit, also mit dem grinsen und dem laufen :p  Wenn Mama UND Papa da sind, ist es eh immer am besten.

Am allerallerallerallerliebsten guckst du Videos von dir an. Du freust dich dann wie eine Schneekönigin wenn du was tolles gesagt oder was lustiges gemacht hast. Bevor ich eins anschalte, sagst du mir genau welches du sehen willst. :O

Im Entwicklungsgespräch letzte Woche bestätige auch deine Bezugserzieherin (trotzdem kann ich sie deswegen kein Stück mehr leiden) das du einfach viel weiter bist als andere in deinem Alter, vor allem sprachlich. Deswegen hoffe ich so ein bisschen darauf das du im Januar in eine ander Gruppe wechseln kannst.

Immerhin weinst du jetzt erst, wenn man dich direkt einer Erzieherin gibt. Bis dahin bist du zwar nicht gut drauf, aber auch nicht schlecht.
Trotzdem merkt man dir ganz deutlich an, das es dir daheim am allerbesten geht und das Wochenende daher deine liebsten Tage sind. Dann bist du fröhlich, frech und voller Energie. Das bereitet mir schon ein bisschen Herzstechen und wir haben uns jetzt den Januar als erstes Etappenziel mit neuem Kitagespräch gesetzt. Im Januar wissen wir mehr. So oder so. (Geheimnis Geheimnis).

Du bist der tollste, liebste, mitfühlenste, tierliebste, fürsorglichste Quatschmachermensch den ich kenne. Ich wünsche dir sehr, das du diese Eigenschaften beibehalten und vielleicht sogar ausbauen kannst. Du bist so so schlau. Anders kann man es nicht bezeichnen, Dinge die du nur einmal flüchtig gesehen hast, bleiben dir im Gedächnis verankert und du machst sie Wochen später exakt richtig nach. Es gibt kein Wort das beschreiben könnte, wie tief meine Liebe für dich ist. Du bist mein Leben, vor dir wusste ich nicht was Liebe ist. Und auch wenn ich es nie gedacht hätte, mit jedem Tag wird meine Liebe zu dir noch viel größer und ich frage mich, wie das noch enden wird 😛 Meine kleine Zuckerschnutenmaus. Bleib wie du bist. Die Mama ist da für dich. Immer! :*

Blick aus dem Fenster

Ich gehe zwar bereits seit Anfang Oktober wieder arbeiten, aber habe es dennoch erst jetzt geschafft. Das Datenvolumen meines Handys ist bereits aufgebraucht und deswegen schaute ich zum ersten Mal bei der Bahnfahrt nicht in eben jenes, sondern aus dem Fenster. Bisher war es eben einfach nicht wichtig genug, kenne ich doch diese Strecke seit 5 Jahren in- und auswendig. Da passiert nix neues.
Dachte ich.
Doch was sich nun in den anderthalb Jahren da „draußen“ verändert hat, schockte mich schon leicht. Ich starte mit der Bahn mitten in einem Wohngebiet, quasi direkt daneben steht das eine Reihenmittelhaus, dass wir uns damals auch mit ernsthaften Interesse angeschaut haben.  Da ist dieses Neubauprojekt, mit noch mehr Reihenhäusern, ebenfalls direkt an der Bahn und angrenzend das Industriegebiet. Und dort ist einiges passiert. Die riesige brachliegende Fläche, bei der ich jahrelang rätselte, was das eigentlich sein soll, ist nun eine Megabaustelle, direkt neben dem Autohaus, wird nun – Überraschung- ein noch größeres Autohaus der selben Marke gebaut. Muss man nicht verstehen… Gleich auf der anderen Seite hat eine Großbäckerei ihr Zentrum. Die ist auch neu. Scheint aber ganz gut zu sein, denn der Parkplatz ist total voll, man kann sogar ein wenig durch das Fenster in die Backstube schauen. Da steht ein großer Ofen und jemand in Weiß holt gerade etwas frisch gebackenes raus. Der Rauch aus dem Schornstein hebt sich wunderschön vom Sonnenaufgangshimmel ab.
Wir fahren weiter und da ist die Kneipe, die auch vor 2 Jahren bereits leer stand. Direkt daneben ist eine winzige Grünfläche, die früher einer hier bekannten Stiftung gehörte, die ich damals in meiner alten Arbeitsabteilung abwickelte. Dort sollte ein weiteres Gebäude für Obdachlose entstehen, ich habe mich all die Fahrtjahre immer gefragt, wie auf dieser kleinen Fläche ein Haus hinpasst und war ganz gespannt drauf. Jetzt werde ich es niemals erfahren. Nun ist es der Parkplatz von 2 Autos. Mehr passen nicht drauf.
Dafür ist gleich über der Straße das kleine, süße Häuschen in das ich schwer verliebt war, nicht mehr da! Einfach abgerissen… Stattdessen Bagger. Und ein Schild. Hier bauen wir für Sie schöne Eigentumswohnungen. Schade. Wirklich. Ich frage mich wo die Bewohner sind, ob die mit dem Geld jetzt wenigstens einen schönen Lebensabend auf Mallorca verbringen können.
Ein paar Straßen weiter, die Autowerkstatt. Damals war immer schwer was los, bereits morgens. Und früher bin ich mit der Bahn kurz vor 5 Uhr gefahren! Und jetzt? Mitten am Tag kurz vor 9? Komplette Leere. Geschlossen. Ich frage mich, was in diesen anderthalb Jahren passiert ist. Denn 5 Jahre lang lief es dort bombig.
Dann kommt wieder ein Reihenhausgebiet. Das schaue ich mir immer gerne an. Es sind nämlich ältere Häuser und daher sind diese nicht so schmal gebaut, sondern sehen einfach urgemütlich aus. Mit einem großen Garten jeweils dran. Auch da hat sich was getan, eins der Häuser ist komplett offen, da fehlt eine ganze Hausseite, und innen drin ist alles ausgehöhlt. Ich bin gespannt was die da drauß bauen und freue mich das ich einen kleinen Einblick ins Häusle erhasche. Ebenfalls direkt daneben war eine weitere brachliegende Fläche. Dort nun auch ein Schild. Weitere Eigentumswohnungen werden gebaut. Ohje. Dafür ist aus dem Gebäude, wo vorher eine Rettungsstelle mit vielen Krankenwagen war, ein normales Wohnhaus geworden. Stimmt. Auch diese Firma wurde damals von uns abgewickelt. Eine Schande war das.
Dann gehts an 2 Schulen vorbei, die haben sich nicht groß verändert, allerdings die Leute dafür schon, sind eben auch älter geworden 😛 Das Krankenhaus jedenfalls ist auch moderner geworden, die haben einen neuen Eingang, der alte ist nur schlecht verputzt und man sieht ihn noch deutlich. Vor dem Eingang die rauchenden Patienten… Auch das ist leider nicht neu.
Und dann ist da meine Station. Dort war schon immer eine Rolltreppe und eine Treppe. Die Rolltreppe fuhr nach oben. Kein Hexenwerk und schön beständig. Ich stieg aus, stellte mich drauf und wurde zur nächsten Treppe gefahren.
Nun steige ich aus und…. die Treppe fährt nach unten. Häh? Am nächsten Tag steige ich aus und… die Treppe fährt nach oben. Doppelhäh?
Ich habe wirklich (!) 3 Tage gebraucht um rauszufinden, dass ich nicht geistig verwirrt bin, sondern die Bahn sich was ganz „tolles“ neues ausgedacht hat. Jeweils am Rolltreppenende befinden sich so Stangensensorendinger. Wer also zuerst da durch geht, entweder oben oder unten, der hat gewonnen und die Treppe rollt in seine Richtung. Das ist besonders ärgerlich, wenn die Treppe still steht und ich quasi fast durch bin, jedoch von oben einer runterhechtet und ich dann der Depp bin, der am Ende einer falsch rollenden Rolltreppe steht.
Ganz ehrlich, diese Veränderung finde ich echt am allerdämlichsten und unnötig. Was war an einer Rolltreppe die nur in eine Richtung fuhr, bitte falsch? Warum musste man das ändern? Und nirgendswo sonst habe ich so etwas ähnliches gesehen.
Wenn ich dann in meinem Geschäft bin, wieder was neues. Ohne Karte und ohne Schlüssel kommt man dort nirgendswo mehr hin. Auch das ist eine Umgewöhnung, desöfteren lasse ich meinen Schlüssel nämlich gerne im Büro und stehe dann vor verschlossenen Türen. Neben dieser Schließgeschichte sind da noch die Wachleute. Die nun neben einem neuen Outfit auch noch ständig ihre Westen tragen, ich weiß nicht ob es Schusswesten sind, aber sie sehen so wirklich gefährlicher aus. Und obwohl ich die alle noch kenne und wir miteinnander schäkern bleibt da ein schales Gefühl bei deren Anblick.
Ach ja. Und dann ist da noch die Kontrolle. Jeder muss durch ein Durchleuchteding wie beim Flughafen und auch die Taschen werden durchleuchtet.
Auch daran muss ich mich erstmal gewöhnen.
Eine schöne Art der Neugewöhnung ist mein neues Gebäude. Dort gibt es wunderschöne Büros mit Möbeln die nicht ekelgrau sind, sondern einfach warm und holzig. Vor allem jedoch, mit einer Küche in jedem Stock und WARMEN Wasser auf der Toilette zum Hände waschen. Das gibt es im alten Gebäude weiterhin nicht. Ich sage euch, im Winter die Hände unter warmen Wasser waschen zu können, ist ein echter Luxus 😀

Fazit: Auch wenn vieles wirklich gleich geblieben ist und vor allem auch die Leute im Geschäft, während sich hier bei mir so einiges geändert hat, hat sich auch da „draußen“ die Welt weitergedreht. Dinge die 5 Jahre lang gleich waren, haben sich teilweise in anderthalb Jahren rapide verändert. Das ist schon irgendwie Wahnsinn. Vor allem wird einfach sehr viel gebaut. Ich bin sehr froh, das wir in unserem „Dorf“ wohnen, wo zwar auch demnächst fast direkt neben uns weitere Doppelhäuser gebaut werden, aber eben nicht aus jeder brachliegenden Grünfläche riesige Wohnhäuser werden, sondern die Kinder dort noch Abenteuer erleben dürfen.