Besser

Wow. Nachdem ich wirklich, ernsthaft und wahrhaftig befürchtete innerlich zu verbluten und einen langsamen und quälenden Tod zu sterben, scheint es mir langsam besser zu gehen.
Aber mal von vorne. Nachdem es mir noch am Freitag ziemlich „gut“ ging,begann es Freitagabend in meiner linken Hand zu kribbeln. Erst ein Finger, dann zwei dann drei. Dann die ganze Hand. Dann lang runter. Es war ein absolut ekelhaftes Gefühl, eben als ob es einschlafen würde, dabei war ich die ganze Zeit in Bewegung. Ich versuchte also früh zu schlafen (was ehrlich gesagt mit so einem kribbeln nicht ganz so einfach ist) und hoffte einfach es ist die Narkose die eben langsam aus meinem Körper verschwindet. Ich denke damit hatte ich auch Recht.
Doch der nächste Tag warf mich schlagartig zurück. Gegen Mittag bekam ich einen unheimlich fiesen und stechenden Schmerz in meiner rechten Seite. Eierstockhöhe. Erst versuchte ich noch die Taktik der Ignoration. Doch irgendwann konnte ich es einfach nicht mehr ignorieren. Doch was sollte ich machen? (ähm ja, auf die Idee Schmerzmittel zu nehmen war ich wirklich nicht gekommen) Ich hab mich also weitesgehend um Erna gekümmert und mein Bestes versucht. Doch es wurde schlimmer und schlimmer. Trotzdem mussten wir noch in die Stadt, ich brauche unbedingt so Namensticker für die Kita (die es natürlich NICHT gab..). Boah und dann laufen. Das. ging. gar. nicht. Ich habe mich gekrümmt vor Schmerz und gedacht gleich kipp ich um. Wir sind also schnell wieder heim und ich rief in der Klinik an, landete im Kreißsaal (tolle Ironie…), und bekam dann von meiner Assistenzärztin (die Arme, die muss ja auch dauernd arbeiten..) leicht verständnislos mitgeteilt, dass es sehr normal ist 2 Tage nach der OP regelmäßig Schmerztabletten nehmen zu müssen und der Chef an mir dran war, sie daher davon ausgeht das er sehr gründlich war und überhaupt er macht es am besten. Ahja. Ich solle erstmal ein paar Tabletten nehmen und erst wenn ich trotzdem noch Schmerzen hätte, doch mal überlegen vorbei zu kommen.
Was soll ich sagen. Im Laufe des späten Nachmittags, des Abends und der Nacht habe ich 10 (!!) Tabletten geschluckt, kein bisschen hat es was gebracht, lediglich die Hitze der Wärmflasche brachte ein bissel Besserung. Auch heute morgen war es sehr sehr schlimm.
Doch genau zu dem Zeitpunkt als der Namenslose mit den richtigen Hämmertabletten aus der Notapotheke hier auftauchte, wurde es langsam weniger. Nein, der Schmerz ist nicht weg. Doch er ist absolut aushaltbar. Zum Glück.

Was ich mich frage, wie genau soll sich eigentlich meine Gebärmutter wieder zusammenziehen, wenn ich ja kein Kind habe was ich stillen kann um so Nachwehen auszulösen? Geht das trotzdem von alleine wieder?

Der Namenslose ist mit Erna ein Eis essen. Die lassen es sich richtig gut gehen 😦
Ich spiele mit meinem neuen Handy. Das war auch ein ganz schönes Theater dieses Handyvertragsdingens. Aber (hoffentlich) erstmal erledigt. Muss jetzt mal auf meine Kontobewegungen aufpassen.

Oh man. Und dann steht übernächste Woche der erste Kitatag meiner Erna an. Wird mir schon ein wenig Bange dabei.
Es geht vorwärts. Immer nur schön geradeaus schauen.

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2 Gedanken zu „Besser

  1. ich schicke dir viel Kraft aus der Ferne. hast du eine Hebamme? Oder frag mal die, die du bei Erna hattest. vielleicht weiß die was rückbildendes.
    Hut ab, für den starken Blick nach vorn.

  2. Ich denke das müsste auch so gehen. Ist aber nur meine logische Schlussfolgerung daraus, dass ja nicht jede Frau stillt.

    Ich wünsche Dir alles Gute & dass die Schmerzen bald ganz verschwinden!

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