Abmeldung

Wir sind dann mal weg. Zwischen all dem Betreuungsplatzsuchen und Gärtnern und Sandeln und jeden Tag wachsen, passiert dann doch mal was spannendes. Wir fliegen. Am Samstag gehts los. Der erste Flug. Der erste große Urlaub. Sand. Meer. Strand ;D
Ich bin extrems gespannt wie es wird. Ängstlich, voller Vorfreude, gespannt, Panikerfüllt. Die Erwartungen liegen sehr niedrig.
Ich werde berichten!
Ich wünsche euch hier ebenfalls eine sonnige, schöne Zeit. Bis dann. Vielleicht. Hoffentlich. 😀

Update

Hab jetzt auch die Absagen für unsere Nachbarstadt erhalten, nur falls ich demnächst dorthin umzuziehen gedenke gibt es die Möglichkeit… Toll. Nicht.

Bin kurz davor beim Jugendamt anzurufen und zu sagen das wir uns getrennt haben und ich jetzt auch alleinerziehend bin. Ja ich weiß. Macht man nicht. Trotzdem…

Haben jetzt für Mittwoch nen Besichtigungstermin in der privaten Kita. Unsere letzte Möglichkeit. Müssen wir wahrscheinlich annehmen. Das DA noch Plätze frei sind, bei 750 Euro Monatsgebühr EXCLUSIVE Essensgebühr- ist mir auch verständlich.

Und nicht nur der horrende Preis, auch der Weg dorthin kann morgens mit Stau mal ne gute Stunde dauern….

Dann muss ich wohl mehr als 50% wieder schaffen gehen..

Nen Anfall

Könnte ich kriegen. Aber nen richtig dicken fetten.
Heute wieder mal der Gang zum Briefkasten- remember, spätestens zum 1.4. *haha*… sollte man wegen dem Kitaplatz Bescheid kriegen – und da war er. Ein ganz ganz dünner Brief. Jugendamt.
Und darin? Absagen. Für alle 12 (!!!!!!) städtischen Kindergärten. Eine weitere Absage bekamen wir ja schon im Februar.
Einzig ein evangelischer Kindergarten ist noch offen. Aber das kannste doch auch knicken.

Ich könnte echt KOTZEN. Im Dreieck!!! Wie kann das sein, das ich in keiner einzigen Einrichtung einen Platz für Erna habe?? Obwohl wir relativ gute Chancen nach dem Punktesystem hatten. Vor uns nur die Alleinerziehenden, arbeitenden Eltern. Und die mit Geschwisterkindern. Und die zusammenlebenden, arbeitenden Eltern mit Geschwisterkinder. Und natürlich- jetzt kommts- die Kinder, für deren Kindswohl das wichtig ist. Weil die Familie dem Jugendamt bereits auffällig ist. Die befinden sich GANZ OBEN auf der Liste. Na toll. Also muss ich das Kindswohl von Erna gefährden um einen Platz zu kriegen oder was??? Heißt das, es befinden sich unsagbar viele gestörte Kinder in den Einrichtungen oder was?

OH man ey. Scheiße. Was soll ich jetzt machen? Klar, Erna könnte nachrücken, erfahre ich dann irgendwann im Mai… das ist einfach ZU SPÄT. Ich muss doch jetzt langsam mal den Arbeitgeber anrufen… was soll ich dem sagen? Ich hab keine Ahnung. Home Office geht jedenfalls nicht- soll Erna dann 4 Stunden alleine vor sich hin spielen in der Zeit oder was? Wie soll das gehen? Dann vernachlässige ich doch mein Kind. Och wartet, dann krieg ich ja wegen Kindswohlgefährdung doch wieder einen Platz.. haha. nicht.

Also werde ich mich jetzt wegen ner Klage schlau machen. Prima. Wollte schon immer mal jemanden verklagen. Nicht.

Tagesmutteroption- es gibt im 5km Umkreis genau EINE. Anrufen werde ich da jetzt dann aber trotzdem mal. Nützt ja nichts.

Scheiße. Verdammte. Scheiße. Warum kann das nicht einfach alles mal so klappen wie man es sich vorstellt. Ich weiß ja das wir eher nicht so Glücksgesegnet sind- ich brauche auch nicht die Lottomillion, sondern nur einen gott verdammten Platz für meine Tochter, damit ich arbeiten und uns Essen kaufen kann. Argh.

Tag für die Tonne. Aber sowas von.

Geschafft

Puh, das war gar nicht so einfach. Aber jetzt noch rechtzeitig vor Ostern- Erna hat ein Geschenk 😀 Auch wenn die Geschichte dahinter eher *argh* ist. Am Samstag waren wir geschwind in einer Stadt um Mama´s Ostergeschenk (ein neuer Geldbeutel, endlich, es war so so peinlich mit dem alten zu zahlen inzwischen) zu kaufen. Dann fiel mir siedend heiß ein, nächste Woche ist Ostern *waaah und panik*- also schnell in die Kinderabteilung gestürmt und das erstbeste gegriffen. Wohl leider der absolute Fehlkauf schlechthin. Die Erna liebt es gerade auf ihrem Düdelidüdingsbumms auf die Knöpfe zu drücken und Musik laufen zu lassen. Immer und immer wieder. Und dabei wird getanzt. ❤ Und man sieht richtig WIE stolz sie darauf ist, das SIE eben die Musik anmacht. 😀
Also wollte ich ihr für unseren Urlaub eben ein Mitnehmtaugliches Düdelidu kaufen. Es wurde ein Flugzeug zum ziehen. Naja. Ich bin nicht so begeistert. Der Testlauf, ein kleines Auto mit Musik schlug jedenfalls schon fehl…
Und da schlag ich heute die Werbung für E*deka auf und mir fällt DAS entgegen. Große Lego Duplo Kiste für 19 Euro. Super. Also musste der Namenslose in der Mittagspause mit uns ne halbe Stunde zum nächsten Laden gurken. Wo es zwar die Kisten noch gab, aber der Preis irgendwie um 10 Euro teurer…?? Fragen kostet ja nichts, und lesen auch nicht- es war die Werbung von LETZTER Woche…*kopfgegentisch*. Echt ärgerlich das man uns am WE die Werbung von letzter Woche reinwirft!!…
Wir haben es trotzdem gekauft. Ich finde 30 Euro für Ostern für mein eigenes Kind sehr okay. (meine Eltern kauften ihr was für 200!!!…. okay, da bin ich dankbar für, 150 sind für den Reboarder gewesen).
Immerhin kriegt Erna noch nichts süßes.
Und nein, ich brauche hier keine Diskussionen über Ostern und zu teure Geschenke. Basta i Pasta.
Das Flugzeug geht wieder zurück- auch wenn es „nur“ 10 Euro gekostet hat, aber es ist einfach doof. So.

Gestern hatten wir einen wunderschönen sonnigen Tierparktag. Erna hatte gar keine Angst als der Esel mit seiner Schnauze ihre Mütze berührte 😀 Und überhaupt fand sie alle Tiere toll, da sie die ja bereits aus dem Bauernhofbuch kennt 😀 Und die machten auch noch Geräusche, vor allem das „Kikeriki“ vom Hahn hatte es ihr angetan. Im Buch ist sie darüber ja eher immer sehr erschrocken. Live lachte sie sich kringelig. Und oh Gott sind Babyhasen nieeeeedlich, diese kleinen Ohren 😀
Sandkasten läuft auch immer besser. Bis auf dieses „ich esse so viel Sand wie ich kann und muss dann leider kotzen“ Theater der Erna. Man kann es auch nicht verhindern, offenbar schmeckt der Sand besonders toll… Und wenn sie schaukelt, dann macht sie dabei „uiiiii“- das ist sooooo süß.
Ich freu mich sehr wenn in 2 Wochen unser eigener Sandkasten geliefert wird (und ich dann keine Angst mehr wegen Scherben haben brauche) und wir dann irgendwann unsere Schaukel auch draußen aufhängen und wir dann vielleicht auch den kleinen Babypool aufbauen können. ❤

Meine Heidelbeeren und Himbeeren und Brombeeren blühen wie verrückt und vielleicht kriegen wir doch dieses Jahr eine handvoll gesammelt. Ich glaube meine Zuckererbsen werden nichts- dafür hoffe ich sehr auf Kohrabi 😀 Sieht ganz gut aus 😀

Und und und- ich bin gespannt wie der Urlaub wird. *ticktack* noch 2 Wochen. Ich kann mir schon richtig vorstellen wie Erna da am Strand mit dem Papa sitzt und mit dem Sand spielt bzw. den isst 😀

Grad hat Erna eine doofe Phase, seit 4 Tagen ist sie fast nur noch nörgelig und gaaaaanz schlecht drauf. Wir schieben es zwar auf die Zähne- aber so richtig was kommen tut da nichts. Und ihr schlafbedürfnis ist extrem extrem…
Ach ja, gestern noch das erste Mal: Gifnotruf angewählt… Kind hat sich nur eine Aspirinpackung gebissen und ca. 1/8 davon gegessen….. fragt nicht wie es dazu kommen konnte—- schlechtes Gewissen hoch 10. Ich hab vor Tagen ne Aspirin genommen und dann die Packung auf unseren Stuhlstapel (ungenutzer Küchenstuhl der voller Zeugs ist) gelegt. Erna hat sich gestern (übrigens zum ersten Mal, wir haben sehr hohe Stühle!) an dem Stuhl hochgezogen und dann auch noch die Packung runtergeangelt. Das Ding AUS der Packung rausgenommen und der Rest ist Geschichte. Wo ich war? Auf Klo… Da geh ich dann jetzt auch nie wieder hin 😦
Zum Glück ist sie bereits so alt und es war nur „wenig“. Puh. Aber ich kam mir natürlich wie die schlechteste Mutter der Welt vor…

Diese Worte

Man sagt ja „Worte sind schärfer als das Schwert“ bzw. „Worte sind die schärfste Waffe“. Ich finde das stimmt. Klar, es kommt natürlich drauf an von wem man diese Worte hört. Aber manchmal treffen auch gerade die unbedachten (sind sie das wirklich?) Worte von Fremden bzw. Bekannten mehr.

Neulich waren Freunde da. Und während sie auf dem Boden mit Erna spielten und alles super war, drehte sie sich irgendwann nach ner ganzen Weile nach mir um. Einfach um zu gucken ob ich noch da bin. Dann passierte es. Es wurde ausgesprochen.“ Erna ist extrem Mama-fixiert, schlimm ist das“. Das war nicht das erste Mal das ich es hörte, auch nicht das erste Mal von dieser Person. Und trotzdem trifft es mich. Beziehungsweise, es hatte mich getroffen. Inzwischen habe ich ausreichen selbstreflektiert. Warum hat es mich getroffen?

Klar ist, es ist natürlich nicht gerade als Kompliment gemeint. Außerdem fand ich es in gerade diesen Moment total unpassend. Erna hat ganz normal mit beiden gespielt, auch danach wieder. Sie hat nicht gefremdelt (obwohl sie die Freundin dazu erst 2 Mal gesehen hat) oder geweint. Nichts. Einfach nur nach mir geschaut. Und Erna ist die Freundlichkeit in Person. JEDER, wirklich jeder wird angelacht, angestrahlt und angeflirtet. Sie ist total offen. Was mich auch mit stolz erfüllt. Gerade weil wir eigentlich nicht so wahnsinnig viel Kontakt mit diesen Leuten haben.  Und meine Nichte ist (ja IST noch!) viel schlimmer, denn die war schon immer (seit 2 Jahren) wirklich Mama-fixiert und man durfte sie teilweise gar nicht ansprechen.

Aber warum ist das jetzt was schlimmes, diese „Fixierung“? Ich finde es gut, das wir eine Bindung haben. Eine enge Bindung, meinetwegen. Dafür habe ich auch lange gearbeitet. Ja genau. Gearbeitet. Denn das war nicht schon immer da.
Naiv wie ich eigentlich alles angegangen bin, bin ich damals davon ausgegangen das gleich nach der Geburt bereits eine Bindung da ist.
Und wie geschockt ich war. Als man mir Erna (schreiend)  nach der Geburt auf die Brust legte. Und sie nicht wieder aufgehört hat. Und ich die ganze Zeit dachte (ich glaube auch, es war das erste was ich nach der Geburt dachte, gleich nach „sie hört sich an wie ein Schaf, habe ich ein Schaf zur Welt gebracht?“)  – „sollte sie nicht langsam mal aufhören zu weinen, ich bin doch ihre Mutter? Sie muss doch merken das ich ihre Mutter bin und sich beruhigen? Oh Gott, sie hört einfach nicht auf- ich bin die schlechteste Mutter der Welt….“.
Das hat mich verfolgt. Das es nur an den Kopfschmerzen lag, wollte mir lange nicht ins Bewusstsein kommen.
Danach ging es direkt weiter. Sie schlief seelenruhig. Aber nur beim Papa. Frisch geschlüpft wollte sie so gar nichts von mir wissen. Bei mir wurde geweint. Beim Papa geruht.
Tagsüber war sie dann bei meiner Mama und irgendwann hab ich mich auch ziemlich bemüht sie NICHT haben „zu müssen“. Bei den anderen ging es ihr ja offensichtlich super gut.
Ich hatte nicht das Gefühl, sie denkt ich bin ihre Mutter. Oder das Gefühl, ICH denke ich bin ihre Mutter.
Auch die schlimmen Anfangsnächte, wo ich stundenlang mit ihr gelaufen bin, weil sie geschrien und geschrien hatte. Da hätte eigentlich JEDER mit ihr laufen können. Da gab es keinen Unterschied ob Mutter oder nicht.
Sie hat NIE sofort aufgehört zu weinen, wenn ich sie genommen hab. Einfach nur weil ich eben die Mama bin. Das hat mich lange lange verfolgt.

Bis dann eben irgendwann (ich weiß gar nicht mehr wann) der Punkt kam. An dem sie eben doch mein Kind und ich eben doch IHRE Mama wurde. Letztendlich muss ich nüchtern dazu schreiben, ist es eine Sache der Gewöhnung. Logisch. Sonst würde wohl nie jemand Babys adoptieren.
Und da ich eben der Mensch bin, der neben der Milchbar ;D , der die meiste Zeit mit ihr verbringt, bin ich ihr Lebensmittelpunkt geworden. So wie sie meiner. Ganz einfach.
Und ich finde schön das es so ist. Das sie mich braucht, so wie ich sie (wenn auch anders) brauche. Das sie in mir ihren Rückhalt, ihren Ruhepol findet. Das sie nur mit mir so kuschelt, wie sie kuschelt wenn sie müde ist. Das ich eben ihre Mama bin. Und ja, mittlerweile (also schon lange eigentlich) hört sie sogar sofort auf zu weinen, wenn ich sie in den Arm nehme 😉

Und deswegen eigentlich verletzen mich diese Worte. Diese abfälligen Worte. Weil ich lange drum gekämpft habe, diese Bindung aufzubauen und zu spüren. Weil eben nicht von Beginn an alles rosig war und easypeasy von der Hand ging.

Jetzt nach dieser Selbstreflexion kann ich schon wieder ganz anders damit umgehen. Das nächste Mal werde ich einfach stolz sein. Und es als Kompliment sehen. Auch wenn es nicht so gemeint war- aber diese kinderlosen Leute werden auch noch dahinter kommen.

Traurig

Das Wetter passt ja, elendiger Regen und dunkle, schwarze Wolken. Schon lang nicht mehr gehabt, schon lang nicht mehr vermisst.
Dann klappere ich die Internetzeitung auf (nein, es handelt sich dabei nicht um eine Zeitung die sich dabei noch an Bildungszielen hangelt, wobei das Wort „Bild“ dort auch enthalten ist 🙂 ) und was lese ich da? P.G. ist gestorben. Mit 25.
Nun kenne ich Frau P.G. überhaupt nicht, weiß nicht einmal wofür sie berühmt ist, wahrscheinlich nur als Tochter-von. Aber das ist egal.
Denn was mich so bestürzt und wirklich nachdenklich und ja, auch tränenreich traurig macht, ist ihr Alter. Zum einen. Ich meine, 25! Das ist nichts! Das ist ein Viertel des Lebens. Sie ist nicht einmal so alt geworden wie ich heute bin….
Aber noch schlimmer- sie hat 2 kleine Kinder. Das jüngste wird erst Ende diesen Monats 1 Jahr alt. Sie wird nicht den ersten Geburtstag dieses Kindes erleben. Das erste Osterfest.
Gar nichts. Auch das zweite Kind ist erst 2 Jahre alt. Das ist auch noch viel zu jung.
Diese beiden kleinen Kinder haben ihre Mama verloren. Einfach so. Unerklärbar.
Und weil eben Erna auch fast 1 Jahr alt ist, trifft es mich so besonders. (gerade eben auch wieder mit Tränen). Wenn ich mir vorstellen müsste, wie der Namenslose auf einmal alleine mit der Erna da steht. Der Erna irgendwie begreiflich machen muss, dass die Mama nicht mehr wieder kommt. Nie mehr wieder……  Ist das nicht die größte Angst die Mütter überhaupt haben können? Ich meine, neben der Angst das dem Kind was passiert!?

Mein ganzes Mitgefühl hat der Vater der 2 kleinen Kinder und natürlich diese selbst.
Und ja, es wäre genauso traurig für mich, wenn es nicht Frau P.G. wäre, sondern Frau Müller aus Müllershausen. Denn egal ob „berühmt“ oder nicht, es ist und bleibt einfach tragisch!

Und mal wieder drücke ich meine Erna noch mal fester, rieche nochmal intensiver an ihrem unvergleichlichen Noch-Babyduft und danke dem lieben Gott-oder-wer-auch-immer tausendfach für dieses Glück!!