Warum einfach, wenns auch umständlich geht

Vorgestern, nachts um 1 Uhr. Papa und Mama schleichen sich leise ins Bett, nachdem sie nun e*bay-süchtig sind und ständig ihren aktuellen Verkaufsstatus (gerade, 2 Euro 50- zwei (!) Euro fünfzig!!! für unsere Einbauküche!!!!!!) verfolgen und dabei über jeden weiteren Beobachter völlig aus dem Häuschen sind. Leider waren wir nicht leise genug, leider waren wir nicht eher ins Bett zu kriegen. Das Kind wacht auf. Unwach. Also eigentlich möchte sie viel lieber weiterschlafen. Leider pupst das arme Kind. Laut. Und mehrmals. (sorry liebe Leser!) Fürsorgliche Mama wie ich bin, habe ich gleich eine volle Windel im Verdacht, mit der ich meine Tochter bestimmt nicht schlafen lege! Nach einem unglaublichen, UNGLAUBLICHEN Theater, des Kindes allein beim hinlegen, öffne ich die Windel in Schallgeschwindigkeit und entdecke- nichts. Nichtmal Pipi wurde gemacht. Nada. Hat sich unglaublich gelohnt. Nicht. Das arme, nun durch infanales Geschrei ihrerseits wache Kind war dann eben- wachwach. Und zum allerersten Mal (seit ihren ersten 2 Monaten) kann ich also mit Gänseblume und AnjasGlückspunkt und vielen vielen anderen Müttern mitfühlen. Denn das wachwache Kind war einfach nicht mehr zum schlafen zu kriegen. Sie schaute ständig auf die Jalousie vom Balkon, die sonst immer hochgeht wenn das Kind wach ist und somit unseren Tag ankündigt. Sie erzählte, lachte, grinste, zog ganz fies an meinen Haaren als ich mich schlafen stellte, sie kugelte. Und dann tat sie etwas unglaubliches, noch nie dagewesenes. Sie zog sich an meiner Bettdecke zum sitzen hoch um sich dann von dieser Stellung auf den Bauch zu werfen. Und war baff. Wie wir Eltern. Sie robbte dann durchs Bett. Drehte sich wieder auf den Rücken. Und zog sich wieder zum sitzen in die Bauchlage hoch. Drehte sich wieder. Dieses Spiel, ihre neue Fähigkeit, zog sie dann fast 2 (!!) Stunden durch.  Ich freute mich ja sehr mit meinem Kind, wirklich.  Aber über Schlaf freue ich mich auch. Und es hat nichts geholfen. Immer wenn wir so taten als ob wir jetzt schlafen, und das Kind fröhlich vor sich hin plapperte und Geräusche machte und sich drehte, mussten wir dann irgendwann so sehr lachen- das sie (klar) nur noch wacher und kindischer (hihi) wurde. Irgendwann war ich dann aber auch so müde (nicht mal einschlafstillen klappte, sie wollte einfach nichts) das ich sie einfach in meine Armbeuge nahm und mir die Augen von ganz alleine zu fielen. Ich konnte gar nichts machen. Zum Glück für mich ging es ihr ebenso. Ein paar Mal schaute sie zwar noch zu mir rüber, und war dann aber auch ganz schnell weg. Von alleine. Ohne einschlafstillen.
Somit also gleich 2 Premieren.
Also was ich eigentlich mit dieser Überschrift sagen wollte- meine Tochter dreht sich nun auch auf den Bauch, zwar nicht so direkt, vom Rücken auf die Seite auf den Bauch- sondern eben erst in die Sitzposition von dort aus sie sich dann nach vorne wirft. Egal ;D Hauptsache sie hat den Dreh (haha, Wortwitz) nun raus. Gelernt mitten in der Nacht, geübt durch Mamas und Papas Bett. Seither braucht sie nicht nur ne Bettdecke zum ziehen, sondern sie „zieht“ sich an jeglichem Spielzeug hoch- was schon sehr witzig anzusehen ist, wenn sie die Rassel so festhebt. Denn in Wirklichkeit braucht sie nichts zum hochziehen (ne Rassel bringt glaub ja auch nicht sooo viel ;D ) sondern schafft es ganz alleine durch Bauchmuckis und mit Hilfe der Hände.

Ach ja. Geschlafen haben wir dann sogar ziemlich gut und als das Kind das nächste Mal an meinen Haaren kräftig zog- war es bereits 11 Uhr durch.

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8 Gedanken zu „Warum einfach, wenns auch umständlich geht

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