2014

Also eigentlich wollte ich ganz gerne meine Jahreszusammenfassung für 2013 von wordpress an dieser Stelle veröffentlichen. Leider Gottes, habe ich die E-Mail im Spamordner gelöscht (verschwunden auf nimmerwiedersehen) und hier in meinem Adminbereich find ich so einiges, außer dieser Statistik *heul*- für professionellen Wiederfindhinweis bitte einfach Kommentar hinterlassen ;D

Tja was soll ich sagen, habe bereits sehr viele Jahresrückblicke gelesen, alle wundervoll und passend. Ich möchte ehrlich gesagt deswegen kein Resumee mehr ziehen, ist alles schon auf allen Blogs gesagt worden und wer will hier schon die millionste Wiederholung lesen? Na sehr ihr! Außerdem habe ich für Silvestergedöhns nicht viel übrig, mal ehrlich, da könnte man ja auch jeden Monatsanfang/Jahrszeitenbeginn/Wochenbeginn usw. feiern. Ich mag es nicht, dieses, hey- es ist der 31.12. knallalalala wir müssen jetzt gezwungen fröhlich sein und Party machen- jedem das seine.
Mein Jahr 2014 hat persönlich sehr niedergeschlagen angefangen. Nach einem ehrlich gesagt, fantastisch unspektakulärem 31.12. den wir ganz ruhig und friedlich daheim verbracht haben. Das Kind hat zur Feier des Tages (also mag sie es?) mal früh geschlafen und überhaupt alles verschlafen. Was ich absolut traumhaft fand und niemals mit gerechnet hätte. 😀
Gestern war ich nur schlecht drauf, ich denke Wetter-dunkle-Wolken spielen auch ne große Rolle- und habe alles- wirklich alles angezweifelt und viel, sehr viel nachgedacht. Ach naja, ich brauch euch nicht viel drüber berichten. Vor allem bin ich sehr unglücklich mit mir selbst, ich hasse meine Haare (Frisur kann man es beim besten Willen nicht nennen) mit denen man derzeit weder offen noch als Zopf irgendwas reißen kann- sieht alles super scheiße aus, meine Figur (der Bauch wächst und wächst und wächst, und ich fühle mich einfach super unwohl)- das gipfelte besonders, als wir am Montag shoppen waren. Nur für mich. Brauchte dringend Hosen, denn- ich gebe es zu, ich trage immer noch meine Schwangerschaftshosen. Die zwar die exakt gleiche Größe wie meine vorherigen haben, aber diese passen beim besten Willen nicht mehr. Nix Knopf gehen zu. 😦
Als wir also unsere Einkaufsmeile mit zehntausend anderen die die gleiche glorreiche Idee hatten rauf und runter tappten, ich ständig mit meinem Umkleidenspiegel-Ich konfrontiert  (einTittenmonster- die andere nonexistent, die eine mehr als C, Hängebauchschwein mit Dellen und Dehnungsstreifen überall, schlechte picklige Haut, ungesund aussehend, strähnige, glanzlose Haare….. man setzte fort…) wurde, und beim besten Willen keine passende Hose für mich aufzutreiben war- Gr. üblich ist zu eng, Gr.einsgrößeralsüblich zu weit (wtf??????) landeten wir im BabyKaufhaus. Ja genau. In der Schwangerschaftsabteilung. Ja genau. Und dort kaufte ich dann – ja genau!- 2 weitere Schwangerschaftshosen- einfach weil sie passen und gar nicht mal so doof aussehen. Vielleicht kann man ja diesen Bauchüberzug abschneiden/umnähen? lassen- oder eben, irgendwann werde ich es ja doch wieder brauchen?
Trotzdem- es ist nicht gerade schön seit genau einem Jahr in Schwangerschaftshosen rumlaufen zu müssen. Punkt. Aber was soll ich tun? Nackt rumlaufen?

Außerdem wurde ich sehr sehr nachdenklich. Ende diesen Monats muss ich bereits die Oberoberoberpersonalchefin anrufen- wegen meiner Rückkehr.
Was soll ich ihr denn sagen? Denn ich erfahre erst frühestens irgendwann im April ob klein Erna einen Kita-Platz kriegt. Auf den ich mir allerdings gar keine Hoffnungen machen brauche.
Wenn ich also direkt sage, hey yo- Home office- dann ist der Fisch geputzt. Dann muss in nen Vertrag unterschreiben, das ich definitiv mindestens 3 Jahre diesen Scheiß mache. Einsam und allein und verlassen hier daheim. In einem Bereich, der so spannend ist wie das Anstreichen aller u´s und x´e in einem 1000 Seiten Roman….. Der mich null reizt, oder interessiert.
Wenn ich aber sage, ich möchte unbedingt an diesen und jenen Ort, egal welche Stelle- muss ich ihr gleich die Prozentzahl meiner Wiederkehr sagen. Was soll ich tun wenn ich zu 50% wiederkomme aber KEINEN Platz für das Kind habe, sie aber alle Hebel in Bewegung setzt mich tatsächlich an den Wunschort zu kriegen- mit der Bedingung 50% auf jeden Fall?

Und dann ist da ja noch….. ich will gar nicht mehr arbeiten. Also halt- will ich schon. Aber eben nicht mehr in meinem Job. Ich bin da ganz desillusioniert und weiß einfach, Beförderungen kann ich mir jetzt gleich streichen, meine einzige Chance war die diesjährige Beförderungsrunde, die ja geilerweise nach hinten verschoben wurde und ich somit bereits in Elternzeit und damit aus dem Rennen war….. und dann den Job zu machen, der eh keinen Spaß macht, dafür jeden Tag aufstehen, mein Kind wegbringen, für eigentlich nichts außer dem Arschtritt egal wie man sich oder ob man sich anstrengt, es geht eh alles nach Vitamin B- ist doch Scheiße….
Dann wäre da noch- ich schaue meine Tochter an. Mein süßes, kleines Wunderwesen. Wenn ich sie in die Kita geben muss wäre sie grad mal knapp über ein Jahr alt. Kann noch nicht sprechen und versteht eben auch nicht, warum die Mama sie jetzt an diesem fremden Ort, mit fremden Leuten und fremden Kindern für 8 Stunden täglich (hier gibt es leider nur Ganztagsplätze, wenn überhaupt) abgibt. Ganz allein. Mit fremden Spielzeug. Mit fremden Ritualen. Gehetzt- weil es gibt ja ne Abgabezeit und Mama muss ja auch irgendwann arbeiten. Wenn ich sie abhole, ist es im Herbst dann bereits wieder dunkel- Tag gelaufen. Dann können wir höchstens noch eine Stunde spielen und dann geht es ins Bett. Apropos laufen. Vielleicht kann sie es bis dahin noch nicht einmal……
Was ich damit sagen will, es hat einen Grund warum ich ursprünglich 2 Jahre Elternzeit genommen hab. Ich war immer ein absoluter Befürworter für Kitas für Kinder unter 3. Soziale Kontakte und so. Doch je weiter das Jahr rückt, je schneller die Zeit zu verfliegen scheint, je mehr ich meine Tochter anschaue- ich will sie einfach nicht schon mit einem Jahr weggeben. Ich will es einfach nicht! (und das ist meine ganz persönliche Meinung, die niemanden abwerten oder über wem urteilen will!!!!). Mit 2 Jahren wäre es viel besser. Sie kann sprechen, Dinge verstehen und weiß dann glaube ich auch schon mehr was es bedeutet wenn Mama sagt, sie holt einen auch wieder ab. Fest versprochen.
Na toll. Jetzt hab ich Tränen in den Augen. Selbstmitleid deluxe.
Wie schaffen andere das? Es gibt so viele viele Familien in Deutschland, auch mit Haus, wo der Mann als einziger verdient (und dann nichtmal sooooo viel) und die Frau für immer (was ich ja gar nicht will) Hausfrau ist.
Wir können es uns leider nicht leisten. Allein von meinem Konto gehen monatliche Belastungen von 800 Euro ab. (allein 400 Euro an Versicherungen, ich wäre so so so gerne gesetzlich…) Es wird eh schon sehr knapp, von Juni bis September nur vom Kindergeld und wenig Ersparten meinerseits zu leben. Als Selbstständiger hat der Namenslose ja noch nichtmal das Wissen, das wirklich jeden Monat so und so viel Geld reinkommt.

Wenn mir nicht bald ne Lösung (oder ne Menge Geld) vom Himmel fällt, dann weiß ich auch nicht. Eigentlich hätte ich sogar schon anrufen sollen- aber ich schiebe diesen Anruf so weit wie möglich nach hinten raus.

Ach ja. Tagesmütter gibt es hier in der näheren Umgebung keine (???)- auch sehr seltsam.

Und dann seh ich da täglich meine Schwägerin- nur eine Straße weiter. Mit Haus. Und 3 Kindern. Die war das letzte Mal vor 4 Jahren arbeiten. Und ist somit einfach da. Und fährt trotzdem 3 mal im Jahr (!!!) in den Urlaub.

Ach ja. Urlaub. Ich will auch. Ich brauche ihn auch…. Ist aber nicht drin. So gar nicht. Zeittechnisch vom Namenslosen schon dreimal nicht. Scheiße das alles.
2014- du kotzt mich bereit jetzt an.

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8 Gedanken zu „2014

  1. Oh man… ich kann dich so gut verstehen! Die Sache mit der Arbeit, der Kita, einfach alles was das betrifft, ich unterschreibe es.
    Die Gedanken die du nieder geschrieben hast habe ich mir auch bereits gemacht.
    Das bringt dir jetzt zwar rein gar nichts, aber: du bist damit nicht allein 😉

      • Ich werd wohl wieder im Schichtdienst anfangen, aber nur 50%. Wenn ich arbeite muss mein kleiner dann zu meinen Eltern für 2 Tage. Da fährt man dank des tollen Verkehrs hier minimum eine Stunde hin. Ist also auch nicht ideal, aber alle 10 Tage mal machbar. Mein Mann wird auch gelegentlich auf ihn aufpassen können.
        Naja ist zwar auch nicht die super Lösung wegen der vielen Fahrerei, aber bei meinen Eltern weiß ich ihn zumindest gut aufgehoben 🙂
        Und noch ist da leider gar nichts mit meinem ag abgesprochen.
        Ich hoffe du findest noch einen akzeptable weg für euch 🙂

      • Das finde ich toll, das deine Eltern dich/euch da so unterstützen. Oma und Opa sind sicherlich nach den Eltern die beste Betreuung fürs Kind ;D
        Meine Mama hat sich auch angeboten Elternzeit zu nehmen (geht wohl auch für Großeltern!?), aber ich müsste dann meine Tochter dauerhaft für ein halbes Jahr 600km weit weg abgeben. Als ich meiner Mama da nen Vogel gezeigt habe, war sie sogar ernsthaft beleidigt. Sie hat also wirklich gedacht es wäre eine Option!? Als ob ich mein Kind so lange abgeben könnte/würde/wöllte….

  2. Die Gedanken mit Kind und so kann ich nachvollziehen aber noch nicht nachfühlen… Unser 2014 startete auch miess. Grosser Streit mit dem Mann… und das wo wir doch heiraten im Mai. Mal sehen…. haben uns grade ausgesprochen. Hoffe auf den Sonntag wenn er wiederkommt

  3. Ich drück Dich mal (( ))!
    Bestimmt findet sich alles irgendwie zum Besten.

    Deine Gefühle ein Einjähriges in Fremdbetreuung zu geben kann ich absolut nachvollziehen. Vielleicht doch die HO-Regelung?
    Bist Du nicht verbeamtet? Oder täusche ich mich? Evt länger beurlauben lassen? Wenn das finanziell nicht raus geht evt ein Kind einer arbeitenden Freundin mitbetreuen?
    Sorry, habe einfach mal laut gedacht.

    LG Anja

    • Am besten für alle Beteiligten wäre sicherlich das Home-Office. Aber in mir drin sperrt sich da was dagegen, obwohl sogar ich es war, die es beim Arbeitgeber unbedingt für mich angestoßen habe und so oft genervt habe deswegen. Aber inzwischen weiß ich einfach, mir würde die Decke auf dem Kopf fallen, wenn ich arbeite- aber hier nicht rauskomme, keine Kollegen, kein Büro, kein Kaffeeschwätzchen. Und dann kenne ich mich, ich würde (was glaube ich bei vielen mit Home Office so ist) nicht nur an meinen offiziellen Zeiten dran sitzen, sondern ständig wenn ich Zeit hätte- auch Abends und am Wochenende. Also dann vieeeeeeel mehr arbeiten als vorgesehen. Ich konnte ja schon früher mein Büro nie verlassen bevor alles abgearbeitet war- so hätte ich also nie Feierabend.
      Und was auch blöd dran ist, ich müsste ja für 2 Tage die Woche auch ein paar Stunden ins Geschäft. Da ich aber nur 2 1/2 Tage in der Woche arbeiten will, wäre das ja nochmal Quatsch und irgendwie sinnlos.
      Aber ich sehe grade, dann hätte ich ja doch das mit den Kollegen ;D

      Jupp, bin verbeamtet. Deswegen habe ich ja eigentlich sogar nicht Glück. Und ich hab ja auch eigentlich Elternzeit bis 2015- nur eben das Haus kam dazwischen und ich will/muss jetzt eher ran.

      Andere Kinder mitbetreuen kann ich mir ehrlich gesagt nicht für mich vorstellen. Bin ja mit einem schon überfordert ;D

      Darfst gerne weiter laut denken, hab ich dir null übel genommen 😀

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