Die Sonne :)

sie ist da und das gar nicht mal zu knapp. Nur bitterkalt ist es trotzdem noch draußen. Fühle mich dezent verarscht 😉
Was solls. Wir gehen trotzdem raus- Vitamin D und so 🙂

Merkwürdige Begebenheit des gestrigen Tages:
Kim Karda*s*hian und die englische Schwangerschafsprinzessin- beide laut TV im 5. Monat. Beide -laut TV- erwarten ihr Baby Anfang Juli.
Hääääh? Wie kann das sein, dass mein Baby einen Monat eher kommt, ich aber schon Mitten im 8. Monat bin? Hab ich da was verwechselt oder sind englisch-sprachige Frauen einfach weniger Schwanger? 🙂

Aber ich hab ja schonmal festgestellt, irgendwie, so rein rechnerisch, bin ich 11 (??) Monate schwanger. Seltsam.
Egal wie. Nicht mehr ganz 9 Wochen *wuhuu*

7 Stunden

7 Stunden!!! Ungelogen, ich hab jetzt 7 Stunden lang geputzt. Alter. Das war nicht gut.
Klar hab ich jetzt wenigstens sehr viel von meiner To-do-Liste erledigt. Hab Schränke ausgeräumt und ausgewischt und aussortiert und umsortiert. Alles. Naja fast. Fehlt noch genau mein Kleiderschrank und 2 Küchenschränke.
Aber der Rest ist auf jeden Fall komplett erledigt. Ich bin stolz auf mich. 🙂
Nur auf wischen hatte ich jetzt beim besten Willen keinen Bock mehr.

Jetzt geh ich in meine wohlverdiente Badewanne. Mit Buch. Und Schokolade. Etwas für meinen Bauch tun 😉

Written in the Schnee

Meine kleine Wundertüte, mein Küken, mein Tochterkind,

du bist bereits seit einiger Zeit eine kleine – sogar noch winzige 38 cm- eigenständige Persönichkeit. Tatsächlich bist du das bereits von Beginn an, schon als dein kleines Herzlein das erste Mal begonnen hat, zu pumpen.
So richtig bewusst ist mir das aber erst dieses Wochenende geworden. Nicht nur, dass du deinen eigenen Tag- und Nacht, Wach- und Schlafrythmus hast- der so gar nicht zu dem deiner Mama passt :)- du hast tatsächlich einen richtigen, eigenen Willen. Es ist unglaublich. Du kleines, bezauberndes, sich durch den Bauch schiebendes Wesen ❤
Schon im Februar habe ich ja vermutet, dass du fremden, unbekannten Stimmen „aus dem Weg“ gehst. Denn eigentlich bist du ein super aktives Kind. Was Mama und Papa jeden Tag -und zwar fast den kompletten- und jede Nacht zu spüren bekommen. Die Mama dabei natürlich mehr als der Papa 😉
Als wir bei der goldenen Hochzeit meiner Großeltern und bei meiner Familie waren, hast du partout kaum einen Mucks gemacht. Papa und Mama haben sich da schon sehr gewundert. Ab dem wir dann im Flughafen waren, nur Mama und Papa, warst du wieder das uns so bekannte Bauchhüpfkind.
Wir hatten damals vermutet, dass du eben die Stimmen der ganzen Leute nicht kanntest, was ja auch so ist.
Und dieses Wochenende also wieder. Dein Opa hatte eine große Jahreszahl zu feiern. Alle Leute stürmten auf dich (den Bauch) zu und wollten jetzt-gleich-sofort-unbedingt das du dich bewegst damit sie dich spüren können. Den Gefallen hast du Ihnen nicht getan. Auch zu deinen üblichen Zeiten (regelmäßig bist du spätestens ab 22 Uhr wach) war rein gar nichts von deiner Anwesenheit zu merken. Nur ein einziges Mal, das konntest du nicht verhindern. Denn du hattest Schluckauf. 🙂
Entsprechend enttäuscht waren natürlich die ganzen Gäste. Haben sie doch den kompletten Tag nichts von dir mitbekommen, außer deine riesige Höhle bewundern können. Entsprechend verwirrt werden wir auch jedes Mal angeschaut, wenn wir von unserer Daueraktiven Bauchbewohnerin sprechen, du Schelm 😉
Jedoch Punktgenau als die Mama und der Papa im Bett lagen, ging es wieder los. Die ganze Nacht, der komplette Sonntag. Du musstest ja einiges Nachholen 🙂
Was mich wieder zu dem Punkt bringt- deine eigenständige Persönlichkeit. Warum solltest du auch den Clown für die Leute machen, wenn die das gerade wollen? Du bist ja eben kein Kasper, genau diese Eigenschaft erinnert uns sehr an deine Mama. Ich bin ganz genauso. Wenn viele, mir unbekannte Leute auf mich treffen bin ich auch sehr schüchtern und schau mir das ganze erstmal an. Aber bei bekannten Leuten, Freunde, dreh ich total auf und bin auch gerne mal der Mittelpunkt.

Ach meine Bauchmaus. Ich kann es kaum erwarten dich auch in Real zu erleben. Gestern hast du wirklich einmal den kompletten Bauch durchgewalkt. Von links, nach rechts, von oben nach unten. Es war so schön. Es ist so schön. Dich zu spüren. Zu fühlen, dass es dir gut geht und du dich offensichtlich noch wohl in mir fühlst und dich weiter einrichtest. Das ist gut so! Wir haben noch ein bisschen mehr als 9 Wochen. So kurz. So lang.
Diese 9 Wochen solltest du wirklich noch in mir bleiben, die schaffen wir auch noch.
Wenn du nur sehen könntest, wie das Wetter draußen verrückt spielt. Heute morgen bin ich aufgewacht und musste mich erstmal kneifen, liegt doch tatsächlich Zentimeterhoher Schnee. Und es schneit weiter. Oh Tochterkind. Dieses Jahr spielt total verrückt. Ich erzähle dir jeden Tag auch davon.
Und du weißt auch von mir, was wir erst noch alles schaffen müssen, bevor du auf die Welt gleiten sollst. Wir haben noch viel vor. Du und ich.
Keiner von uns beiden ist alleine. Auch das muss ich mir immer wieder sagen. Es ist so schön. Schockierend und schön. Seit über 8 Monaten gibt es uns nur im Doppelpack. Und du zeigst deutlich, wenn dir etwas von unseren gemeinsamen Aktivitäten nicht passt.
Auch in Zukunft wird es uns fast nur im Doppelpack geben. Aber eben anders.
Ein bisschen wehmütig werde ich doch bei diesem Gedanken…
Man gewöhnt sich einfach an einen, an diesen Bauch. Und ich muss mir keine Sorgen machen. Denn du bist ja in mir drin. So kann ich dich noch am besten beschützen.
Seitdem es dich gibt, passe ich auch auf mich selbst viel besser auf. Ich muss doch da sein, für dich- für uns- für unsere kleine Familie.
Dein Papa. Oh, dein Papa.
Er freut sich so so unendlich, unbeschreiblich wahnsinnig auf dich. Auf unsere gemeinsame Zeit. Auf eure gemeinsame Zeit.
Ich kann es nicht immer hören, was er dir zuflüstert, aber ich weiß- er hat einiges mit dir vor. ❤
Er liebt dich bereits abgöttisch. Vaterliebe. Und er ist stolz auf dich. Er erzählt wirklich jedem von dir. Auch die Bäckersfrau wird jede Woche auf den neuesten Stand gesetzt 🙂
Wenn er im Fernsehen oder auch auf der Straße, Eltern mit Maxi Cosi sieht, dann kommen ihm Tränen. Denn er weiß, mit einem Maxi Cosi wird er dich, uns, aus dem Krankenhaus abholen und dann geht es los. Das neue Leben. Unser Familienleben.

Außerdem ist dein Papa doch ziemlich mutig. Eigentlich weiß nich nämlich, aber Pssst!, dass er ganz arg Panik vor der ganzen Geburtsgeschichte hat. Er kann deine Mama nämlich nicht leiden sehen. Deswegen haben wir uns gestern mal ernsthaft drüber unterhalten. Denn um den Papa können wir beide uns, an unserem großen Tag, wirklich nicht auch noch kümmern 😉 Doch er bleibt stark. Für ihn ist es selbstverständlich dabei zu sein, die Nabelschnur zu durchtrennen und seine kleine Tochter direkt begrüßen zu können. Das lässt er sich auf keinen Fall nehmen.

Ach mein Küken. Es gibt so viel was ich dir sagen will. Wie sehr wir uns auf dich freuen, wie sehr du bereits geliebt wirst- nicht nur von uns. Wie sehr wir es kaum noch erwarten können, die in unserer Mitte zu begrüßen. Wie sehr du unser Leben sowieso schon auf den Kopf gestellt hast. All meine Gedanken und fast alle Gedanken deines Papas drehen sich um dich. Um deine Zukunft.
Ja, dabei mache ich mir auch manchmal Sorgen. Denn diese Welt ist nicht nur gut. Aber du kannst wissen, deine Mama und dein Papa werden alles tun was nötig ist, damit diese Welt zumindest für dich nur gut ist. Damit du eine glückliche, sorgenfreie Kindheit erleben darfst.
Und es ist ein Schmetterling.
Das Tier, dass ich mir dir verbinde. Erklären kann ich es nicht. Muss ich auch gar nicht 😉
Und deswegen kriegst du Schmetterlingaufkleber. Auf deinen Schrank und an die Decke. *hihi*
Aber erstmal wollen wir noch alles putzen. Dein Onkel hat deinen Schiebeschrank repariert. Dein Papa ist eben doch kein Heimwerker *lach*
Jetzt kann ich endlich deine Sachen waschen und dort einräumen. Das lässt es dann nochmal wirklicher werden.

Ich liebe dich so unendlich sehr! Ich hoffe das kannst du auch spüren.

Deine Mama